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Fußball: Regionalliga West

Hildmanns Punkteschnitt bei Preußen ist schon aufstiegstauglich

Münster

Die frühe Sieger fängt die Würmer, nein, die Punkte. So oder so ähnlich könnte das Motto lauten. Ausrutscher für Spitzenteams in der Regionalliga West sind praktisch verboten. Der SC Preußen Münster unter Trainer Sascha Hildmann macht das ganz richtig und hat nach drei Siegen zum Auftakt ein weiße Weste.

Von Alexander Heflik

Erfolgreicher Start: Trainer Sascha Hildmann sammelte mit Preußen Münster bisher neun von neun möglichen Punkten. Foto: Jürgen Peperhowe

Wenn es eine wichtige Erkenntnis aus der abgelaufenen Spielzeit in der Regionalliga West gab, dann wohl die, dass man vom ersten Spieltag an darauf achten muss, Chancen zu nutzen und nicht ein Fitzelchen an Punkten irgendwo in der Fußball-Diaspora liegenzulassen.

Als Preußen Münster Kassensturz machte, da hatte der Club zwar am grünen Tisch gegen RW Essen gewonnen und somit den Punktestand ausgeglichen – aber die Tordifferenz sprach für RWE. Vier Tore mehr hätte Münster erzielen müssen, viele, viele Chancen blieben im Saisonverlauf dabei auf der Strecke liegen – so gesehen weiß jeder beim SCP, was die Stunde geschlagen hat. Die Preußen müssen von der ersten Minute an Vollgas geben, leichtfertige Patzer sind auf einem Weg zur Meisterschaft so gesehen härteste Nackenschläge.

Rödinghausen und Lippstadt auf der Verfolgung

Aus dieser Warte betrachtet, macht es die Mannschaft von Trainer Sascha Hildmann nun gut. Denn außer Preußen sind nur noch der SV Rödinghausen und SV Lippstadt verlustpunktfrei in dieser Saison. Am Mittwoch treffen die Teams im Nachholspiel aufeinander, nur ein Sieger bleibt für den Augenblick im Rang der Preußen.

Nun ist die Regionalliga-Serie erst drei Spieltage alt, allerdings ist sie aufgrund der 18er-Liga auch nur 34 Runden lang. Was letztlich dazu führt, dass Ausrutscher gleich ins Mark treffen. Aber, auch das sagen die Cheftrainer landauf, landab gerne: Erst nach zehn Spieltagen zeichnet sich ein klares Bild ab. Hildmann erklärte zudem, dass es ihm wichtiger sei, zwei Spieltage vor Schluss auf Platz eins zu stehen. Er meint das nicht so, er schützt nur sein Team. Er sagt, die momentane Tabellenführung sei zwar schön, aber nicht aussagekräftig.

So wichtig ist ein guter Start

Hildmann startete gerade in seine vierte Saison bei den Preußen. Wobei er zunächst im Winter 2020 den Club auf einem Drittliga-Abstiegsrang von Sven Hübscher übernahm. Damals gelang zum Auftakt ein Erfolg in Jena, nach drei Spieltagen unter Hildmanns Regie hatte Münster vier Punkte geholt – am Ende stieg der SCP im ersten Corona-Sommer 2020 ab. Nach zehn Partien unter dem Pfälzer hatte das Team 17 von 30 Punkten gesammelt. Es reichte am Ende dennoch nicht.

Im September 2020, als Hildmanns erste komplette Saison anfing, war die Ausbeute nach drei Spieltagen nicht so schlecht mit sieben von neun Punkten. Gestartet war Münster mit einem Remis in Rödinghausen, nach Spieltag zehn war der SCP Vierter mit drei Zählern Rückstand auf RW Essen. Am Ende stieg Borussia Dortmund II dann aber auf.

In der Vorsaison begannen die Preußen die Saison mit drei Siegen (später folgte sogar ein vierter). Nach Begegnung Nummer zehn war der Club aber nur Fünfter, obwohl 18 von 30 Zählern geholt worden waren – Essen war vier Punkte als Spitzenreiter entfernt. Und stieg auf.

Wuppertal und Fortuna Köln schwächeln

Und nun? Drei Siege, 10:1 Tore, Platz eins lautet die erste Zwischenbilanz. Rödinghausen schickt sich an, erster Herausforderer zu sein, während ein Titelanwärter wie Wuppertal schon fünf Punkte liegenließ und Fortuna Köln nur einen Punkt von neun möglichen geholt hat. Hildmanns pure Regionalliga-Bilanz ist beeindruckend mit 52 Siegen bei nur 18 Remis und lediglich elf Niederlagen. Sein Punkteschnitt in dieser Klasse: aufstiegstaugliche 2,15 je Spiel.

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