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Fußball: Regionalliga West

Schreckgespenst: Diese Trainer wurden nach Preußen-Spiel gefeuert

Münster

Absicht ist es nicht, aber von der Hand weisen lässt sich die Beobachtung nach etwas mehr als der Hälfte der Regionalliga-Saison nicht. Dreimal schon mussten Trainer von Konkurrenten unmittelbar nach einer Niederlage gegen Spitzenreiter Preußen Münster gehen.

Von Thomas Rellmann

Andreas Zimmermann schimpfte Mitte November noch beim Spiel gegen den SCP – kurz darauf wurde er gefeuert. Foto: Jürgen Peperhowe

Sechs Trainerwechsel gab es in der Hinrunde in der Regionalliga West. Das Kuriose: Dreimal war Preußen Münster direkt beteiligt. Ein Trio musste im Anschluss an eine Niederlage gegen den Top-Favoriten den Stuhl räumen. Dabei betrachten viele die Begegnungen gegen den Spitzenreiter doch als eine Art Bonuspartie, in dem es nichts zu verlieren gibt. Offenbar steht aber doch etwas auf dem Spiel – nicht weniger als der Job des Coaches.

Schon in Runde drei ging es los. Jan Winking musste beim 1. FC Bocholt nach der dritten Niederlage den Hut nehmen. Das 0:5 an der Hammer Straße kam nach einer desolaten Vorstellung des Neulings zustande. Der junge Trainer, wenige Wochen zuvor noch umfangreich gefeiert, schwärmte am 5. August trotz der Schlappe noch von der Atmosphäre – drei Tage später war er seinen Posten los. Der Sportliche Leiter Marcus John sprang ein, kürzlich übernahm Sven Schuchardt.

Auch Aufstiegstrainer Brunetto erwischte es

Der zweite, den es erwischte, war Giuseppe Brunetto, der den 1. FC Düren noch in die Viertklassigkeit geführt hatte. Sein Team war von vielen Gästen im Preußenstadion, die sich verschanzten, schon das, das es am meisten übertrieb mit der Destruktivität. Beim 0:2 am 22. Oktober wurde das erst ganz spät bestraft. Fünf Tage danach die Trennung, sechs der sieben Partien zuvor waren verloren gegangen. Inzwischen ist der ehemalige Bundesliga-Trainer Boris Schommers am Werk.

Beurlaubt wurde auch Andreas Zimmermann bei RW Ahlen nach einer 0:3-Heimpleite gegen den SCP am 19. November. Danach fiel die Partie gegen den Wuppertaler SV aus. Der 52-Jährige bekam dann am 29. November seine Papiere. Drei Niederlagen am Stück und der dauerhafte Abstiegskampf waren zu viel.

Fast an einer vierten Entlassung beteiligt

Auch an einer vierten Entlassung wären die Münsteraner fast beteiligt gewesen. Doch der SV Straelen zog schon vor dem Vergleich mit den Adlern die Notbremse und warf Sunday Oliseh aufgrund von null Punkten aus den ersten fünf Anläufen raus. Das war am 21. August, am 27. gewannen die Preußen 2:0 gegen Interimscoach Kevin Wolze und seine Elf. Inzwischen ist Bekim Kastrati beim abgeschlagenen Schlusslicht im Amt.

Mit den Demissionen von Björn Mehnert beim Wuppertaler SV (ersetzt durch Hüzeyfe Dogan) und Fuat Kilic bei Alemannia Aachen (ersetzt durch Helge Hohl) im Oktober hatte der SCP erwiesenermaßen nichts zu tun. Auf die Auffälligkeit bei seinen Kollegen angesprochen entgegnete Sascha Hildmann jüngst lapidar: „Besser so als andersrum.“

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