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Fußball: Regionalliga West

Preußen Münster stellt zweiten Anzug ins Schaufenster

Münster

Die Meisterschaftsentscheidung in der Regionalliga steht noch aus – nur hat der SC Preußen Münster, wie weitere 18 Teams, längst nichts mehr damit zu tun. Drum schlägt SCP-Trainer Sascha Hildmann beim drittletzten Saisonspiel bei Borussia Mönchengladbach II entspannt zwei Fliegen mit einer Klappe: Die erste Garde darf verschnaufen, die zweite kann sich noch einmal präsentieren.

Ansgar Griebel

Das Wechselspiel beim SC Preußen bietet Justin Möbius (M.) gute Chancen auf einen Startelf-Einsatz, Kapitän Julian Schauerte (r.) darf möglicherweise verschnaufen. Foto: Sebastian Sanders

Hop, step, jump: Münsters finaler Dreisprung in der Fußball-Regionalliga startet mit dem langen „Hop“ zum Grenzlandstadion nach Rheydt, der Heimspielstätte der U-23-Auswahl von Borussia Mönchengladbach. Anschließend folgt am Mittwoch der kurze „Step“ ins eigene erstmals wieder mit 500 Zuschauern belebte Stadion gegen RW Oberhausen, ehe der finale „Jump“ bei den jungen Knappen auf Schalke am 5. Juni hoffentlich nicht in den Sand gesetzt wird.

Noch drei mal Volldampf

Für Trainer Sascha Hildmann wird es nach einer langen und zähen Spielzeit zunehmend schwieriger, seine Mannschaft zu Höchstleistungen zu motivieren. Platz drei in der Tabelle ist längst unverrückbar ver-, der DFB-Pokal fix gebucht. Nach der unnötigen Niederlage in Wegberg kann auch nicht mehr an der rekordverdächtigen „Ungeschlagen-Serie“ geschraubt werden – und dennoch verspricht Hildmann noch drei Mal Volldampf.

Offene Rechnung begleichen

An diesem Samstag steht beispielsweise noch eine offene Rechnung aus: Gladbach fügte den Preußen eine von insgesamt sieben Saisonniederlagen zu, gegen keine Mannschaft hat der SCP allerdings zwei Mal verloren. Dass das so bleibt, dafür sollen am Samstag die Jungs aus der zweiten Reihe sorgen. Aus drei guten Gründen, wie Hildmann betont: Erstens „können sich da alle noch einmal ins Schaufenster stellen und präsentieren“, zweitens „haben sich das alle auch absolut verdient, weil sie sich im Training reingehängt und das Niveau hoch gehalten haben“, und drittens können einige der unermüdlichen Dauerläufer „eine kleine Pause gut gebrauchen. Wir wollen uns am Mittwoch gegen Oberhausen den Zuschauern bestens erholt präsentieren und Anlauf nehmen auf das Pokalfinale kommenden Samstag gegen die Sportfreunde Lotte.“ Dieser Saison-Höhepunkt steht damit am „Tag der Amateure“ im Verler Poststadion noch bevor – dann mit der ersten Garde der Preußen.

Pause für die Dauerläufer

Gegen Borussia Mönchengladbach dürften somit unter anderem Alexander Langlitz, Dennis Daube, Gerrit Wegkamp und wohl auch Nicolai Remberg eine Auszeit bekommen. „Aber auch dann werden wir eine sehr gute Truppe auf dem Platz stehen haben“, setzt Hildmann auf zielorientierten Angriffsfußball. „Das wird von beiden Seiten ein offensiv geführtes Spiel, beide können frei aufspielen.“ Möglicherweise, so Hildmann, „hakt es an der einen oder anderen Stelle ein wenig, aber das können wir dann richten.“ Allemal können die Reservisten und Mauerblümchen sich noch einmal ins Rampenlicht spielen – und das nicht nur für Scouts aus anderen Vereinen. „Auch ich schaue mir jeden Einzelnen genau an“, verspricht Hildmann höchste Aufmerksamkeit auch auf der Trainerbank.

Preußen Münster: Dedovic – Frenkert, van Eijma, Borgmann, Heidemann – Mekonen, Klann, Holtby, Möbius – Möller, Bindemann

Gegner-Check: Borussia Mönchengladbach II

Serientäter: Die Borussen-Reserve fährt im laufenden Kalenderjahr gerne in eingefahrenen Gleisen. Zehn mal in Folge mussten die jungen Fohlen Anfang des Jahres auf ein Erfolgserlebnis warten, in den letzten fünf Partien dieser Serie sammelte die Truppe null (!) Punkte – und wechselte dann die Spur: Die nächsten vier Spiele waren gut für das optimale Dutzend an Zählern. Zum Preußen-Glück hat das Team vom Niederrhein am vergangenen Wochenende wieder die Richtung gewechselt und mit der 0:1-Niederlage in Lippstadt die nächste Negativserie gestartet. Im Hinspiel hatten die Preußen ihren Gegner in einer Hoch-Phase erwischt und im Preußenstadion mit 1:2 verloren.Torjäger: Eigengewächs Mika Schroers (19) ist mit acht Treffern effektivster Schütze der Borussen, die Nummer zwei kennen die Preußen nur zu gut: Justin Steinkötter (7 Treffer) war 2018 aus Westfalen an den Niederrhein gewechselt und wird sich im Sommer ins Saarland zum 1. FC Saarbrücken verändern – und so in die 3. Liga aufsteigen.Trainer: Um den Gladbacher Trainer ist es ruhig geworden – und das ist auch gut so. Heiko Vogel stand nach heftigen verbalen Aussetzern gegen das Schiedsrichtergespann und dabei vor allem gegen eine der beiden Schiedsrichter-Assistentinnen am 30. Januar im Spiel gegen Bergisch Gladbach massiv in der Kritik und schließlich auch vor dem Sportgericht: Zwei Spiele Sperre und eine Geldstrafe sind mittlerweile abgehakt – und Vogel darf sich wieder auf sein Kerngeschäft am Spielfeldrand konzentrieren.

Liveticker (ab 13.30 Uhr):

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