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Ex-Preuße Pohlschmidt blickt auf eine beeindruckende Karriere zurück

„Manni“ können alle duzen

Münster

Dieser Mann hat durch den Fußball die Welt gesehen. Australien, Neuseeland, Kanada, Chile, Hongkong, Uruguay – das sind nur einige Fleckchen Erde, die Ex-Profi Manfred Pohlschmidt in seiner Club-Karriere gesehen hat. Heute, mit 80 Jahren, blickt er auf eine außergewöhnliche Zeit zurück. Mit vielen Facetten. Im Revier verpassten sie ihm einst den Spitznamen „Lattenschmidt“, weil er so oft das Aluminium anvisierte. Lang, lang ist das her.

André Fischer

Immer auf Ballhöhe: Manfred Pohlschmidt hatte bei den Preußen, beim HSV und auf Schalke eine große Zeit. Heute schwelgt er gerne in Erinnerungen.   Foto: Archiv

Murphy flitzt durch die gute Stube. Der zweijährige Golden Retriever braucht Streicheleinheiten – und bekommt sie. Opa liebt den Vierbeiner seiner Enkelin Lena, die mit im Haus wohnt. Genau wie Sohn Ralph samt Familie. Drei Generationen unter einem Dach. Hier am Von-Velen-Weg ist immer was los. Recht so. Manfred Pohlschmidt, in seiner Straße und für viele Münsteraner schlicht und liebevoll der „Manni“, braucht nach dem Tod seiner Frau Charlotte vor vielen Jahren genau diese Art von Abwechslung. Das Foto seiner Liebsten hängt im Esszimmer. 46 Jahre sind beide verheiratet, gehen durch dick und dünn. Bis das Schicksal sie trennt. „Das vergisst du nicht“, sagt der 80-Jährige. Er senkt den Blick auf das alte Fotoalbum auf dem Tisch. Bilder zeigen ihn mit Jugendliebe Charlotte – und als Fußballer beim SC Preußen, dem HSV und Schalke 04. „Ich habe so viel Glück gehabt in meinem Leben“, gibt er zu. Und ­streichelt Murphy sanft über das Köpfchen.

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