1. www.wn.de
  2. >
  3. Sport
  4. >
  5. Preussen-muenster
  6. >
  7. Preußen nach Oubeyapwa-Show gegen Lippstadt bereit für das Spitzenspiel

  8. >

Fußball: Regionalliga West

Preußen nach Oubeyapwa-Show gegen Lippstadt bereit für das Spitzenspiel

Wiedenbrück

Shaibou Oubeyapwa bereitete jeden Treffer beim 3:0 (1:0)-Auswärtssieg von Preußen Münster gegen den SV Lippstadt vor. Andrew Wooten und Gerrit Wegkamp (2) verwerteten die Maßarbeit des Ex-Oberhauseners. Am Samstag steht das Spitzenspiel gegen SV Rödinghausen an.

Von Alexander Heflik

Shaibou Oubeyapwa (oben links, links) bereitete drei Treffer vor, deshalb konnten die Preußen (oben rechts) au den Sieg feiern. Andrew Wooten (unten links, links) traf zur Führung, Gerrit Wegkamp (unten links) traf am Ende auch noch doppelt. Foto: Jürgen Peperhowe

Für Shaibou Oubeyapwa war es ein besonderer Tag. Er ist endgültig angekommen beim SC Preußen Münster. Anders ist das nicht zu deuten. Er, der von RW Oberhausen als einer der Top-Vorbereiter der Regionalliga West gekommen war. 15 Treffer hatte er in der Vorsaison aufgelegt. „Mise en Place“ wird das in der Kunst des Kochens genannt, die perfekte Vorbereitung an Gewürzen, Zutaten und Sonstigem. Der Koch, im Fußball die Torschützen, macht nur den Rest. In Wiedenbrück, allerdings beim Gastspiel gegen den SV Lippstadt, war er der Mann des Tages, weil alle drei Assists beim 3:0 (1:0)-Auswärtserfolg auf sein Konto gingen. „Ja, das war sehr gut. Wichtig ist, dass ich der Mannschaft helfen kann“, erklärte der Togolese strahlend. „Es ist einfach toll in Münster, das Niveau in der Mannschaft ist extrem hoch. Das wird definitiv ein Spitzenspiel in der nächsten Woche.“ Mit vier Scorerpunkten im Gepäck dürfte Oubeyapwa am Samstag (14 Uhr) im Heimspiel gegen den SV Rödinghausen erste Wahl sein. Nichts spricht dagegen, wenn der Ligaprimus auf den ersten Verfolger aus dem ostwestfälischen NRW-Zipfel trifft.

Deters von Beginn an

Keine Frage, die Kulisse wird großartig sein, die Preußen haben erneut geliefert, sind saisonübergreifend seit 20 Punktspielen ungeschlagen, führen die Liga allein an, obwohl das Nachholspiel gegen Aachen noch ansteht. Und genau jetzt, wo sich alles so prächtig entwickelt, kommt dieser – nennen wir ihn ruhig so – Angstgegner ins Preußenstadion. Vielleicht ist das ein Tag, an dem der SCP die eine oder andere Rechnung begleichen kann für erlittene Niederlagen in der Regionalliga oder vor allem im Westfalenpokal.

Rödinghausen kommt am Samstag

Der Auftritt gegen Lippstadt war so etwas wie eine Blaupause für die Preußen. Denn die Gastgeber kamen auch aus der Ecke, in der der Giftschrank des Fußballs steht. Im kleinen Jahnstadion wurde Fußball gearbeitet, es wurde gerackert, eine Partie mit Haken und Ösen, nichts für die Feinschmecker. Auch wenn das 3:0 am Ende als Resultat sehr deutlich aussah.

Zweimal samstags

„Ein dreckiger Sieg soll das gewesen sein? Das war rundum gelungen. Der Gegner hatte Qualität, wir haben gebraucht, um uns reinzufuchsen. Hinten haben die Jungs gut verteidigt.“ Das sagte Trainer Sascha Hildmann nach der Begegnung, und war angefasst, dass als Erstes wieder nur Negatives gesucht wurde.

Doch anfangs war Lippstadt schon agiler und bissiger. Die Münsteraner verpassten vor der Pause, als sie die Regie übernommen hatten, mehr als nur ein 1:0 durch Andrew Wootens viertes Saisontor zu markieren. In einer nicht selten ruppigen zweiten Hälfte hatte der SCP nicht so viele Chancen, Lippstadt nur derer zwei halbe nach einem Gewühl und mit einem Fernschuss von Tim Möller – im schlimmsten Fall hätte das für ein 1:1 reichen können. Gerrit Wegkamp stellte mit einem Doppelpack in der Endphase jedoch alles richtig.

Wegkamp sorgt für Entscheidung

„Ja, wir wollten den Deckel früher draufmachen“, befand Hildmann. Es sei vielleicht auch der Unterschied zur Vorsaison, dass seine Mannschaft sich nicht damit begnügte, das 1:0 dann zu konservieren. Zum einen aber fehlte Lippstadt „Durchschlagskraft“, wie Coach Felix Bechtold mitteilte. Zum anderen „können wir einen draufpacken am Ende“, wie Hildmann ergänzte.

Oubeyapwa, Wooten und Wegkamp machten den Unterschied letztlich aus, der Sieg war verdient. Diese anstrengenden und nervtötenden Rödinghauser sollen ruhig mal vorbeischauen – so lautet das Fanal der Preußen.

Viele Ex-Preußen beim SVL

Startseite
ANZEIGE