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Fußball: Regionalliga West

Glosse: Wie die Stasi Preußen den Aufstieg beschert

Münster

Ist wirklich alles klar? Nach vier Spieltagen? Preußen Münster ist schon Meister? Designiert? Folgt man Carsten Rump, dem Trainer des Mitbewerbers SV Rödinghausen, dann sind Mächte am Werke, die genau das erreichen wollen.

Eine Glosse von Alexander Heflik

Wittert Unheil: Rödinghausens Trainer Carsten Rump (l.), der hier Preußens Henok Teklab (Mitte) nach dem Westfalenpokal-Finale tröstet. Foto: Jürgen Peperhowe

Carsten Rump, Trainer des SV Rödinghausen, war in Fahrt. Erst hatte der Fußball-Regionalligist gegen Schalke 04 II mit 2:0 relativ problemlos gewonnen. Dann legte Rump, der Ex-Profi aus Bielefeld, richtig los.

Er witterte eine Verschwörung, vermutlich zugunsten des SC Preußen Münster. Letztgenannter Verein spielte am Samstag nicht, weil Alemannia Aachen nicht am Tivoli antreten konnte, das Stadion war belegt, am 24. September wird die Partie nachgeholt. Und der SCP spielte auch nicht im DFB-Pokal in der 1. Hauptrunde, anders als Rödinghausen, das ja bekanntlich genau diesen SCP im Westfalenpokalfinale im Elfmeterschießen bezwungen hatte.

SCP der BFC Dynamo des Westens?

Aber Rump, 1981 in der damals noch existierenden DDR in Dessau geboren, witterte ein Komplott gegen seinen Club, eine Verschwörung im Sinne der Preußen. Warum? Weil Rödinghausen zwei englische Wochen in Folge zu bestreiten hat. Münster kommt nun auf eine.

Denn Rödinghausen musste nach dem 0:2 gegen Hoffenheim (7. August) drei Tage später gegen den SV Lippstadt in der Regionalliga ran (0:2). Dann war am Samstag die Partie gegen Schalke fällig, ehe am Mittwoch im Westfalenpokal der SV Lippstadt nun in Rödinghausen gastieren wird. Ach ja, die zweite englische Woche wird beim Spitzenreiter 1. FC Kaan-Marienborn (20. August) abgeschlossen. Wer hätte das so perfekt für Münster planen können?

Schon ein fettes Programm, ja, zumal der SCP Landesligist RW Hünsborn für Mittwoch zugelost wurde. Gutes Los.

Gallisches Dorf, gallische Kulisse

Nun also Rump, er sagte Sachen wie, dass das ja wie in der DDR sei, wo der Meister mit BFC Dynamo, dem Stasi-Klub von Erich Mielke, ja vorprogrammiert worden sei. Preußen Münster müsste dann wohl BFC Dynamo sein. Alle anderen spielen nur um Platz zwei. Auch das Westfalenpokalfinale sei ja irgendwie unter dubiosen Umständen nach Münster vergeben worden, Rödinghausen gewann zwar, aber offenbar passte das Rump auch nicht.

Und dass im Rödinghauser Umfeld sechs Punkte aus drei Meisterschaftsspielen kritisiert worden seien, wäre ja auch wohl ungerecht gegenüber seiner Mannschaft und ihm. Aber man fühle sich wie das kleine gallische Dorf. Dort wäre es wiederum schön, allen Widerständen trotzend, das sei auch geil. 654 Zuschauer waren im Übrigen am Samstag im Stadion in Rödinghausen, ob an dieser gallisch kleinen Kulisse auch irgendwer die Schuld trägt?

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