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Fußball: Regionalliga West

Zuschauermagnet: Preußen begrüßte in dieser Saison 133 485 Menschen

Münster

Die Stimmung ist der Stadt ist den Preußen zugewandt, der Regionalliga-Höhenflug bescherte dem SCP in dieser Saison starke Zuschauerzahlen. Der SCP hat den zweitbesten Wert aller Regionalligisten - „unglaublich“ findet Geschäftsführer Bernhard Niewöhner.

Von Alexander Heflik

Wiederentdeckte Einheit: Thorben Deters (rechts) und einer der kleinsten Anhänger nach dem Spiel gegen Uerdingen. Foto: Jürgen Peperhowe

Offenbach oder Ingolstadt. Irgendwo dazwischen wird der SC Preußen Münster mit seiner Gesamtzuschauerzahl in der Saison 2021/22 im Vergleich landen. Offenbach mit seinen knapp 130 000 Einwohnern, die Kickers haben hier das Sagen, und Ingolstadt, gut 136 000 Einwohner, der FC stieg gerade in die 3. Liga ab.

Es ist ein bisschen so, als ob jeder Einwohner dieser mittelgroßen deutschen Stadt zumindest einmal eine Partie des SC Preußen gesehen hätte. Münster wird nach allen 19 Regionalliga-Partien (111 356), zwei DFB-Pokal-Begegnungen (17 740) sowie in vier Westfalenpokal-Matches (4389) 133 485 Menschen in der antiken Arena an der Hammer Straße begrüßt haben.

Die Grafik zeigt: Die Preußen empfingen in dieser Saison insgesamt über 130 000 Zuschauer. Foto: Manfred Krieg

„Das sind unglaubliche Zahlen“, findet Geschäftsführer Bernhard Niewöhner. Zwischen 4000 und 5000 Zuschauern beträgt das Stammpublikum in Regionalliga-Heimspielen. Das ist hinter RW Essen eigentlich der zweitbeste Wert bundesweit für Regionalligisten. Niewöhner sagt: „Wir sind erstaunt, dass nun solche Zahlen in der Regionalliga möglich sind. Wir wissen aber auch, dass auf den sportlichen Erfolg geachtet wird. Das kann sich schnell zurückentwickeln.“ Selbst bei einem Aufstieg.

Gegen den 1. FC Köln II zum dritten Mal ausverkauft

Gerade gegen Fortuna Köln und den KFC Uerdingen explodierten förmlich die Zahlen, und gegen den 1. FC Köln II wird das Stadion in Münster zum dritten Mal in dieser Saison ausverkauft sein. Schon gegen Hertha BSC (11 037) im DFB-Pokal war das so, und auch gegen Essen in der Hinrunde, als nur 7500 Besucher aufgrund der Corona-Regeln zugelassen waren. Es gab weitere Partien mit Beschränkungen, etwa gegen Wegberg-Beeck. 750 Besucher bedeuteten Grenzauslastung an diesem Tag, gegen Mönchengladbach II waren nur unwesentlich mehr als die 2873 Zuschauer erlaubt gewesen. Niewöhner: „Wir freuen uns über die Entwicklung, diesen Hype, aber nur der sportliche Erfolg ist dafür verantwortlich.“

Preußen wird in dieser Saison einen tiefen fünfstelligen Euro-Betrag an den Verband zahlen müssen. Hintergrund sind die mehrfach gezündeten Rauchtöpfe und der Einsatz von Pyrotechnik. Gegen Uerdingen wurde massiv gezündet, nachdem zuvor eine Block-fahne über den Block O gezogen worden war. Der Verein hatte diese nur genehmigt, weil aus diesem Bereich versprochen worden war, nicht zu „zündeln“. Zuvor hatte der Club noch eine Geldstrafe über 2400 Euro für Vorfälle in einer anderen Partie beim Verband halbiert und auf 1200 herunterhandeln können.

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