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Fußball: Oberliga

Mit 19 Jahren im Team der Alten: So grün wie diese Saison war Preußen II nur selten

Münster

Kieran Schulze-Marmeling hat die Oberliga-Truppe des SC Preußen Münter von Sören Weinfurtner übernommen und steht vor einer schweren Saison. Wichtiger als der Klassenerhalt ist die Ausbildung der Talente, auch deshalb ist das Team blutjung - wie eine Kuriosität im Training zeigt.

Von Jonas Austermann

Nick Selutin, hier als U 19-Spieler gegen ein Schalker Trio gefordert, rückte im Sommer in Preußens Oberliga-Team. Mit 19 Jahren muss er im Training bei Team Alt ran. 
Foto: fotoideen.com

Das Wort „jung“ würde den Kader von Preußen Münster II nur unzureichend beschreiben. Viel besser taugt dazu folgende Trainingsbeobachtung: Wenn Coach Kieran Schulze-Marmeling „Jung gegen Alt“ spielen lässt, dann muss oder darf Nick Selutin bei „Alt“ ran. Der Offensivmann ist 19 Jahre und so gerade erst der A-Jugend entwachsen, hat aber eben im Januar Geburtstag. Das macht deutlich: Der Fokus bei Preußens Oberliga-Team liegt ganz klar auf der Ausbildung der Nachwuchskicker.

Eine neue Ära: Sören Weinfurtner hat die SCP-Reserve nach neun Jahren mit dem Höhepunkt Oberliga-Aufstieg (2019) abgegeben und bringt sich seit dem Frühjahr als Sportlicher Leiter der Nachwuchsabteilung bei den Adlerträgern ein. Schulze-Marmeling, zugleich Scout beim SCP, übernimmt das Traineramt bei der Zweiten. „Ich freue mich darauf, dass es endlich losgeht“, sagt der 32-Jährige mit Blick auf die Partie am Sonntag (15 Uhr) bei der TSG Sprockhövel. Er erklärt aber auch: „Die Oberliga wird ein Brett in diesem Jahr.“

Keeper aus Preußens Profikader ist gesetzt

Viel Talent, wenig Erfahrung: Acht Jungs rückten aus der U 19 des Clubs hoch, dazu kommen die externen Zugänge Kevin Schacht (Arminia Bielefeld U 19), Elias Kourouma (1. FC Gievenbeck U 19), Kerem Sengün (Westfalia Herne), Pascal Koopmann (Borussia Münster), Keeper Veith Walde (RW Ahlen) und Lukas Ayyildiz (pausierte). „Die Oberliga ist natürlich eine geile Liga, um die Jungs auszubilden“, sagt Schulze-Marmeling. Dabei sollen auch die wenigen erfahrenen Kicker helfen. Neben Koopmann (31) sind das Jan Klauke (27), Marius Mause (24) und auch Sven Rüschenschmidt (20). Klauke allerdings fällt mit einem hartnäckigen Muskelfaserriss noch rund vier Wochen aus.   Weil der Kader der Regionalliga-Profis noch nicht bis zum letzten Platz gefüllt ist, dürfte Torwart Steffen Westphal (vorerst) die einzige Unterstützung von oben bleiben.

Wo geht die Reise hin? Schulze-Marmeling hält es pragmatisch und sagt: „Wenn wir nächste Saison wieder in der Oberliga spielen, war es eine gute Saison.“ Preußens Prinzipien, wie gespielt werden soll, sind klar definiert, bleiben aber in der Taktikmappe verborgen. Nur so viel verrät der neue SCP-Trainer: „Je mehr wir den Ball haben, desto besser ist das für die Ausbildung der Jungs.“ Kurios ist der diesjährige Oberliga-Modus: Die 21 Teams spielen eine Hinrunde, anschließend gibt’s eine Aufstiegsrunde mit zehn Clubs und eine Abstiegsrunde mit elf Vereinen. Die Punkte aus der Hinrunde bleiben bestehen. Mindestens fünf Mannschaften steigen ab, im Extremfall sogar sieben. Preußens Motto bleibt davon unberührt, wie Schulze-Marmeling sagt: „Die Ausbildung geht vor.“

Der Kader des
SC Preußen
Münster II

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