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Fußball: A-Junioren-Bundesliga

Fortuna Düsseldorf knackt Preußens Überflieger

Münster

Gegen Fortuna Düsseldorf setzte es für Preußen Münsters U19 die erst vierte Niederlage der laufenden Saison. Die Gäste stellten sich besser auf die widrigen Bedingungen ein, Preußen hingegen wollte alles spielerisch lösen - und legte so einen Fortuna-Treffer beim 1:3 vor.

Von Thomas Austermann

Hier geblieben: Düsseldorfs Luis Mankartz (li.) krallt sich das Trikot von Preußen-Kapitän Noah Kloth (re.) – und feierte mit der Fortuna letztlich einen 3:1-Erfolg in Münster. Foto: Wilfried Hiegemann

Lehrreich war diese A-Juniorenpartie, aber erfolgreich stapfte die klatschnasse U 19 im Dress von Preußen Münster nicht vom Kunstrasenplatz. Das Bundesligaduell gegen die womöglich unterschätzte Fortuna aus Düsseldorf ging mit 1:3 (0:1) verloren. Die Landeshauptstädter passten sich besser den miesen Bedingungen an. Die Adlerträger fanden auch in ihrer besten Phase offensiv keine Mittel.

Im Dauerregen zog Trainer Tobias Harink den Kader zum Kreis zusammen nach Abpfiff und verstand dessen „blödes Gefühl, verloren zu haben obschon wir nicht verlieren mussten.“ Auch diese in der Liga so bravourös kickende Preußen-Elf müsse solche Rückschläge verkraften.

Mit dem Wind im Rücken setzten die Gäste direkt mal auf den langen Ball nach vorne und eilten eifrig hinterher, um die zweiten Bälle zu erobern. Preußens Anlaufplan musste zurückgestellt werden gegen diese Art von Fußball. Früh setzte es den ersten Nackenschlag: Einen Seitenwechsel nach links verarbeitete Luis Mankartz zur Vorlage für Daniel Bunk, der direkt abzog am Fünfer und traf (15.).

Wiemer sorgt für Spannung, Schröder wechselt

Der gescheit agierende Jung-Nationalspieler übernahm Verantwortung im Mittelfeld – wenn es denn mal nicht glattweg überspielt wurde von der Fortuna. Die Nachrücker, waren sie am Ball, suchten unverdrossen das Dribbling. Nach 20 oder 25 Minuten gehörte die Spielkontrolle aber den Preußen, die Soufian Kaba vorne drin suchten und ein paar gute Attacken in die Tiefe ansetzten. Allein, ein Durchkommen bis zur Abschlussszene blieb die Ausnahme.

Mit dem schnellen Paul Wiemer für Kaba und Maxim Schröder als zentralem Stürmer kam Münster nach dem Wechsel raus, hatte den Wind im Rücken und hätte daraus Kapital schlagen können. Es fiel aber das 0:2 (53.) durch Justin Seven, den der für den verletzten Matthias Bräuer nominierte Preußenkeeper Kevin Hardensett mit einem Fehlschlag im Aufbau in Szene setzte. „Wir dürfen den Ball auch einmal lang schlagen, wenn es sein muss“, sagte Harink nach der Szene, die seine Elf partout spielerisch lösen wollte.

Für die Abwehrkette kam Felix Hinterding (71.) und schickte Kapitän Noah Kloth in den Sturm. Ein Mittel, das schon häufiger Wirkung zeigte für in Not geratene Preußen. Wiemer sorgte nach Eckball für das 1:2 (75.) und neue Hoffnung. Düsseldorfs Nils Gatzke (81.) aber entschied das Spiel. Und das war’s noch nicht in Sachen Düsseldorf: Nach der Partie gab Preußens Schröder bekannt, dass er im Sommer zur Fortuna wechselt. Dort hat er bis 2024 unterschrieben, soll für die Regionalliga-U-23 auflaufen.

SCP: Hardensett – Amadi, Kloth, Brodner, Bena (84. Hemsing) – Keute, Sarrafyar (71. Hinterding) – Tchadjobo (71. Becker), Overhoff, Schröder – Kaba (46. Wiemer)

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