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Fußball: Westfalenpokal-Finale

Preußens letzter Tanz - und nur der Sieg zählt

Münster

Dieser Sieg dürfte rund 300 000 Euro wert sein. Nur der Sieger des Westfalenpokalfinals zwischen Gastgeber Preußen Münster und dem SV Rödinghausen zieht in die erste Hauptrunde des DFB-Pokals ein. Münsters Trainer Sascha Hildmann muss auf Marcel Hoffmeier und Manuel Farrona Pulido verzichten.

Von Alexander Heflik

Vielleicht nicht ausverkauft, aber Riesenstimmung mit über 6000 Zuschauern im Westfalenpokal-Finale dürfte im Preußenstadion am Samstag gewiss sein. Foto: Jürgen Peperhowe

Es ist der letzte Tanz der Saison, einer Spielzeit, die es für den SC Preußen Münster in sich hatte. Gerade einmal sieben Tage ist es her, als der Club und gefühlt die ganze Stadt noch im Aufstiegsfieber lagen. RW Essen machte das Rennen, dem SCP blieb die traurige Vizemeisterschaft.

Aber an diesem Samstag gilt es noch einmal für die Mannschaft von Trainer Sascha Hildmann. Nach 38 Punktspielen, fünf Partien im Westfalenpokal, zwei DFB-Pokal-Begegnungen und einem guten Dutzend Testspiele. Im Endspiel des Verbands-Pokals, vom Ausrichter FLVW auch Krombacher-Pokal genannt, erwartet der SCP um 16.40 Uhr den Regionalliga-Konkurrenten SV Rödinghausen. Nur der Sieger erreicht die lukrative erste Hauptrunde, 300 000 Euro mehr im Etat könnten wohl verplant werden. „Es ist ein besonderes Spiel für uns“, erklärte Hildmann. Und fügte an: „Die Meisterschaft ist so weit verarbeitet. Manchmal denkt man noch daran, aber gegen Rödinghausen wollen wir unbedingt gewinnen.“

Über 5000 Karten verkauft

Wobei das auch für den Kontrahenten gilt, Münsters 50 Jahre alter Fußballlehrer Hildmann, der nun seine dritte Saison in Amt und Würden seit Dienstantritt im Dezember 2019 beendet, sagt: „Für Rödinghausen ist es das absolute Highlight.“ Wobei er auch gleich anfügt, dass das für jede Mannschaft gilt, die im Preußenstadion in den letzten 24 Monaten angetreten ist. Preußen ist gefürchtet, Preußen ist angesagt, Preußen ist ein großer Name in der Regionalliga – und der SCP ist auch in bisschen sexy. Na klar, so ist das im Augenblick.

Was sich nicht zuletzt daran ablesen lässt, dass bereits über 5000 Karten verkauft sind, Rödinghausens Anhang hat nicht viel dazu beigetragen. Bemerkenswert daran ist, dass die Dauerkarten-Inhaber und Sponsorenplätze im Pokal nicht eingerechnet werden können. Schließlich werden die Einnahmen ja auch geteilt. Aber über 6000 Zuschauer im Stadion an der Hammer Straße würde auch bedeuten, dass die 25 Heimspiele in dieser Saison über 140 000 Menschen gesehen haben.

Rechnungen mit SVR offen

Mit den Gästen aus Rödinghausen hat der SCP, auch wenn es keiner wirklich laut ausspricht, noch ein Hühnchen zu rupfen. Im Hinspiel holte der SVR als punktloses Schlusslicht mit dem 0:0 den ersten Punkt am fünften Spieltag. „Wir hatten genug Chancen zum Sieg“, blickt Hildmann zurück. Dann verlor der SCP im Februar in Rödinghausen mit 0:1, und schließlich bekleckerte sich Rödinghausen beim 0:3 gegen Münsters Aufstiegsrivalen Essen nicht gerade mit Ruhm. Keine Frage, der SCP will einiges geraderücken in dieser Partie.

Auch Daube, Frenkert und Schwadorf fehlen

Allerdings fehlen Marcel Hoffmeier (erkrankt) und Manuel Farrona Pulido (Magen-Darm-Infekt), zudem die Langzeitverletzten Dennis Daube und Lukas Frenkert sowie Jules Schwadorf. Zudem dürfen nur 18 Spieler auf den Spieltagsbogen, zwei weitere Akteure wird es wohl noch erwischen.

Münster: Schulze Niehues - Schauerte, Scherder, Ziegele, Borgmann - Remberg, Kok, Deters - Langlitz, Wegkamp, Teklab.

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