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Fußball: Regionalliga West

Förder-Club unterstützt Preußen-Jugend und strebt KGaA-Beteiligung an

Münster

Zwei Anliegen, ein gemeinsamer Weg – der FC Preußen Münster ist kein neuer Wettbewerber am Markt, sondern der neue Förder-Club des Regionalligisten. Seit Mai gehen die Akteure in die Offensive. 125 Mitglieder haben sich bereits zusammengetan. Unterstützt wird vor allem die Jugend. Aber der Erwerb von KGaA-Anteilen ist ein Ziel.

Von Thomas Rellmann

Die sieben Gründer des FCPM nebst Flagge: (v.l.) Julian Rosery aus dem Fanprojekt-Vorstand, Horst Kisnat, Klaus Ostholt, Martin Stadelmann, Ex-Aufsichtsratsmitglied Friedrich Lukas, Vorstandsmitglied Burkhard Brüx und der Vorsitzende Martin Witte. Foto: privat

Ohne Nostalgie geht es auch beim FC Preußen Münster nicht. Der Name verrät es schon. Bis 1921 firmierten die Adler tatsächlich als „Fußball-Club“. Und auch das Wappen erinnert an die Gründerjahre. Doch was steckt inhaltlich hinter dem Förder-Zusammenschluss, der seit Kurzem auch öffentlich auftritt?

Martin Witte kann als Vorsitzender die besten Antworten geben. Das Projekt fußt auf zwei Anliegen. Ab einem Kapital von 25 000 Euro könnte der FCPM Anteile an der KGaA zeichnen – das ist das eine Ziel. Zwischenstand: gut 3000 Euro. Das andere ist die umweglose Unterstützung von Anschaffungen für die Jugend-Abteilung, die bis zur U 16 noch unter dem Dach des Vereins läuft.

Einige Projekte in Planung

Derzeit wird für eine Videokamera mit Spezialobjektiv für Spielanalysen gesammelt. Knapp 2400 von benötigten 9500 Euro sind bereits eingegangen. Weitere Projekte für den Nachwuchs sind schon in Planung: etwa eine Funklichtschrankenanlage für Geschwindigkeitsmessungen, eine Trinkwasseraufbereitungsanlage für den Kabinentrakt und ein erweiterter Physio-Einsatz.

Witte schildert die Anfänge so: „Wir hatten die Befürchtung, dass die Beteiligung von uns Fans nach der Ausgliederung stark sinken würde und wollten uns daher dort einbringen, mehr Transparenz schaffen.“ Das Vorhaben scheiterte im ersten Anlauf aus vereinsrechtlichen Gründen, doch die siebenköpfige Gruppe aktiver Anhänger nahm sich dennoch vor, gemeinsam etwas zu machen. So kam die Idee auf, direkte Anschaffungen im unteren Jugend-Bereich zu finanzieren. Nach juristischer Beratung wird inzwischen aber auch der Wunsch, ein Aktienpaket in genannter fünfstelliger Höhe zu zeichnen, wieder verfolgt.

Die Idee ist schon drei Jahre alt

Die erste Idee ist bereits drei Jahre alt, am 1. Juli 2020 wurden mit der Vereinsgründung Fakten geschaffen. In die Vollen geht der Förder-Club erst jetzt. Formelle Aspekte nahmen doch mehr Zeit in Anspruch als geplant. Seit Mai sind aber nun alle Posten besetzt, im Stadion wurden beim letzten Saisonspiel schon Flyer verteilt, außerdem werben prominente Münsteraner wie OB Markus Lewe (CDU), Reitstar Ingrid Klimke und Musiker Henning Wehland für den Verein in einer Social-Media-Kampagne. Am Dienstag um 19.06 Uhr wollen Witte, der sich selbst als „Allesfahrer“ bezeichnet, und seine Mitstreiter sich in einer Video-Veranstaltung allen Fans und Mitgliedern vorstellen. Spenden kann jeder auf einfachstem Wege über die Homepage, der Jahresbeitrag beträgt 19,06 Euro – mehr ist immer möglich. Bisher haben sich schon 125 Preußen-Freunde registriert.

„Da ist ein geiler Mix an Leuten zusammengekommen. Vom Ultra bis zum Rentner, vom Funktionär bis zum Ex-Spieler“, sagt Witte. Der 55-Jährige ist lebenslanges SCP-Mitglied, war auch an der „Retteraktion“ im Dezember 2019 beteiligt, hat mit seiner Agentur die SCP-Homepage erstellt und ist mit ihr zudem regulärer Sponsor. Ihn freut zugleich die schnelle Akzeptanz unter den Vereinsbossen. „Unser Projekt stieß sofort auf offene Ohren.“ Mit Carsten Schlamann (Vorstand) sowie Stefan Graber und Mirco Agnischok (Vergabeausschuss) sitzen auch drei Nachwuchs-Verantwortliche des Clubs in den FCPM-Gremien. Weitere Infos gibt es hier: https://fc-preussen.de

Link zur Video-Veranstaltung: inyurl.com/fc-preussen

Wer macht da mit?

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