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Fußball: Regionalliga

Hildmann fährt ohne Essen-Blues nach Straelen

Münster

Drei Spiele ohne Sieg, wobei die 2:3-Heimniederlage gegen RW Essen wirklich schmerzte. Aber Preußen Münster will sich im Auswärtsspiel der Regionalliga West am Samstag beim SV Straelen zurückmelden. Allerdings wird Neuzugang Robin Ziegele dann noch keine Rolle spielen, wie Trainer Sascha Hildmann sagt.

Von Alexander Heflik

Wieder gefordert: Nikolai Remberg (Mitte), hier im Zweikampf mit dem Essener Jose-Enrique Rios Alonso Foto: Jürgen Peperhowe

Lange hat Sascha Hildmann nicht gebraucht, um in den Modus zu wechseln, der für einen Spieltag in der Regionalliga West notwendig ist. Frust pur am Dienstag, Wundenlecken am Mittwoch, Donnerstag ging der Blick schon wieder nach vorn. Den üblichen „Münster-Blues“, der so manchen SCP-Fan nach dem 2:3 im West-Schlager gegen RW Essen befiel, wischte der 49 Jahre alte Fußballlehrer mit einem Handstreich weg. Solche Niederlagen würden bei dem einen oder anderen zur Untergangsstimmung führen. Das sei in Münster nicht anders als in Kaiserslautern oder sonst wo. Aber, und das stellte Hildmann keine 72 Stunden nach der Niederlage im Spitzenspiel der Liga fest: „Einen Tag vor dem Spiel ist man wieder heiß.“ Soll heißen, am Samstag beim SV Straelen (14 Uhr) wird seine Mannschaft bereit sein.

SCP genießt hohen Respekt

Dienstag also ist weit, weit weg. Nun geht es zur gehobenen Mittelklasse der Regionalliga nach Straelen. Der SV hatte einen Traumstart in die Saison mit drei Siegen, dabei fertigte das Team von Trainer Benedict Weeks Gastgeber RW Essen mal mit 4:1 ab. Für Hildmann ist das auch der Beleg, dass es keine leichten Aufgaben in der Regionalliga gibt. Aber er weiß genau, dass noch 31 Punktspiele anstehen. Sein SCP ist am vergangenen Dienstag vielleicht die Rolle des allerersten Aufstiegsanwärters losgeworden, Essen hat übernommen. Nur weiß auch Hildmann, dass alle anderen Clubs weiterhin die Preußen jagen werden. Es ist wieder etwas Besonderes, gegen Münster spielen zu dürfen. Das war in der Hinserie der vergangenen Saison, als die Adlerträger just aus der 3. Liga abgestiegen waren, nicht immer der Fall. Nun aber, nach dem Aufschwung des Jahres 2021, sagt Hildmann: „Wir haben einen guten Ruf, die Mannschaften haben Respekt vor uns, weil wir eben die Preußen sind.“ Er sieht das als Lob und Bestätigung an, nicht als Bürde oder Last.

Spielsystem anpassen

Das hängt wohl auch damit zusammen, weil der SCP sehr selbstbewusst versucht, sein Spielsystem durchzudrücken. Gegen Essen gelang das vor der Pause gegen einen fast zaghaften Gast perfekt. Später baute der SCP etwas ab. Der Grund: Keine Mannschaft kann über 90 Minuten das sogenannte hohe Verteidigen durchziehen. Der SCP versuchte es trotzdem, vielleicht fehlten deshalb in der Schlussphase gegen Essen die „letzten Körner“. Münster kassierte zwei der drei Gegentore aus Standards. Hildmann: „Wir müssen einen Mittelweg finden.“ Es geht um eine bessere Tempokontrolle.

Startchance für Bindemann?

In Straelen soll das im Idealfall zu sehen sein, auch wird der SCP-Coach „rotieren“. Möglicherweise spült das Deniz Bindemann in die Startelf, er traf beim 3:1-Heimsieg in Straelen in der Vorsaison erstmals in der Regionalliga. Ein gutes Omen also für ihn, den 18-Jährigen, der in 15 Einsätzen schon auf acht Treffer kam. Bindemann war zuletzt hinten dran, Straelen könnte für ihn ein Neustart sein. Fehlen werden Thorben Deters, Jannik Borgmann und Manfred Kwadwo (alle verletzt). Neuzugang Robin Ziegele steht noch nicht im Spieltagsaufgebot.

SCP: Schulze Niehues - Schauerte, Scherder, Hoffmeier, Thiel - Langlitz, Remberg, Daube, Farrona-Pulido - Bindemann, Wegkamp

Liveticker aus Straelen ab 13.30 Uhr unter www.wn.de/scp

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