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Fußball: Regionalliga West

Preußen noch ohne Punktverlust nur ein Überraschungsteam kann mithalten

Münster

Nur zwei Teams in der Regionalliga West haben noch keine Federn gelassen: Preußen Münster, wie fast schon erwartet, und der SV Lippstadt, ein Abstiegskandidat der Vorsaison. Weil Münster am Wochenende nicht in Aachen spielen wird, wechselt die Tabellenführung. Ein Kandidat dafür ist auch RW Ahlen mit Coach Andreas Zimmermann.

Hier noch für die Preußen gegen Alemannia Aachen im Einsatz, nun beim verlustpunktfreien SV Lippstadt die Nummer eins: Torwart Steffen Westphal hat sich nach dem Wechsel in der Regionalliga deutlich verbessert. Foto: Jürgen Peperhowe

Da waren es nur noch zwei Clubs, die nach dem 3. Spieltag in der Regionalliga West noch eine weiße Weste haben. Dass der SC Preußen Münster möglicherweise dazu gehören könnte, war von Anfang an schon irgendwie klar. Siege über Wattenscheid (4:1), Wiedenbrück (1:0) und Bocholt (5:0) waren auf eine gewisse Art und Weise einzukalkulieren, Münster ist Favorit Nummer eins auf den Titel. Der Vizemeister der Vorsaison hat sich dieser Rolle angenommen. Die andere noch ungeschlagene Mannschaft dagegen ist mit dem SV Lippstadt eine große Überraschung.

Ex-Preuße Westphal findet sein Glück

In der Vorsaison lange im Abstiegskampf verwickelt, hat das Team von Trainer Felix Bechtold gleich mal drei Siege eingefahren, und das nicht gegen unbedeutende Teams, das waren schon größere Namen der Regionalliga West. Erfolge über Fortuna Köln (1:0), bei Schalke 04 II (3:1) und nun vor allem der 2:0-Heimerfolg über SV Rödinghausen lassen aufhorchen. Im Tor ist dabei der Ex-Preuße Steffen Westphal erste Wahl, der 23-Jährige kam in Münster weder an Max Schulze Niehues noch an Marko Dedovic vorbei, bilanzierte zwei Saisoneinsätze 2021/22 – in Lippstadt sind es nun schon drei, er kassierte nur ein Gegentor. Für Westphal hat sich der Wechsel bereits gelohnt. Er bekam selbst von Kölns Trainer Markus von Ahlen beste Kritiken. Lippstadt ist auf einem Höhenflug. Münsters Herausforderer Rödinghausen dagegen erstmal gelandet.

Nur 780 Zuschauer in Lippstadt

Allerdings: Zum ersten Heimspiel gegen Rödinghausen, das aufgrund der Pokal-Verpflichtungen des SVR erst am Mittwoch ausgetragen wurde, kamen in die Liebelt-Arena in Lippstadt auch nur 780 Zuschauer. Münsters 5:0-Erfolg über Bocholt sahen dagegen 8099 Menschen. Insgesamt 17 374 Zuschauer verfolgten Spieltag drei, durchschnittlich also 1930 Besucher je Spiel – wobei der SCP die Zahlen in die Höhe treibt. Wie es im Übrigen auch von Alemannia Aachen zu erwarten sein dürfte. Sie sind die Zuschauermagneten der Liga.

Özkara jetzt Ahlens Kapitän

Die Preußen werden allerdings am Wochenende die Tabellenführung verlieren, die geplante Partie bei Alemannia Aachen wurde auf den 24. September verlegt. Mit Sicherheit wird entweder Lippstadt (9 Punkte) oder Aufsteiger Kaan-Marienborn (7 Punkte) am SCP vorbeiziehen können, die Teams treffen aufeinander. Auch RW Ahlen, 1. FC Düren und RW Oberhausen (alle je 7 Punkte) könnten den SCP überholen. Selbst Rödinghausen und Schalke (beide 6 Punkte) hätten bei entsprechend hohen Siegen die Chance dazu.

Neben Lippstadt ist auch RW Ahlen mit Coach Andreas Zimmermann eine der positiven Überraschungen in der Frühphase der Saison. Ahlen landete mit dem 8:0 über Wattenscheid den bislang höchsten Erfolg in dieser Saison, offenbar wächst das gerade etwas zusammen an der Werse. Die Ex-Preußen Jannik Borgmann (3 Einsätze) und Cihan Özkara sind dabei fester Bestandteil der Startelf. Der 31-jährige Özkara ist dabei mittlerweile Kapitän von RWA und erzielte bereits auch drei Tore.

Kein SCP-Test gegen Lohne

Der SCP wird dabei am Wochenende nur Zuschauer sein und trainieren. Jedenfalls am Samstag, am Sonntag ist trainingsfrei, ehe eine englische Woche „light“ ansteht mit dem Westfalenpokal-Auftakt bei Landesligist RW Hünsborn (Mittwoch, 19 Uhr) und dem Heimspiel gegen Borussia Mönchengladbach II am 20. August (Samstag). Ein Testspiel gegen Nord-Regionalliga BW Lohne kam nicht zustande. Lohne hat am Wochenende in der 19er Liga spielfrei. So bleibt für die Scouting-Abteilung und dem Trainerstab die freie Auswahl, Partien in der Regionalliga West zu beobachten. Münsters nächster Gegner aus Mönchengladbach spielt dabei am Sonntag gegen Fortuna Düsseldorf II.

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