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Fußball: Regionalliga West

Trikot-Wünsche: Kommt das Schilder-Verbot auch im Preußenstadion?

Münster

Ajax Amsterdam hat die Notbremse gezogen: Der niederländische Rekordmeister verbietet ab sofort Plakate und Schilder mit Trikotwünschen. Wie steht Preußen Münster zu dem Thema? Wir haben nachgefragt.

Von Jonas Austermann

Diese beiden Bayern-Fans baten ihre Münchner Stars um ein Trikot - im Tausch gegen das jeweils andere Geschwister. Ajax Amsterdam hat solche Wünsche nun untersagt. Foto: Imago/Ulmer Pressebildagentur

Ajax Amsterdam hat einen Schlussstrich gezogen. Ab sofort verbietet der Fußball-Rekordmeister aus den Niederlanden in seinem Stadion Pappkartons, Laken oder Schilder, mit  denen Fans nach Spielertrikots bitten.

Die Begründung: Solche Anfragen an die Kicker hätten überhand genommen und seien „völlig aus dem Ruder gelaufen“, wie der Club dem Fanmagazin „Ajax Life“ mitteilte. Anfänglich hätten tatsächlich nur einige junge Fußballfans ihren Wünschen Ausdruck verliehen, mittlerweile aber sei die Anzahl der Trikot-Anfragen schlicht nicht mehr zu erfüllen. Ajax erklärte: „Das Ärgerliche ist, dass manche Erwachsene meinen, dass ihre Sprösslinge Recht auf alles Mögliche haben.“

Und, viel schlimmer: Es mischen sich mehr und mehr Erwachsene unter die Plakat-Bastler. Andernorts tauchten im Stadion erhaltene Trikots in Windeseile im Internet auf und sollten zu horrenden Summen versteigert werden. Mit seinem harten Durchgreifen wollen die Amsterdamer all das verhindern, gleichwohl bedauert es der Verein, die Kinder zu enttäuschen. Außerdem entstehe durch leicht entflammbare Materialien eine Sicherheitsrisiko, hieß es.

Nachdem das Beispiel Ajax Amsterdam die Runde gemacht hatte, ploppte bei Twitter die Frage auf, ob andere Clubs - gar Preußen Münster - nun nachziehen würden. Offenbar hatten auch Fans im Preußenstadion vereinzelt Anstoß an Trikotwünschen  genommen. Die Adlerträger teilten auf Anfrage unserer Zeitung mit: „Damit beschäftigen wir uns aktuell nicht.“

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