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Fußball: Regionalliga West

Gespräche mit Preußen-Trainer Hildmann laufen an

Münster

Auch wenn der letzte Akt vor Weihnachten kein schöner war für Preußen Münster und Sascha Hildmann, blicken Coach und Verein auf eine gelungene Halbserie. In den nächsten Wochen sollen auch die Gespräche mit dem Trainer intensiviert werden. Sein Vertrag läuft im Sommer aus.

Von Thomas Rellmann

Sascha Hildmann war nicht glücklich über den Ausgang der Partie am Samstag – bald geht es um seine eigene Zukunft. Foto: Jürgen Peperhowe

So richtig happy war Sascha Hildmann auch am Montagmorgen noch nicht. Klar, die Aussicht auf ein paar ruhige Tage in der Pfalz bei der Familie war keine schlechte für den Trainer. Aber der verschenkte Sieg gegen Borussia Mönchengladbach II (1:1) zum Finale des Kalenderjahres hatte Spuren hinterlassen.

„Ich bin immer noch sauer wegen unserer Dummheit“, sagte er. Wissend, dass der letzte Eindruck oft haften bleibt. Preußen Münster hat sehr gute zwölf Monate hinter sich, eine im Grunde gelungene Hinserie hingelegt, darf vom Aufstieg träumen – und war doch ein Verlierer des Wochenendes, weil sich zumindest RW Essen, der Wuppertaler SV und Fortuna Köln trotz gleichsam heikler Aufgaben keine Blöße gaben.

Sascha Hildmann

Die entscheidende Szene, die Michel Lieber den späten Fohlen-Ausgleich ermöglichte, besaß weiter Konfliktpotenzial. Marius Mause hatte bei seiner Einwechslung die Stutzen nicht vernünftig getapt und fehlte bei der Ecke zum Tor. „Natürlich ist das sehr pingelig von den Schiedsrichtern. Aber wir wissen doch, dass sie darauf warten“, so Hildmann, der Gerrit Wegkamp wegen eines gebrochenen Zehs vom Platz holte. Die Verletzung hatte sich der Stürmer bereits in Aachen zugezogen. Nun bekam er erneut einen Schlag auf die Stelle. 

Für versöhnliche oder besinnliche Töne war der Moment nicht gekommen. Mause dürfte keine große Perspektive mehr haben. In der Rückrunde möchten die Preußen ohnehin seltener auf Akteure aus der U 23 oder der A-Jugend zurückgreifen. Mit Manfred Kwadwo und Jules Schwadorf ist nach langer Zwangspause beim Trainingsauftakt am 3. Januar wieder zu rechnen. Außerdem besteht ja weiter die Hoffnung auf Neuzugänge – auch wenn sich der gewünschte Transfer von RWE-Kapitän Dennis Grote fürs Erste zerschlagen hat. „Wenn es passt, machen wir was. Es muss aber absolut stimmig sein.“ Sportchef Peter Niemeyer wollte über das Thema nicht mehr sprechen.

Keine Aufstiegsoption für Hildmann

Bewegung dürfte im neuen Jahr in die Trainerfrage kommen. Hildmanns Vertrag endet am 30. Juni, eine Aufstiegsoption oder Ähnliches gibt es nicht. „Ich stehe für Kontinuität, weil ich glaube, dass sie erfolgversprechend ist“, sagt Niemeyer. Ein erstes kurzes Gespräch mit dem Coach habe schon stattgefunden, im Januar geht es weiter. „Sascha war ja vor mir da“, so der 38-Jährige. „Nun müssen wir unsere Vorstellungen übereinander legen und den gemeinsamen Weg noch weiter festigen.“ Der Coach selbst sieht in dem Zeitplan „einen ganz normalen Vorgang“ und erwartet „keinerlei Unruhe“. Wie wohl er sich in Münster fühlt, hat er oft angemerkt. „Ich habe auch klare Vorstellungen. Wir haben uns jetzt verständigt. Mal sehen, was der Verein sagt.“ Klingt ergebnisoffen, aber die Tendenz weist natürlich schon in Richtung Verlängerung.

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