1. www.wn.de
  2. >
  3. Sport
  4. >
  5. Preussen-muenster
  6. >
  7. Preußen fehlte die allerletzte Highend-Qualität

  8. >

Fußball: Kommentar

Preußen fehlte die allerletzte Highend-Qualität

Münster

Preußen Münster hat beide Saisonziele verpasst. Knapp zwar, denkbar knapp zwar, aber verpasst. Sportchef Peter Niemeyer steht nun vor einer schwierigen Aufgabe, das Aufgebot zu überarbeiten, elf Verträge laufen aus. Teklab und Remberg sind zudem, trotz gültiger Verträge, heiße Transferaktien für höherklassige Clubs.

Von Alexander Heflik

Preußens Sportchef Peter Niemeyer (r.) und RödinghausensTrainer Carsten Rump (l.) trösten Henok Teklab, der im Elfmeterschießen vergab. Foto: Jürgen Peperhowe

Wenn Wasser in den Wein geschüttet wird, dann ist es halt nicht mehr purer Genuss. Kann schmecken, ist aber halt eher eine leckere Schorle. So ist es auch beim SC Preußen Münster. Die Saison war besonders, die Spielzeit hat Spaß gemacht, aber die Vizemeisterschaft und das Verpassen des DFB-Pokals verwässern die positive Bilanz schon.

Wobei das nichts mit Schlechtreden zu tun hat. Aber durch die Finalniederlage gegen Rödinghausen verliert der SCP zunächst einmal finanziellen Spielraum. Es ist wie ein Film, in dem jeder das Happy End erwartet, dann aber das Glück woanders zu finden ist. Zum Beispiel in Essen oder in Rödinghausen. Ob das fair ist, gerecht? Na ja, das ist Sport, das ist Spitzensport. Kleinigkeiten entscheiden über Triumph und Titel oder die Rolle des herausragenden Herausforderers. Preußen Münster hat die zweitgenannte Rolle perfekt besetzt. Die Lernkurve zeigt weiter nach oben.

An Preußen führt 2022/23 kein Weg vorbei

Wo der Schuh sportlich nun drückt? Die allerletzte Highend-Qualität fehlte dann eben, an solchen Niederlagen, an solchen Saisonfinals können Mannschaften wachsen. Aber auch dafür gibt es keine Gewähr.

Sportchef Peter Niemeyer hat eine Reihe von Personalentscheidungen zu treffen, das wird nicht einfach. Die Hälfte der Verträge läuft aus, einige Akteure wie Nicolai Remberg oder Henok Teklab haben ihre Fähigkeiten mehr als nur angedeutet. Damit stehen sie im Fokus anderes Clubs, höherklassiger Clubs. Das Budget hätte im Übrigen die Finanzspritze DFB-Pokal bestens vertragen.

Alexander Heflik kommentiert das bittere Saisonfinale von Preußen Münster. Foto: AleGunnar A. Pier

Aber: Der SCP hat das Feld bestellt. So oder so. An Preußen Münster dürfte in der neuen Saison kein Weg vorbeiführen. Sommerpause schön und gut, Wundenlecken ist auch okay, ein paar Tränen können auch noch verdrückt werden. In gut 60 Tagen beginnt die neue Saison in der Regionalliga. Der SCP-Anhang und auch ein bisschen Münster hat wieder Spaß an diesem Club gefunden. Hört sich nach einer Mission, einer Aufgabe an.

Startseite
ANZEIGE