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Fußball: Regionalliga

Preußen Münster auf der Suche nach Dominanz

Münster

Der SC Preußen bleibt daheim eine Macht. Gegen den SC Wiedenbrück gab es den vierten Sieg im vierten Heimspiel. Dafür muss das Team von Trainer Sascha Hildmann auswärts noch mehr liefern. Am Samstag geht es nach Bonn. [mit Video]

Alexander Heflik

Torjubel: Joshua Holtby (links) mit Niklas Heidemann Foto: Jürgen Peperhowe

Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache. Daheim hui, auswärts geht so. Nach dem vierten Heimsieg im vierten Heimspiel mit dem 2:1 (2:1) über den SC Wiedenbrück ist auf eigenem Terrain alles bestens. Wenn der SC Preußen Münster aber am Samstag (14 Uhr) beim Bonner SC antritt, ist dies nicht nur das bereits sechste Gastspiel der Saison, sondern gleichzeitig die Chance auf den dann erst zweiten Auswärtssieg. Da muss der Fußball-Regionalligist nachlegen, um weiterhin Tuchfühlung zu Spitzenreiter Borussia Dortmund II halten zu können. Zuletzt verlor der SCP in Köln und Essen. Das muss sich ändern.

Als der Auftritt gegen den lauffreudigen und unnachgiebigen Aufsteiger Wiedenbrück Geschichte war, durfte sich der SCP vor allem bei Routinier Julian Schauerte, der zum 1:0 traf, und Mittelfeldspieler Joshua Holtby, der das 2:0 künstlerisch wertvoll bewerkstelligte, bedanken. Selbst in der gut zwanzigminütigen Überzahl – Wiedenbrücks Torschütze Viktor Maier war nach einer versuchten Tätlichkeit an Marcel Hoffmeier vom Platz gestellt worden, übernahm der SCP nicht die geplante Spielkontrolle. Trainer Sascha Hildmann stimmte die alte Leier an, dass es „auf keinen Fall leichte Gegner in der Regionalliga gäbe“. Seinem Team fehle (noch) die Qualität, nach einer 2:0-Führung die Dinge „sachlich runterspielen“ zu können.

Positive Erkenntnisse

Es war eher ein zähe Partie gegen die Ostwestfalen, aber auch erfolgreich. Und es gab positive Erkenntnisse. Mittelfeldmann Dennis Daube bot wohl seine bislang beste Partie für den SCP. Der 31-Jährige ist vor dieser Saison nach Münster geholt worden, die Erwartungen an ihn sind nicht gerade durchschnittlich. Der gebürtige Hamburger soll der Anker im zentralen Mittelfeld der Preußen werden, was man nach 13 Erstliga-Einsätzen, 149 Zweitliga-Partien und 21 Drittliga-Spielen auch erwarten kann. Gegen Wiedenbrück zeigte Daube, wofür er geholt worden ist. „Das war ein sehr, sehr dreckiger Sieg. Man hat gesehen, wie stark die Regionalliga ist“, fasste er die Partie zusammen. Es fehle noch Abstimmung, er selbst habe auch einen gravierenden Fehler vor der Pause gemacht. Aber, und das ist die Grundlage für eine Perspektive bei den Preußen: „Ich fühle mich hier sehr wohl. Die Mannschaft ist überragend, der Trainer toll. Jetzt müssen wir noch dominanter auftreten.“

Video in Kooperation mit Soccer-TV:

Alles fasste er in zwei Sätzen zusammen, der Teamspirit sei ihm wichtig, gerade in den letzten beiden Spielzeiten beim KFC Uerdingen dürfte der nicht so ausgeprägt gewesen sein. Nur 21 Spiele in dieser Zeit unterstreichen, dass Daube Wettkampfpraxis wieder intus bekommen muss.

Und dann war da noch das Thema „dominant sein“, vielleicht auch ein lauter Anführer auf dem Rasen zu werden: „Das haben beim mir alle Trainer bemängelt, aber ich arbeite daran auf dem Platz.“ Immerhin trainierte er schon unter Holger Stanislawski, Ewald Lienen oder Jens Keller. Daube sprach das ruhig und gelassen aus, er weiß, dass er niemals der ewig polternde Schreihals auf dem Platz sein wird.

Nur für die Chefrolle im Ring der Preußen sollte es allemal reichen. Am Samstag beim Auftritt in Bonn, aktuell auf Rang 16, im Sportpark Nord besteht die nächste Möglichkeit dazu, sie zu zeigen. Ein guter Daube würde die Chancen auf den zweiten Auswärtssieg erhöhen.

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