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Fußball: Regionalliga West

Küsters, Dogan, Al-Hazaimeh: Wuppertal setzt auf sieben Ex-Preußen

Münster

Nicht weniger als sieben Protagonisten des Wuppertaler SV haben eine Vergangenheit bei Preußen Münster. Zuletzt kam auch noch Trainer Hüzeyfe Dogan hinzu. Der stieg zwar mit dem SCP auf, saß am Ende aber nur noch draußen. Samstag kehrt er zurück.

Im Südstadion schauten sich Stephan Küsters (l.) und Gaetano Manno den Preußen-Sieg über Fortuna Köln an. Foto: Jürgen Peperhowe

Zu keinem anderen Regionalligisten und vermutlich sogar zu keinem anderen Club hat Preußen Münster so viele Querverbindungen wie zum Wuppertaler SV. Wobei die Richtung ziemlich einseitig ist. Nicht weniger als sieben Akteure oder Entscheidungsträger der Bergischen haben eine längere oder kürzere Vergangenheit an der Hammer Straße.

Heraus sticht Stephan Küsters, der noch immer viele Drähte zu seinem Ex-Verein pflegt. Kein Wunder, er spielte acht Jahre beim SCP (1998 bis 2006), war lange Kapitän. Später kehrte er noch mal als Scout und Teammanager (2012 bis 2014) zurück.

Manno ist heute Scout

Sonntag beobachtete „Küste“ den 3:1-Sieg der Preußen bei Fortuna Köln auf der Tribüne an der Seite von Gaetano Manno. Auch der war mal in Münster, aber nur ein halbes Jahr in der Hinserie der Saison 2013/14. Damals wurde er mit viel Mühe vom VfL Osnabrück losgeeist, zog aber im Winter nach durchwachsenen Monaten auf eigenen Wunsch weiter zu Viktoria Köln. Heute ist er WSV-Scout und sieht viele Partien des Spitzenreiters, da der oft eine Woche vorher gegen die Gegner spielt.

Trainer Hüzeyfe Dogan (r.) wurde 2011 von Coach Marc Fascher aussortiert. Foto: Jürgen Peperhowe

Die spannendste Personalie ist aber zweifellos die von Hüzeyfe Dogan. Er kam Anfang Oktober als Trainer zum Mitfavoriten, startete mit zwei Niederlagen, hat aber danach vier Partien gewonnen und die Wuppertaler ins Verfolgerfeld zurückgeführt. Seine Episode beim SCP ist kurz, aber ereignisreich. Der heute 41-Jährige darf sich Aufstiegsspieler nennen, richtig glücklich wurde er aber nie (18 Punktspiele, zwei Tore, vier Assists). Stürmerstar Sercan Güvenisik vermittelte ihn im September nach Münster. Nach dem legendären 0:1 in Lotte wurden beide für Wochen von Coach Marc Fascher aus dem Kader gestrichen. Etwas zu Schulden kommen lassen hatte sich der Zehner nicht, seine Auftritte waren aber selten überzeugend. Am Ende wurden die Adler Meister, Dogan durfte nur noch einmal für 14 Minuten ran und ging dann in die Türkei, ehe er bei der SSVg Velbert erst als Spieler und dann als Trainer heimisch wurde.

Auch vier Spieler sind aktiv

Außerdem sind noch vier Spieler beim WSV aktiv, die einige Zeit bei den Preußen kickten. Lion Schweers, der von 2015 bis 2019 ein vielversprechendes Eigengewächs war und dann zu den Würzburger Kickers wechselte, ist nach einem kleinen Karriereknick inzwischen mit 26 Stammkraft. Auch Kevin Rodrigues Pires ist im zentralen Mittelfeld gesetzt, er spielte von 2018 bis 2020 beim SCP, stand regelmäßig auf dem Rasen, stieg am Ende aber ab. Dieses Schicksal teilt er mit Marco Königs, der 2020 für ein halbes Jahr zurückkehrte, nachdem er von 2012 bis 2013 für eineinhalb Saisons in Münster war – mit eher wechselndem Erfolg. Auch in Wuppertal ist er aktuell meist zweite Wahl.

Im Sommer stieß schließlich Jeron Al-Hazaimeh vom SV Meppen dazu. Für die Preußen war der lange Verteidiger zwischen 2016 und 2018 am Ball. Er kam aus Lotte und ging auch wieder nach Lotte. Beim WSV muss er sich unter Dogan mit einer Rolle zwischen Bank und Tribüne begnügen.

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