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Fußball: Junioren Bundesliga

Große Vorfreude auf den Ligastart bei Preußen Münsters Nachwuchsteams

Münster

Seit guten zwei Wochen sind Preußen Münsters U17 und U19 wieder im Training. Die ersten Testspiele hat der Nachwuchs erfolgreich absolviert. Auch wenn personell nicht alles reibungslos läuft an der Hammer Straße - die Vorfreude auf den Start in die Bundesliga ist groß.

Von Camillo von Ketteler

U-19-Coach Tobias Harink erlebt eine durchwachsene Vorbereitung. Foto: Wilfried Hiegemann

Blickt man nur auf die Testspielergebnisse, dann scheint die Wintervorbereitung bei Preußen Münsters Nachwuchsteams ziemlich gut anzulaufen. Zwei Erfolge sammelten die A-Junioren gegen die altersgleichen Teams der Sportfreunde Siegen (3:2) und des SC Verl (5:3). Die U 17 der Adlerträger ließ einem 2:1-Erfolg gegen Arminia Bielefeld immerhin noch ein 1:1-Remis gegen die einen Jahrgang ältere Truppe von Eintracht Rheine folgen. Starke Zahlen – doch nicht alles läuft glatt.

Durchwachsene Vorbereitung für die U19

„Eine Vorbereitung mit Höhen und Tiefen“, nennt Coach Tobias Harink die vergangenen beiden Wochen. Quarantäne- und coronabedingt habe seine Truppe einige Ausfälle verschmerzen müssen. Das Wegfallen der beiden Verteidiger Levent Öztürk und Pierre de Faria Alves Pinto (Leisten-Verletzungen) verkleinerte den Kader noch zusätzlich. Zudem musste die für das dritte Testspiel am vergangenen Sonntag auserkorene U 19 von Arminia Bielefeld kurzfristig coronabedingt absagen. „Wir nehmen das so an, wie es ist“, sagt Harink nüchtern, „so ist es halt aktuell“.

Und es gibt ja auch nicht nur negative Nachrichten beim SCP-Nachwuchs. „Inzwischen sind wieder 18, 19 Spieler dabei. Die Jungs arbeiten super und auch unsere Testspiele waren gut“, sagt Harink über die beiden Erfolge gegen die Sportfreunde Siegen und den SC Verl. Bei Letzterem waren mit Paul Wiemer und Sören Becker auch zwei zuletzt verletzte Spieler wieder dabei, auch Jonathan Wensing steht nach seinem Sehnenanriss im Oberschenkel in den Startlöchern. „Bei Jonathan sind wir sehr vorsichtig gewesen, weil die Verletzung so sensibel war“, erklärt Harink. Zweieinhalb Monate Pause liegen hinter dem Top-Talent, das auch schon Erfahrungen beim DFB sammelte. Beim Test gegen den 1. FC Gievenbeck soll er am Mittwoch (19.45 Uhr) seine ersten Minuten sammeln, ehe die U 19 von Werder Bremen am Samstag (12.30 Uhr) zum letzten Test ruft.

Vorfreude auf die Bundesliga ist riesig

Gegen den Tabellenfünften Schalke 04 startet der SCP am 6. Februar wieder in die Bundesliga. „Wir werden da über uns hinauswachsen müssen, um zu punkten“, sagt Harink. Den starken dritten Platz wolle man auf jeden Fall verteidigen. „Die Vorfreude ist riesig“, sagt er.

Diese Vorfreude teilt er mit SCP-Trainer-Kollege Moritz Glasbrenner, der sich bis zum Start in die Liga allerdings noch eine Woche länger gedulden muss. Am 13. Februar empfängt seine U 17 das Tabellenschlusslicht SV Lippstadt 08. „Ein super Einstieg für uns“, meint Glasbrenner, „wir wollen auf jeden Fall mit einem Dreier ins Bundesligajahr starten“.

Zuvor aber stehen für die B-Junioren noch Testspiele gegen den VfL Wolfsburg (29.1.), den VfL Bochum (2.2.) und den SV Rödinghausen (6.2.) an. Besonders auf den Bundesliga-Nachwuchs der Wölfe freut sich der Adlerträger-Coach. „Das wird ein super Test auf ganz hohem Niveau werden. Wir freuen uns sehr, dass Wolfsburg zu uns nach Münster kommt“, sagt Glasbrenner.

Hohe Motivation und Intensität

Er sei ohnehin ziemlich zufrieden mit der Wintervorbereitung, sagt Glasbrenner. Klar, die Coronasituation stelle eine Herausforderung da und habe immer wieder kleine Ausfälle mit sich gebracht. An einer gezwungenermaßen eher kleineren Trainingsgruppe kam auch die U 17 in den letzten Wochen nicht vorbei. „Wir wollen da aber gar nicht meckern“, sagt Glasbrenner, „wir sind froh, dass wir unter den aktuellen Voraussetzungen Fußball spielen dürfen. Die Jungs sind hochmotiviert und haben eine super Intensität beim Training und in den Testspielen.“ Besonders das 1:1 gegen die A-Junioren aus Rheine hebt er hervor, taktisch habe man gegen den Westfalenligisten mal etwas Neues probiert. Dreierkette in der Spieleröffnung, Viererkette gegen den Ball. „Das Ergebnis war da eher zweitrangig, wir haben allen Spielern Spielzeit gegeben“, sagt Glasbrenner.

Moritz Orschel (links.) hat Preußens U17 verlassen. Foto: Wilfried Hiegemann

Boldin fügt sich gut ein

So auch Neuzugang Felix Boldin, der bis zum Sommer beim MSV Duisburg unter Vertrag stand und bereits vor Saisonstart zur Probe bei den Preußen mittrainiert hatte. „Damals haben wir ihm abgesagt, da wir personell ziemlich gut aufgestellt waren“, sagt Glasbrenner. Boldin aber hielt sich fit und bekommt nach den Abgängen von Oualid Atriki (Ziel unbekannt) und Moritz Orschel (zurück zu Westfalia Kinderhaus) nun seine Chance beim SCP. „Wir wollten uns jetzt doch noch mal breiter aufstellen“, erklärt Glasbrenner. Total wissbegierig sei der junge Mittelfeldspieler, der sich schnell einzufinden versuche. „Felix ist total mutig und hat es in den Testspielen gut gemacht. Natürlich sieht man, dass er ein halbes Jahr nicht auf höchstem Niveau dabei war. Aber natürlich bekommt er bei uns die nötige Zeit, um sich einzufinden“, sagt sein Trainer.

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