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Fußball: Regionalliga West

„Ein gutes Gefühl“: Preußen überspringt Hindernis in Wiedenbrück

Rheda-Wiedenbrück

Ein Treffer von Yassine Bouchama bescherte dem SC Preußen Münster nicht nur den zweiten Saisonsieg in der Regionalliga West – das 1:0 beim SC Wiedenbrück spülte den SCP auch auf Platz eins in der Liga. Wobei das Bild a.) noch nicht aussagekräftig ist, und b.) nicht alle Teams gespielt haben.

Von Alexander Heflik und Thomas Rellmann

Preußen jubelt über den zweiten Saisonsieg im zweiten Spiel: Von den 1581 Zuschauern war die Mehrzahl dabei aus Münster, der SCP bleibt damit verlustpunktfrei. Foto: Jürgen Peperhowe

Alles im Lot beim SC Preußen Münster. Saisonauftrag Nummer zwei wurde abgearbeitet, der Gegner in die Knie gezwungen, und: Der SCP steht momentan auf Platz eins in der Regionalliga. Nun gut, die Tabelle ist nicht wirklich aussagekräftig, aber immerhin.

„Ein gutes Gefühl ist das schon, aber zwei Spieltage vor dem Saisonende wäre mir das lieber“, erklärte SCP-Coach Sascha Hildmann. Beim SC Wiedenbrück hielt sich der Meisterschaftsaspirant aus Münster mit dem 1:0 (1:0)-Auswärtssieg schadlos. Yassine Bouchama traf nach Doppelpass mit Andrew Wooten zum Sieg (23.), zwei Neuzugänge machten den Unterschied vor 1581 Zuschauern.

Knackt der SCP gegen Bocholt die 10.000?

Nach dem Auftakterfolg über Wattenscheid legte der SCP mit dem zweiten Saisonerfolg im zweiten Saisonspiel nach – diese zwei von insgesamt 34 möglichen Duftmarken sind gesetzt. Am kommenden Freitag in der Heimpartie gegen den 1. FC Bocholt soll die Start-Trilogie erfolgreich fortgesetzt werden. Flutlicht an der Hammer Straße, kratzt der SCP im Münsterland-Derby an einer fünfstelligen Zuschauerzahl möglicherweise?

Nun ja, die Partie in Wiedenbrück war umkämpft, manches Mal giftig und phasenweise ekelig geführt, alles andere als ein fußballerischer Leckerbissen. Am Ende ließ sich das meiste auf drei, vier Szenen herunterbrechen. Münster überstand die frühe Pressingphase der Hausherren unbeschadet. Natürlich war das Tor durch Bouchama eine Augenweide, wie er sich mit Wootens Hilfe durch den Strafraum kombinierte.

Giftiges Aufeinandertreffen

Noch ein Augenblick war spielentscheidend, als Max Schulze Niehues Wiedenbrücks klarste Torchance nur 30 Sekunden nach Wiederanpfiff von Niklas Szeleschus mit einer Glanztat zunichte machte.

Dass Münster nicht viele, aber zumindest eine Handvoll Chancen vergab, unterstrich die Überlegenheit der Gäste. Es war der prognostizierte Kampf David gegen Goliath, Favorit gegen Außenseiter, in der Fremde wird dem SCP in dieser Spielzeit wohl immer so zugesetzt werden. Das war nichts für zarte Gemüter und schwache Nerven.

Revanche für das 0:0 in der Vorsaison

Doch Wiedenbrück gegen Münster hatte auch nicht ganz die Intensität der wegweisenden Partie vor 86 Tagen, als das 0:0 am vorletzten Spieltag den Meisterschaftsträumen der Preußen den entscheidenden Dämpfer verpasste.

Kwadwo und Co. bringen Energie

Aber, so Hildmann: „Wir haben schon versucht, Fußball zu spielen. Ich bin letztlich total zufrieden, hier gewonnen zu haben.“ Unausgesprochen blieb, dass andere Clubs aus Hildmanns Sicht in Wiedenbrück noch stolpern werden. Münster hat dieses Hindernis somit für diese Saison erfolgreich übersprungen. Und wie auf Zuruf sagte SCW-Coach Daniel Brinkmann: „Bei uns ist es immer schwer für gute Mannschaften.“ So war es, der SCP tat sich schwer, löste aber die knifflige Aufgabenstellung.

Das war er nun, der von vielen erwartete Abnutzungskampf der Regionalliga, in dem sich Aufstiegsanwärter Münster erklären musste. Feinkost-Fußball war das nicht, eher Westfälisches rustikal angerichtet.

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