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Fußball: Regionalliga West

Preußen nur noch live bei Sporttotal – Spiele kosten bis zu zehn Euro

Münster

Mit Sporttotal TV überträgt in der kommenden Saison nur noch ein Anbieter alle 306 Spiele der Fußball-Regionalliga. Beim sogenannten Pay-Per-View müssen Nutzer je Partie fünf Euro zahlen. Bei Topspielen werden dann auch zehn Euro fällig. Der SC Preußen rechnet mit einer „niedrigen fünfstelligen“ Einnahme über den gesamten Saisonverlauf.

Von Alexander Heflik

Nicht nur in der Halle, auch auf dem Feld ist Sportotal mit seinem Angebot in der Regionalliga unterwegs. Foto: Imago/Tom Bloch

Von den TV-Geldern, die der SC Preußen Münster in der 3. Liga kassierte, ist der Club in der Fußball-Regionalliga meilenweit entfernt. Aber zumindest mit einem „niedrigen fünfstelligen Betrag“ rechnet Albrecht Dörries, der Nachfolger von Bernd Niewöhner in der SCP-Geschäftsführung, in der neuen Saison. Grund ist, dass Sporttotal TV von seinem Lizenzrecht Gebrauch macht und alle 306 Partien übertragen wird. In der Vorsaison war Soccerwatch Partner des SCP bei der Übertragung der Heimspiele.

Nun also rückt Sporttotal in den Vordergrund, wobei das Unternehmen allerdings nicht bekannt gibt, mit welchen Erwartungen gestartet wird. Ja, die Zahlen sollen sich im Laufe der Saison verbessern, wie viele sogenannte Pay-Per-Views aber im Durchschnitt erwartet werden, lässt der Sender offen.

306 Spiele, Kosten von bis zu zehn Euro

Jedes Regionalliga-Spiel wird allerdings im Live­stream zu sehen sein. Sporttotal unterscheidet dabei. Die Standard-Variante, so der Sender, wird mit einer handgeführten Kamera übertragen. Kostenpunkt: fünf Euro. Bei Topspielen werden drei handgeführte Kameras eingesetzt, hierfür werden dann zehn Euro fällig. Einheitspreise für 306 Partien.

In der Vorsaison erreichte man in den besten Partien Zugriffe von über 2000 Nutzern, so Sporttotal TV. Nach Informationen unserer Zeitung soll zumindest ein Durchschnittswert von 500 je Spiel erreicht werden. Wobei dann die vermeintlichen Spitzen- oder Traditionsclubs wie Münster, Oberhausen, Wuppertal oder Aachen als Treiber dienen dürften.

Topvereine dienen als Treiber

Beim Blick auf die Zuschauerzahlen fällt auf, dass mit RW Ahlen der Verein mit dem achtbesten Zuschauerwert schon unter der 1000er-Marke lag. „Nur“ 751 Besucher sahen durchschnittlich die Heimspiele von RWA, die Zweitvertretungen aus Mönchengladbach, Schalke oder Köln fielen unter die 500er Marke. Schwer vorstellbar, dass zum Beispiel RWA viele eigene Fans vor den Schirm locken wird.

So gesehen dürfte Sporttotal vor allem auch auf die Gastspiele der Topvereine setzen, weil nicht jeder Fan aus Münster nach Straelen oder Kaan-Marienborn mitfährt. Die Preußen würden genau davon wiederum profitieren: Nutzer des Angebots geben bei der Spieltags-Anmeldung an, ob sie eher zum Heim- oder dem Gastverein gehören oder neutral sind. Am Ende wird zwischen Anbieter, Verband und Club abgerechnet.

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