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Fußball: A-Junioren-Bundesliga

„Verstehe ich kein Stück“: Elfer-Ärger bei Pleite von Preußens U19

Münster

Nicht völlig unverdient, aber in Teilen unglücklich hat Preußen Münsters U 19 zum Auftakt gegen Fortuna Düsseldorf eine Heimpleite hinnehmen müssen. Coach Tobias Harink haderte vor allem mit einer Szene.

Von Thomas Austermann

Preußen-Kapitän Mika Keute (l.) wird hier von Düsseldorfs Alexander Holl gestört. Insgesamt präsentierte sich die Fortuna etwas galliger und siegte in Münster. Foto: Peter Leßmann

Das von sehr unterschiedlichen Phasen geprägte erste Saisonspiel in der A-Junioren-Bundesliga verloren die Fußballer des SC Preußen Münster gegen Fortuna Düsseldorf mit 0:2 (0:0) und trauerten kniffligen Szenen nach, die ihnen unverschuldet Nachteile einbrockten. „Verlieren mussten wir hier nicht“, sagte Trainer Tobias Harink und sah im „50:50-Spiel“ zugleich Vorteile der homogenen Elf der Landeshauptstädter, wenn sie galliger und entschlossener auf den zweiten Ball gingen und ihn oft eroberten.

Mit dem Abwehrspieler und Ex-Fortunen Jubes Ticha, Miran Pehlivan links offensiv und Zentralstürmer Till Hausotter debütierten drei externe Neue. Aus der vormaligen U 17 sprangen Arbnor Hoti als Außenverteidiger und Mittelfeldspieler Josha Häusler in die erste Elf. Im heißen Stadion suchten beide Mannschaften ein paar Minuten nach ihrer Linie.

Die Gäste, nun trainiert vom intern hochgerückten Ex-Profi Jens Langeneke (47), zogen ihr Spiel gerne durch die Mitte auf. Auch durch Pehlivan, der den ersten Abschluss hatte, schraubten die Preußen ihr Engagement hoch. Bis die Fortuna um den sehr präsenten Elione Neto einen Konter ausspielte, den der wuselige Stürmer Alexander Holl freistehend vergab.

Harink: „Sind oft hinterhergelaufen“

In den 15 Minuten vor der Pause drückte Düsseldorf stärker und wurde präsenter auch in der vordersten Linie. „Das sind wir oft hinterhergelaufen“, sagte Harink, dessen Elf Mühe hatte, die ihrem Stil und dem sicheren Passspiel treuen Gäste zu stören. SCP-Keeper Matthias Bräuer stand ein paar Mal im Fokus und hielt immer bestens.

Zwei im Abseits endende Szenen eroberten sich die Preußen schnell nach dem Wechsel, das grundsätzliche Zeichen schien also gesetzt. Dass Hausotter, sehr emsig unterwegs auch aus der Tiefe heraus, klar gefoult wurde von Till Weingarten, sah Spielleiter Lutz Meyersieck anders und pfiff keinen Elfmeter.

Der neue Preußenangreifer hatte dann nach Zuspiel des sehr laufstarken Häusler Pech beim ersten Ballkontakt, die Szene war damit zu schnell dahin. Die Gäste, die jetzt wieder den Spielaufbau der Preußen störten und nach Balleroberung oft den freien Mann fanden, waren effektiver: Der immer agile Außenverteidiger Ken Tchouangue zog von links die starke Flanke, die David Savic zum Kopfballtor nutzte (63.).

Hausotter scheitert, Fortuna trifft

Münsters Zutrauen schwand dann ein bisschen, das Nachschieben in die Offensive fehlte hier und da. Benjamin Evers aber fand mit einem feinen Zuspiel Hausotter, der am stark reagierenden Torwart Kaylen Reitmaier scheiterte (83.).

Im direkten Gegenzug fiel die Entscheidung – Darko Ilic drückte eine Rechtsflanke gegen unsortierte Preußen trocken ins kurze Eck. „Mit ihrer Raute haben uns die Düsseldorfer den Aufbau schwer gemacht“, sagte Harink. „Dass wir aber den Elfer nicht bekommen haben und uns eine Chance genommen wurde, verstehe ich kein Stück.“

SCP: Bräuer – Hoti (74. Höpfner), Ticha, Öztürk, Bena – Häusler (74. Becker), Keute, Sarrafyar (80. Fallbrock) – Tchadjobo, Hausotter, Pehlivan (63. Evers)

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