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Fußball: Interview

Warum Ex-Preuße Truckenbrod mit 42 sein Kreisliga-Comeback feiert

Münster

Fast 550 Pflichtspiele als Profi hat Jens Truckenbrod hinter sich, am Donnerstag feierte er ein Comeback in der Kreisliga C. Warum und weshalb erklärt der Ex-Preuße – inzwischen 42 Jahre alt – im Interview.

Ex-Profi Jens Truckenbrod, hier im Jahr 2018 für Concordia Albachtens Erste, schnürte am Donnerstagabend wieder die Schuhe und lief als Joker in der Kreisliga C auf. Foto: Johannes Oetz

Donnerstagabend, Schauplatz Hohe Geist in Albachten. Rund 20 Minuten vor Abpfiff zieht Concordias Zweite im Kreisliga-C-Duell mit Wacker Mecklenbeck IV einen Top-Joker aus dem Ärmel: Jens Truckenbrod. Der 42-Jährige blickt auf fast 550 Pflichtspiele als Profi zurück, spielte für Preußen Münster 137-mal in Liga drei und für den FC Schaffhausen im Schweizer Oberhaus (93 Einsätze). Bis heute kribbelt es bei Truckenbrod in den Füßen – das Interview.

Wie kam’s zum Comeback? Und wie fühlte es sich an?

Truckenbrod: Fabian Fröhning ist ein guter Kumpel von mir und im Sommer von der Ersten in die Zweite gewechselt. Er will in der Kreisliga C noch ein bisschen zum Spaß kicken und hat mich gefragt, ob ich auch Bock habe. Ich habe früher zwar mal gesagt, dass in dieser Klasse eigentlich nicht spielen will, aber das habe ich bei der Kreisliga A auch schon behauptet (lacht). Und: Es hat richtig Spaß gemacht. In der Mannschaft sind einige dabei, mit denen ich 2019 in die Bezirksliga aufgestiegen bin.

Wie ist es um Ihren Fitnesszustand bestellt?

Truckenbrod: Ich habe bestimmt zwei Jahre nicht mehr im Wettkampf gegen den Ball getreten, sondern bin nur für die Alten Herren und in einem Benefizspiel in der Schweiz aufgelaufen. Aber ich gehe viel laufen, möchte im September einen Zehn-Kilometer-Lauf machen und danach vielleicht mal das Projekt Halbmarathon in Angriff nehmen. Vier Tage in der Woche mache ich Sport, neben dem Laufen auch noch funktionales Training. Ich brauche die Bewegung einfach.

Als Ausgleich zum Job?

Truckenbrod: Ganz genau. Ich bin bei ExKern (Unternehmen für Abbruchtechnik, Anm. d. Red.) im Personalbereich tätig, man nennt mich da den „Feelgood Manager“. Das ist hauptsächlich eine sitzende Tätigkeit – und der Gang durchs Büro reicht mir nicht.

Das Concordia-Comeback ist geglückt. Fabian Fröhning traf in der Nachspielzeit zum 3:2-Sieg. Macht das Lust auf mehr?

Truckenbrod: Egal ob Bundesliga oder Kreisliga C, der Fußball bringt Emotionen mit, die es sonst kaum wo gibt. Ich werde jetzt nicht wöchentlich spielen, aber sporadisch gerne – wenn es für den Trainer und die Mannschaft passt.

Der Nachwuchs ist auch bestens unterwegs. Ihr Sohn Damian spielt für Preußens U 17 in der B-Junioren-Bundesliga.

Truckenbrod: Ja, er hat richtig Bock darauf. Ich finde es geil, dass er auch kickt, und bin bei jedem Spiel dabei. Aber: Er soll seinen eigenen Weg gehen. Ich gebe ihm gerne Tipps, wenn er sie haben will, aber dränge ihm nichts auf. Das gilt auch für meinen jüngeren Sohn Rafael, der in der U 12 des 1. FC Gievenbeck spielt.

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