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Fußball: Regionalliga West

Neue Erfahrung zum Heimabschied für Preußen-Youngster Frenkert

Münster

Auf Abschiedszeremonien verzichtete die sportliche Führung der Preußen. Trotzdem wusste natürlich jeder, dass das 3:1 gegen RW Oberhausen für Lukas Frenkert der letzte Auftritt vor heimischer Kulisse war. Den Linksverteidiger freute es besonders, dass er noch mal vor Zuschauern spielen durfte.

Von Thomas Rellmann

Jubel vor 500 Zuschauern: Das gefiel den Preußen am Mittwoch besonders gut – gab’s ja auch sieben Monate nicht. Foto: Jürgen Peperhowe

Kaum zu glauben, aber es gibt Jungprofis im Kader von Preußen Münster, die haben noch nie oder nur ganz vereinzelt vor einer so stattlichen Besucherzahl Fußball gespielt. Nicolai Remberg etwa war nur im Oktober beim 2:1 gegen Wiedenbrück vor 1997 Zuschauern dabei. Deniz Bindemann und Lukas Frenkert machten diese Erfahrung damals nicht – umso größer war die Freude bei der Teil-Rückkehr des Publikums (500 Gäste). Das 3:1 (2:1) gegen RW Oberhausen war so überzeugend, dass das Bild richtig rund wurde.

Schalke lockt

„Es hat richtig Spaß gemacht mit der Kulisse. Dass ich das noch mal mitnehmen durfte, war schön. Einen besseren Abschluss kann ich mir nicht vorstellen“, sagte Lukas Frenkert, der im Sommer zum FC Schalke 04 II weiterzieht und damit der einzige sichere Weggang war, der auch auf dem Rasen stand. Mit seinen weiten Einwürfen geriet er oft in den Blickpunkt. Vor allem aber das 2:0 gehörte ihm zur Hälfte, Remberg gab der Kugel nur den entscheidenden Stups. „Ich habe den Verein wirklich schätzengelernt, natürlich tut es jetzt etwas weh. Mein Wechsel hat eben andere Gründe“, so der lange Verteidiger, der Richtung Profibusiness schielt. „Unsere Pläne haben diesmal überragend geklappt. Das lag auch an den Platzverhältnissen, die das Spiel hinten raus erleichtert haben.“ Das ist in Münster selten zu hören.

Der treue Scherder und das Bauchkribbeln

Sein Trainer fand nach der Partie ebenfalls kein Haar in der Suppe. „Wir haben viel Leidenschaft gezeigt, viel Gegenpressing betrieben, oft den Ball geklaut – das hat einfach Spaß gemacht mit dieser Unterstützung“, sagte Coach Sascha Hildmann. „Wir hatten ja Chancen für wesentlich mehr Tore. Auch nach dem Gegentreffer haben wir uns nur einmal schütteln müssen. Und was mich freut – wir haben diesmal in Überzahl keinen kassiert.“ In der Hinrunde in Straelen oder vor zwei Wochen in Düsseldorf war das noch anders. Diesmal hielt die Abwehr nach der Roten Karte gegen Pierre Fassnacht (RWO). Dass die Saison bald zu Ende ist, kommt dem Pfälzer trotz des weiter guten Laufs entgegen. 51 Partien binnen nicht mal zehn Monate seien „eine wahnsinnige Belastung“.

Das eine große Ziel bleibt aber noch. Am Samstag warten in Verl die SF Lotte zum Westfalenpokal-Finale. „Wir werden regenerieren, uns pflegen, Freitag leicht trainieren, und dann wird alles rausgekloppt, was drin ist“, bläst Hildmann zur finalen Attacke. „Ansporn und Reiz sind riesig.“

Der Trainingsauftakt für die neue Saison ist am 4. Juli angesetzt. Testspiele sind aktuell in Planung.

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