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Fußball: Regionalliga

Die geballte Erfahrung bleibt – Julian Schauerte verlängert bei Preußen Münster

Münster

Es hat sich angedeutet: Julian Schauerte bleibt dem SC Preußen Münster erhalten. Der 32-Jährige verlängerte am Dienstag vor der Fahrt ins Trainingslager ins niederländische Delden seinen Vertrag beim Regionalligisten. Langsam aber sicher wird das Gründungsmitglied der Bundesliga wettbewerbsfähig.

André Fischer

Julian Schauerte Foto: Jürgen Peperhowe

Die Bude in Hiltrup hat er nach dem Fall in die Regionalliga vorsorglich gekündigt. Julian Schauerte will künftig in seiner Heimat im Sauerland mit der Familie Wurzeln schlagen, ein Haus bauen, einen Baum pflanzen. Dafür braucht er jeden Cent. Aber: Mit seiner Vertragsverlängerung hat sich der 32-Jährige am Dienstag vor der Abfahrt ins Trainingslager nach Delden nun doch für mindestens eine weitere Spielzeit an den Traditionsclub gebunden. Kommando zurück?

Sicher scheint: Pendeln dürfte auf Dauer keine Alternative sein. Da bleibt dem Lockenkopf nichts anderes übrig, als die Flucht nach vorne anzutreten, den Wohnungsmarkt in Münster wieder genau unter die Lupe zu nehmen, um eine passende und gemütliche Schlafstätte nach der Arbeit auf dem Grün zu finden. Wird schon.

Der Ex-Kapitän bleibt. Ein starkes Signal für den Absteiger. Immerhin bringt der Routinier die Erfahrung von 171 Zweit- und 138 Drittliga-Spielen mit. Dabei war viele Wochen unklar, wohin der Weg von Schauerte führen würde. Südwest-Regionalligist SV Elversberg war eine echte Option, bis Münsters Sportdirektor Peter Niemeyer nun doch zu einer Einigung mit dem Leistungsträger kam. „Wir freuen uns sehr, dass es jetzt geklappt hat. Es war zunächst eine Findungsphase für beide Seiten, aber Julian und ich standen über die gesamte Zeit in Kontakt“, wird er in der offiziellen Pressemitteilung des Clubs zitiert. Nach den Zusagen der erfahrenen Kräfte Dennis Daube und Jules Schwadorf ist der Club von der Hammer Straße auf dem besten Weg, eine konkurrenzfähige Truppe in Liga vier an den Start zu bringen.

Das glauben übrigens auch die Fans. Sie kommentierten den Schauerte-Deal in den sozialen Netzwerken euphorisch: „Stark. Hinten und in der Mitte dürfte unser SCP nun für einen Platz in der Spitzengruppe gerüstet sein. Wenn jetzt vorne noch ein Knipser gefunden wird, erwartet uns eine hochinteressante Saison“, fiebert dieser User der Spielzeit entgegen. Ein anderer schreibt: „Mit der Truppe sollte man oben mitmischen können. Allerdings kommt es, wenn es um das Thema Aufstieg geht, auch auf die Form von RW Essen und die des BVB 2 an.“

Möglich, dass Schauerte in seiner Entscheidung durch die Absicht beeinflusst wurde, den Betriebsunfall Abstieg korrigieren zu wollen. Erstmals überhaupt musste der Sauerländer in seiner Karriere in diesen sauren Apfel beißen. Ein Ärgernis – auch Wochen danach immer noch.

Die Tinte unter dem Kontrakt war kaum trocken, da bestieg Münsters neuer „Alter“ am Dienstag den Teambus in Richtung Delden. Wenige Kilometer hinter der deutsch-niederländischen Grenze wollen die Preußen wie schon zu Beginn des Jahres in der Provinz Overijssel den Grundstein für den perfekten Auftakt am 4. September beim SV Rödinghausen legen. Zuvor stehen noch am Mittwoch gegen Vreden (18.45 Uhr) und am Samstag gegen Bocholt (15 Uhr) zwei Testspiele gegen Oberligisten auf dem Plan. Mit Julian Schauerte.

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