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Fußball: Regionalliga West

Schalke-Abbruch „schon vergessen“ – Alle Preußen-Augen auf Kaan-Marienborn

Münster

Praktisch kein Anhänger vom 1. FC Kaan-Marienborn findet am Samstag den Weg ins Preußenstadion, der Gäste-Block bleibt verwaist. Preußen Münster hat kaum noch Verletzungssorgen vor dem Anpfiff, auch Torjäger Andrew Wooten hat sich zurückgemeldet.

Von Alexander Heflik

Voller Einsatz ist auch gegen Aufsteiger Kaan-Marienborn gefragt wie hier bei Nicolai Remberg (rechts), der über Aachens Marcel Damaschek fällt. Foto: Jürgen Peperhowe

Für diejenigen, die es nicht wissen: Kaan-Marienborn ist ein Stadteil von Siegen, Mitte der 60er Jahre unter größtem Widerstand der rund 3500 Einwohner eingemeindet. Mittlerweile hat die Vereinsfusion, die 2007 als 1. FC Kaan-Marienborn gegründet wurde, SF Siegen sportlich als Nummer eins in der Stadt abgelöst.

Das wäre ungefähr so, als würde GW Gelmer den SC Preußen Münster überholen, weil bessere Jugendarbeit, bessere Sponsoren, besseres Konzept, und so weiter, und so weiter. Tradition gibt es da nicht mehr, SF Siegen war mal Zweitligist, heute ist der Club Tabellenletzter der Oberliga Westfalen – Kaan-Marienborn grüßt von Rang drei der Regionalliga West.

Fußball ist eine verrückte Welt. Also, Siegens Nummer eins gibt am Samstag um 14 Uhr im Preußenstadion seine Visitenkarte ab. Münster hat für das Spitzenspiel, und dieses ist ein solches, bereits 4800 Karten abgesetzt. Die Zuschauerzahl sollte mit einer Sechs dann auch beginnen. Standesgemäß, nur Alemannia Aachen dürfte am Sonntag im Heimspiel gegen Borussia Mönchengladbach II noch mehr Besucher vermelden. Ein schöner Zweikampf.

Hildmann: „Schwierige Aufgabe“

„Das ist ein sehr erfahrenes Team, das wird eine schwierige Aufgabe“, mutmaßt Preußen-Trainer Sascha Hildmann. Und: „Wir haben eine gute Trainingswoche hinter uns, wollen ein echt gutes Spiel abliefern, uns mit einem Sieg belohnen.“

Dabei gilt es für die Adlerträger, eine ungewöhnliche Woche vergessen zu machen. Erst das 2:4 gegen Aachen nach 22 Partien ohne eine Meisterschafts-Niederlage, dann unter diffusen Umständen das Aus im Westfalenpokal in Erkenschwick, ehe der Spielabbruch wegen Gewittergefahr in Schalke für ein Novum sorgte. Hildmann ist überzeugt: „Das haben wir schon vergessen.“

Schalke-Spiel noch nicht terminiert

Wann die Partie gegen Schalke nachgeholt wird, hängt auch von der ZIS (Zentrale Informationsstelle Sporteinsätze). Ein erster Termin wurde nach ZIS-Veto verworfen, nun sprechen die Clubs erneut. Spätester Termin dürfte der 17. Dezember sein, der vom Verband anberaumte letzte Nachholspieltag des Jahres. Da zudem die Polizeikräfte allein durch den G7-Gipfel in Münster Anfang November maximal gefordert sein werden, gibt es gar nicht mal so viel Spielraum für Verschiebungen. Denn der Preußen-Anhang rückt einerseits in großer Zahl zu Gastspielen an und gilt andererseits genau dann in Teilen als nicht gerade als pflegeleicht.

Dildar Atmaca im Kader

Am Samstag wird aber zunächst gegen Kaan-Marienborn gespielt, der Gäste-Block bleibt mangels Nachfrage komplett geschlossen. Die Preußen werden unter sich sein. Andrew Wooten wird nach überstandener Wadenverletzung wieder zum Aufgebot gehören, Neuzugang Dildar Atmaca erstmals im Spieltags-Kader nominiert sein. Große Veränderungen zur Startformation vom 27-minütigen Schalke-Spiel sind nicht zu erwarten.

Münster: Schulze Niehues - Langlitz, Scherder, Hahn, Lorenz - Grote - Remberg, Bouchama – Oubeyapwa, Deters, Teklab.

Gegner-Check: 1. FC Kaan-Marienborn

Liveticker mit Aufstellung ab 13.30 Uhr unter www.wn.de/scp

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