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Fußball: A-Junioren-Bundesliga

„Wirtschaftlich nicht konkurrenzfähig“: So bastelt Preußens U19 am Kader

Münster

Der Kampf um Fußball-Talente wird immer hitziger, als Jugend-Bundesligist muss auch Preußen Münster sich behaupten. Auf welche Argumente die Adlerträger dabei setzen und wen sie damit im Sommer überzeugt haben.

Von Jonas Austermann

Jubes Ticha (r.) wechselt von Fortuna Düsseldorf zur U 19 von Preußen Münster. Foto: Imago/Ketzer

Erst ein bisschen werkeln am neuen Eigenheim, dann ein paar Tage auf Mallorca: Preußens U-19-Coach Tobias Harink hat die Sommerpause gut genutzt. Die „wilden Monate April und Mai“ sind vergessen. Neben dem Ligabetrieb ging es da nämlich richtig rund in Sachen Kaderplanung. Berater klopfen pausenlos an, wollen ihre Schützlinge unterbringen. „Aber darauf lassen wir uns kaum ein“, sagt Harink.

Denn zum einen setzten die Preußen-Macher auch vor der Saison 2022/23 auf die Kräfte aus dem eigenen Nachwuchsstall – und zum anderen werden kaum Externe verpflichtet, die nicht längst bekannt sind. „Kaderplanung ist ein extrem wichtiger Bereich, das mache ich gerne“, sagt Harink. Immer an seiner Seite dabei: Sören Weinfurtner, sportlicher Leiter der Nachwuchsabteilung beim SCP.

„... sonst würden wir viele Neue nicht bekommen“

Im Wettbewerb mit den Branchen-Giganten im Fußball-Westen ist Münster „wirtschaftlich nicht konkurrenzfähig“, wie Harink sagt. „Wir haben uns aber auch mit geringen Mitteln gut entwickelt, setzen sehr auf das Teamgefüge und die ­Widerstandsfähigkeit der Jungs.“ Und die Preußen können mit der hohen Durchlässigkeit punkten. Den veranlagten U-19-Kickern steht die Tür nach oben offen, mindestens einmal in die Oberliga.

Noah Kloth und Joel Amadi, die sich aktuell mit den Regionalliga-Profis im Trainingslager vorbereiten, zeigen aber auch, dass sogar noch mehr geht. „Bei den beiden ist es absolut folgerichtig, dass sie ihre Chance bekommen“, sagt ihr ehemaliger Trainer, der potenziellen Neuzugängen so „an konkreten Beispielen“ zeigen kann, wie die Entwicklung im Optimalfall ausfällt. „Und auf die Perspektive zu setzen, ist für uns alternativlos, sonst würden wir viele Neuzugänge nicht bekommen“, sagt Harink.

Vierter Neuer stürmt - und zieht ins Internat

Vier externe Transfers haben die Preußen in diesem Sommer getätigt. Mit Jubes Ticha (18, Fortuna Düsseldorf) kommt ein Innenverteidiger, der laut Harink „einige Waffen“ mitbringt – unter anderem eine Körpergröße von 1,91 Meter und die Wucht von 96 Kilogramm. „Bei ihm waren wir sehr überrascht, dass er ein Thema für uns geworden ist“, sagt der Coach.

Mit Mika Kruphölter (17, VfL Bochum) kehrt ein Defensivspieler nach Münster zurück, der dort schon von der U 13 bis zur U 16 spielte. Miran Pehlivan (18, SC Verl) ist ein „kreativer Spieler, Typ Straßenkicker“ (Harink). Etwas später als bei dem Trio machten die Preußen auch noch die Verpflichtung von Till Hausotter perfekt. Der 17-Jährige aus Kassel stürmte zuletzt für den Bahlinger SC und davor für den SC Freiburg. Hausotters neue Heimat wird das Sportinternat in Münster.

Ab dem 7. Juli versammelt Harink seine neue Truppe wieder, nach zuletzt drei Wochen Pause. Neben den externen Kräften besteht das Team aus elf letztjährigen U-19-Spielern und elf Talenten, die aus der U 17 hoch rücken. In der A-Junioren-Bundesliga mit 16 Teams und fünf Absteigern erwartet Harink „ein Hauen und Stechen“.

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