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Fußball: Regionalliga West

"Wertvoller Sieg": Preußen Münster setzt bei Fortuna Köln ein Zeichen

Köln

Preußen Münster hat am Samstag der Konkurrenz die Vorfahrt überlassen und ist am Sonntag auf die Überholspur gewechselt. Durch den 3:1-Erfolg bei Fortuna Köln haben die Preußen ihre Spitzenposition gefestigt und fünf Zähler Vorsprung.

Wer sieht so aus? Sieger natürlich. Die Preußen hatten nach dem 3:1 in Köln allen rund zur Freude. Foto: Jürgen Peperhowe

Dem Super-Samstag der Verfolger aus Aachen (3:1 über Rödinghausen) und Schalke (8:2 in Bocholt) – beide Teams feierten imposante Siege – beantwortete Ligaprimus Preußen Münster eindrucksvoll am Sonntag am Rhein. Das Team von Trainer Sascha Hildmann gewann im Südstadion bei Fortuna Köln mit 3:1 (1:0), weil sich der Regionalligist nach einem Auf und Ab am Ende für den Höhenflug entschied.

Der SCP hat die letzten drei Spiele gewonnen, fünf Zähler Vorsprung auf das zweitplatzierte Alemannia Aachen und auch noch das Nachholspiel bei Schalke 04 II auszutragen. Für den Moment gibt es keine Fragen. Jubelstürme sind dennoch verboten, wie Hildmann sagte: „Freude über den Sieg ja, mehr aber auch nicht.“ Am Samstag wartet mit dem Wuppertaler SV der nächste harte Brocken.

Hildmann: „Sehr, sehr wertvoller Sieg“

„Nach dem 1:1 hatte ich ein bisschen Angst, dass wir ein zweites Tor kassieren. Aber als wir das 2:1 geschossen hatten, war Köln der Stecker gezogen. Das war ein sehr, sehr wertvoller Sieg für uns“, bilanzierte Hildmann. Fortuna-Coach Markus von Ahlen sah im SCP „neidlos die effektivere Mannschaft“.

Der SCP war mehr oder weniger gleich voll auf der Höhe, auch weil Kölns Schlussmann André Weis es nicht war. Der versuchte eine Angriffssituation der Gäste per Befreiungsschlag zu klären, doch Dennis Grote war zur Stelle, köpfte in den Lauf von Gerrit Wegkamp – und der verwandelte direkt ins praktisch leergeräumte Fortuna-Tor (11.). Nach elf Minuten hatte der Spitzenreiter sich eine glänzende Ausgangslage geschaffen. Mit dem Rückstand war Köln gezwungen, möglichst offensiv zu agieren – auch darauf hatte Hildmann spekuliert.

Und diesen Gefallen taten die Fortunen dem Ligaprimus sofort. Lars Lokotsch (21., 23.) und Arnold Budimbo (30.) hätten die kurze Sturm- und Drangphase zum Ausgleich veredeln können. Nur Münster reagierte dann auch, bekam die Partie wieder voll in den Griff und war dem 2:0 näher als die Hausherren dem Ausgleich. Erneut Wegkamp (31. und 40.), Andrew Wooten (38.) und Yassine Bouchama (41.) brachten den SCP weit nach vorne, aber das Spielgerät nicht ins Tor. Köln gegen Münster war ein temporeiches und in der Tat gut anzusehendes Top-Spiel der Regionalliga. Fortuna gingen rätselnd in die Kabine – mit einem verdienten 0:1.

Dominanz der Preußen ging verloren

Und dann? Der SCP schlich sich förmlich aus dem Spiel, die Zweikampfquote ging in den Keller, die Angriffe wurden fahriger ausgespielt. Die Dominanz der Preußen war fast futsch. Sinnbild dafür war der Ausgleich durch Dustin Willms, der eine Flanke von Adrian Stanilewicz nach gut einer Stunde zum 1:1 verarbeitete (62.). Münster hatte keinen Zugriff mehr, sich vielleicht auch zu sicher gefühlt. Hildmann: „Vielleicht war es auch nur Vorsicht vor dem Ausgleich.“

Zwei Ex-Preußen im Einsatz

Für ein paar Momente nach dem Ausgleich schien seine Mannschaft endgültig die Kontrolle zu verlieren, vielleicht auch die Punkte, Angst frisst die Kicker-Seele auf. Manchmal, aber nicht immer. Köln kämpfte, aber der SCP nun auch wieder. Über gewonnene Zweikämpfe meldeten sich die Gäste zurück.

Kleines Comeback

Henok Teklab leitete das „kleine Comeback“ seiner Mitspieler ein, Gerrit Wegkamp flankte von rechts maßgeschneidert und Andrew Wooten köpfte mit Wucht den Ball ins Tor, Weis war noch dran, aber die Kugel schlug ein. Eine Partie mit Wendungen, nun schlug das Pendel wieder auf die Preußen-Seite. Nach 78 Minuten hatten sich die Gäste erholt, ehe in der Nachspielzeit Thorben Deters das 3:1 markierte. Alles gut, alles Spitze für den Augenblick.

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