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Fußball: Regionalliga West

Preußen blamieren sich mit einem 2:2 bei Schlusslicht Homberg 

Homberg

Alexander Langlitz und Henok Teklab hießen die Torschützen beim SC Preußen im Gastspiel bei Schlusslicht VfB Homberg. Das reichte gerade noch zum 2:2, der Rückstand auf die ebenfalls nicht siegreichen Topteams aus Essen, Wuppertal und Oberhausen konnte nicht verkürzt werden, die Chance wurde verdaddelt.

Von Alexander Heflik

Reger Betrieb herrschte in dieser Szene vor dem Kasten von SCP-Keeper Maximilian Schulze Niehues. Foto: Jürgen Peperhowe

Das war eine Blamage für den SC Preußen Münster – sportlicher Respekt für den VfB Homberg hin oder her. Das 2:2 (2:1) beim Schlusslicht der Regionalliga West war mehr als nur eine „gefühlte Niederlage“, es war ein herber Rückschlag für den ambitionierten SCP. „Das war das erwartete Kackspiel, allerdings ohne einen glücklichen Ausgang“, befand Trainer Sascha Hildmann. Nicht nur das, denn zeitgleich ließen auch RW Essen (0:0 gegen SC Wiedenbrück), aber auch der Wuppertaler SV im direkten Aufeinandertreffen mit RW Oberhausen (1:1) Federn. Statt näher heranzurücken an die Topteams, patzte der SCP im ganz großen Stil. In Homberg nicht zu gewinnen, ist einfach nur eine ganz große Pleite. Der Punkt reicht nicht als Trostpflaster. So unterfüttert der SCP seine Titelambitionen mit nullkommanull Prozent.

Alexander Langlitz traf nach sechs Minuten auf Vorarbeit von Henok Teklab zum 1:0. Teklab erzielte zumindest noch den 2:2-Ausgleich nach gut einer Stunde, als Jan Dahlke vorbereitet hatte. Aber Babacar M’Bengue (40.) und Kingsley Helmut Marcinek (44.) brachten den Außenseiter vom Rhein zwischenzeitlich sogar in Siegnähe. „Wir müssen vor der Pause sogar das 3:1 machen, haben das wirklich gut verteidigt“, erklärte VfB-Trainer Sunay Acar nach der Partie. Und: „Auch am Ende hatten wir die bessere Chance zum Sieg. Ich bin aber auch so zufrieden.“

Debüt von Jano Ter-Horst

Sein Debüt beim SCP feierte in der Dreierkette auf der rechten Seite der erst 19-jährige Jano Ter-Horst. Marcel Hoffmeier war gesperrt, Simon Scherder fehlte verletzt. Auch Jannik Borgmann rückte deshalb in die Startformation. Thorben Deters war in der Offensive wieder von Beginn dabei. Mittelfeldspieler Luke Hemmerich musste kurzfristig passen. Hildmann vertraute einem 3-4-3 im PCC-Stadion.

Dabei startete alles wunschgemäß, als Henok Teklabs Flanke von Alexander Langlitz eingeköpft wurde. Münster führte nach sieben Minuten. Doch das war es dann auch schon an Offensivpower des SCP, ein Freistoß von Teklab und ein Dribbling von Thorben Deters, das war die Ausbeute vor der Pause. Die Gäste machten das Schlusslicht erst wieder stark. Homberg fand über Zweikämpfe zurück in Spiel, Stück für Stück ließen die Preußen nach. Das Mittelfeld kontrollierte nicht das Geschehen, und auch in der Abwehr fehlte die letzte Aufmerksamkeit. So staubten Babacar M’Bengue (40.) und der ebenfalls aufgerückte Kingsley Helmut Marcinek (44.) zwei Mal nach Eckbällen ab – kurz vor der Pause hatte Homberg praktisch aus dem Nichts die Partie gedreht. Das war eine ganz schwache Vorstellung der Preußen, nicht einer Spitzenelf würdig.  

Doch der SCP riss sich nach dem Wechsel mehr zusammen, Hildmann warf schon nach einer Stunde seine „offensiven Waffen“ ins Geschehen. Zwar ließen zunächst Chancen auf sich warten, aber Remberg und Klann in der Mittelfeldzentrale hatten das Geschehen besser im Griff. Und als es dann endlich mal etwas Platz gab und der eingewechselte Jan Dahlke zum Schuss kam, nutzte Teklab den Abpraller zum 2:2 aus. Münster war wieder mehr im Spiel, Homberg verteidigte fast nur noch, die Preußen hatten die Partie auf einem „Rübenacker“ wohl endlich angenommen. Mehr aber auch nicht. Und das nach einer Stunde Anlauf …

Für eine Spitzenmannschaft deutlich zu wenig

Der Rest war eine fast einseitige Sache, Münster hatte häufiger den Ball, kam aber nicht mehr in die Position für richtig gute Chancen. Homberg hätte dagegen in der Nachspielzeit fast das 3:2 markiert. War einer besser, einer schlechter? Die Preußen konnten sich nicht beklagen, das 2:2 ging am Ende voll in Ordnung. Für eine Spitzenmannschaft war das aber deutlich zu wenig. So kommt der SCP nicht wirklich von der Stelle. Am nächsten Freitag im Übrigen steht das nächste Auswärtsduell bei einem Kellerkind an, in Bonn, beim Bonner SC. Vielleicht hat das Team dann seine Antennen früher für den entsprechenden Modus ausgefahren.

Homberg: Gutkowski – Marcinek (78. Pfalz), Kogel, M’Bengue, Walker – Wellers, Oppermann Arcones, Adamski, Koenders (81. Hauser) – Palla, Jafari. – Trainer: Acar.

Münster: Schulze Niehues – Ter-Horst (56. Thiel), Ziegele, Borgmann – Schauerte, Remberg, Klann, Teklab – Langlitz (60. Bindemann), Wegkamp (60. Dahlke), Deters (79. Schacht). – Trainer: Hildmann.

Tore: 0:1 Langlitz (7., Flanke Teklab), 1:1 M’Bengue (40.), 2:1 Marcinek (44.), 2:2 Teklab (65., nach Schuss von Dahlke)

Zuschauer: 700

Schiedsrichter: Bramkamp (Hattingen)

Gelbe Karten: Adamski, Hauser / -  

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