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Fußball: Regionalliga West

Preußen helfen jetzt nur noch Siege - Freitag gegen Fortuna

Münster

Auf den ersten Blick mutet die Bilanz des SC Preußen aus der englischen Woche mit sieben von neun gewonnenen Punkt gut an. Im Kampf um den Aufstieg ist das 1:1 gegen den Wuppertaler SV aber ein Rückschritt – RW Essen bleibt Titelanwärter Nummer eins in der Regionalliga West. Münster und der nächste Gegner am Freitag im Heimspiel, Fortuna Köln, sind weiterhin die Jäger.

Von Alexander Heflik

Eine Rudelbildung um Deniz Bindemann (2. v. li.) und Noah Salau (Nr. 21) rüttelte Preußen Münster in Wuppertal wach. Foto: Jürgen Peperhowe

Eiskalt und Hoffnung – das waren die beiden Wörter, die fast schon inflationär nach dem 1:1 des SC Preußen Münster beim Wuppertaler SV benutzt. Eiskalt erwischt wurde der Regionalligist von dem 0:1-Rückstand nach 59 Sekunden durch Roman Prokoph vor 3076 Zuschauern. Hoffnung gab zumindest das 1:1 durch Marcel Hoffmeier in der fünften Minute der Nachspielzeit. Hoffnung, dass das noch was wird mit dem Aufstieg in die 3. Liga.

Euphorisch wäre es geworden, wenn Jan Dahlke wenige Meter vor dem Wuppertaler Tor aus halbrechter Position tatsächlich getroffen hätte, in der langen Nachspielzeit war das zum Greifen nah. Aber es unterstrich auch, dass der SCP eine kämpferisch starke Mannschaft hat, die bis zum letzten Moment alles versucht, der aber auch der effektive Punch einer Top-Elf abgeht.

Fortuna Köln in Minikrise

Wie zum Beispiel RW Essen, das in den Schlussminuten schon eine Reihe von Siegen erzielt hat. Die Essener waren die stillen Gewinner der englischen Woche, obwohl am Freitag vor dem Sportgericht des Westdeutschen Fußball-Verbandes das abgebrochene Spitzenspiel mit 2:0 Toren und drei Punkten für die Preußen gewertet worden war.

Denn der SCP veredelte in Wuppertal die Ausgangslage nicht, zwei Punkte beträgt der Vorsprung nun für RWE, das noch drei Spiele nachholen wird. Der seit August in der Meisterschaft ungeschlagene Tabellenzweite dürfte das 1:1 von Wuppertal grinsend verfolgt haben, Münster setzte sich nicht weiter ab, und der Gastgeber kam nicht weiter heran. Zudem patzte Fortuna Köln in der englischen Woche im großen Stil mit nur zwei von neun möglichen Punkten gegen Laufkundschaft wie Fortuna Düsseldorf II, den Bonner SC und den VfB Homberg.

SCP erwartet Freitag einen Verfolger

Wenn am kommenden Freitag der SC Preußen als aktueller Tabellenführer einer durch und durch schiefen Tabelle den Rangdritten Fortuna Köln erwartet, dann hilft beiden Teams im Aufstiegskampf nur ein Sieg weiter. Kommt es zum Remis, würde das Essener Grinsen zu einem Lachanfall mutieren.

Zehn Punktpartien hat der SCP noch vor der Brust, eigentlich darf sich das Team von Trainer Sascha Hildmann nach wie vor keine Ausrutscher mehr erlauben. Es ist und bleibt eine Herkulesaufgabe, ein Erfolg über die Fortuna würde zumindest den Druck auf RWE erhöhen, schließlich gastiert der Titelaspirant keine 24 Stunden später bei Verfolger RW Oberhausen. Die Psycho-Spielchen sind in vollem Gange.

Rabatz durch Ghindovean und Bindemann

Ja, da ist sie, die viel besagte Hoffnung, dass der Punkt aus Wuppertal am Saisonende doch noch eine Menge wert sein könnte. Aber attestiert wurde dem SCP in Wuppertal eine verdaddelte Anfangsphase, eine gute, aber wenig effektive Rest-Halbzeit vor der Pause und nach Wiederanpfiff ganz schwache 35 Minuten.

Erst eine Rudelbildung mit den eingewechselten Darius Ghindovean und Deniz Bindemann läutete die dann griffige Schlussoffensive ein. Alle sprachen danach, zumindest auf Seiten der Preußen, von der großen Moral und Mentalität. Doch es bedurfte des Aufbegehrens eines gerade 20-Jährigen (Ghindovean) und der Halbstarken-Attitüde eines 19 Jahre alten Stürmers (Bindemann), um den SCP noch einmal wachzuküssen.

Potenzial im Zweikampfverhalten

Hildmann verteidigte sein Team, die Einstellung und Herangehensweise. Aber er legte den Finger auch in die Wunde, als er von Wuppertalern sprach, die dem SCP in Zweikämpfen etwas voraus hatten. Damit ist dann wohl klar, wo die Preußen in den nächsten Stunden, Tagen und Wochen nacharbeiten müssen.

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