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Fußball: Regionalliga West

Fünf „Kinder der Stadt“: Das neue Preußen-Präsidium und seine Pläne

Münster

Die allermeisten Personalentscheidungen sind gefallen. Der Aufsichtsrat von Preußen Münster hat das Präsidium nominiert und wird nun noch einen Beirat für die KGaA bilden und eventuell weitere Akteure kooptieren. Der neue Vorstand stellte seine Ideen vor.

Von Thomas Rellmann

Das Preußen-Präsidium mit Aufsichtsratschef Frank Westermann (2.v.l.): Christoph Mangelmans, Siggi Höing, Burkhard Brüx, Bernward Maasjost, Bernd Homann und Christian Pander (v.r.) Foto: Jürgen Peperhowe

Auf einen Aspekt waren alle Beteiligten besonders stolz. Von sechs Mitgliedern des neuen Präsidiums sind fünf „Kinder der Stadt“. Der frische Clubchef Bernward Maasjost, die beiden Zugänge Christoph Mangelmans (bisher im Aufsichtsrat) und Christian Pander, aber auch Burkhard Brüx und der „ewige“ Siggi Höing (seit 2006 dabei, nun in der siebten Amtsperiode) – sie alle sind in Münster geboren und aufgewachsen. Selbst der Sechste im Bunde, Bernd Homann, der in Bockum-Hövel zur Welt kam und in Walstedde groß wurde, sah sich schon früh zu den Preußen hingezogen.

Lokalkolorit ist das eine im künftigen SCP-Vorstand, Fachkenntnis und Leidenschaft bringt das Sextett zudem mit. Frank Westermann, als Vorsitzender des Aufsichtsrats noch am Sonntag wie sein Stellvertreter Jürgen Becker bestätigt, ließ zumindest keinen Zweifel daran, dass er stolz ist auf das Team. Für jeden Einzelnen fand er am Montagmorgen bei der offiziellen Vorstellung warme Worte. Mangelmans sagte: „Es ist toll, dass ich jetzt ein Gesicht des Vereins sein und meine Expertise einbringen darf.“

Pander: „Habe meine Wohnung in Münster behalten“

Dass Pander, der seit einiger Zeit als beratende Kraft mitwirkt, nun auch einen Posten bekleidet, wertet der SCP als Schritt nach vorn. „Ich habe hier vier Jahre gespielt, und das war der Wegbereiter für alles, was danach kam“, so der Ex-Nationalspieler. „Früher habe ich immer gesagt: Hier ist so viel Potenzial. Jetzt muss ich das beweisen. Preußen habe ich immer verfolgt, selbst als ich vier Jahre Profi in Hannover war, habe ich meine Wohnung in Münster behalten. Außerdem haben in der Zeit einige Freunde für den Verein gespielt.“

Der 39-Jährige baute den Ausschuss Sport mit Mangelmans und Jochen Terhaar auf, die Dreierrunde pflegt den regelmäßigen Austausch mit Geschäftsführer Peter Niemeyer. Gerade im Jugend-Bereich möchte Pander sein Knowhow zur Verfügung stellen. Da er seit vier Jahren eine gemeinnützige Fußballschule in Münster betreibt, ist ihm die Nachwuchs-Förderung alles ander als fremd. „Nach meiner Karriere musste ich mich erst mal orientieren, habe meine Selbstständigkeit vorangetrieben. Aber jetzt habe ich die Zeit gefunden, um bei Preußen einzusteigen.“

Rückt Schwencke in den Aufsichtsrat?

Maasjost steht dem Präsidium nun vor. Er und einige andere Funktionäre erwähnten am Montag immer wieder den aus dem Aufsichtsrat ausgeschiedenen Clemens Große Frie, der weiter beratend an Bord bleiben möchte und in den vergangenen Monaten so einige Dinge in die Wege leitete. „Er hat im Hintergrund viele Fäden gezogen und Personalentscheidungen vorangetrieben“, sagte Maasjost, der selbst nach kurzer Bedenkzeit zusagte.

Die meisten Pflöcke sind damit eingeschlagen. In Kürze soll sich auch der Beirat der KGaA, den die Mitglieder des Aufsichtsrats bilden, formieren. Ob das Kontrollgremium erweitert wird, ist noch offen. Terhaar wurde 2017 und 2020 kooptiert, mit Niemeyers Berufung zum Sport-Geschäftsführer ist aber das Vakuum in diesem Bereich ausgefüllt. Ein erneutes Nachrücken nicht zwingend erforderlich.

Kommentar von
Thomas Rellmann

Konkreter ist die Lage beim Tim Schwencke, der als Kandidat am Sonntag nur das siebtbeste Resultat erzielte und damit nicht in das Sextett einzog. „131 Ja-Stimmen sind in meinen Augen ein gutes Ergebnis“, sagte Westermann. „Es wäre mein Ziel, dass wir ihn in unser Team holen, denn er hat große Qualitäten.“

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