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Fußball: Regionalliga West

Preußen-Sieg teuer erkauft – Daube und Farrona Pulido verletzt

Straelen

Manuel Farrona Pulido, Luke Hemmerich, Gerrit Wegkamp und Jan Dahlke trafen für den SC Preußen Münster. Drei Spiele ohne Sieg – diese Miniserie wurde beim SV Straelen mit dem 4:0 beendet. Allerdings mussten mit Farrona Pulido und Dennis Daube zwei Verletzte beklagt werden.

Von Alexander Heflik

Dennis Daube musste nach einer knappen Stunde verletzt vom Feld getragen werden. Foto: Jürgen Peperhowe

Den Auswärtssieg beim SV Straelen hat der SC Preußen Münster teuer bezahlt. Zwar stehen nach dem 4:0 (1:0) vor 620 Zuschauern weitere drei Punkte auf dem Konto. Aber mit Torschütze Manuel Farrona Pulido sowie Mittelfeldmotor Dennis Daube finden sich zwei neue Kandidaten auf der Lazarettliste wieder. Vier Tage nach dem 2:3 im Topspiel gegen RW Essen hatte der SCP alles im Griff, viele Antworten gegen einen bemühten Gegner und siegte verdient. Die Verletztenmisere lässt den Fußball-Regionalligisten nicht mehr los.

„Das war ein seriöser Auftritt von uns, die zweite Hälfte war richtig überragend. Das 1:0 hat uns in die Karten gespielt“, befand Trainer Sascha Hildmann nach der Partie. Die Partie gegen Essen hatte Spuren hinterlassen, die Reaktion in Straelen war sehr ordentlich. Am Sieg gab es wenig Zweifel, nach dem Wechsel präsentierte sich Münster wir eine Spitzenelf. Hildmann: „Das war ein richtig gutes Auswärtsspiel.“

Das geschah am Rande der Anlage an der Römerstraße: Rund 100 Preußen-Fans mussten dabei die Partie im Außenbereich verfolgen. Sie hatten keine personalisierten Tickets erworben, gleich 14 Mannschaftswagen der Polizei schotteten diesen Bereich ab, es gab keine Sonderregelung beim Einlass. SCP-Geschäftsführer Peter Niemeyer schickte zur Beruhigung der Lage 100 Bratwürste und 100 Becher Bier vor das Stadion, nach Abpfiff schaute die Mannschaft bei den Ultras vorbei. Es soll am Ende eine Festnahme gegeben haben. Der SV Straelen konnte keine Ausnahme gestatten, das wäre ein Bruch mit den Hygienerichtlinien gewesen.

Dahlke als zweiter Mittelstürmer

Zurück zum Sport: Trainer Hildmann stellte seine Mannschaft auf zwei Position praktisch neu auf. Alexander Langlitz war gegen Essen für Doppel-Torschütze Thorben Deters eingewechselt worden, nun durfte er von Beginn ran. Zudem wurde mit Jan Dahlke ein zweiter Mittelstürmer ins Rennen geworfen, Mittelfeldspieler Joshua Holtby musste dafür raus.  

Die Hausherren versuchten anfangs, den SCP zu überraschen, Chancen hatte der SVS praktisch nicht eine – außer einem Abwehrversuch von Marcel Hoffmeier, der bedrohlich in Richtung von Torwart Max Schulze Niehues flog. Ansonsten übernahm der SCP nach gut einer Viertelstunde das Geschehen. Ein Schuss von Marvin Thiel (20.) war der erste gefährliche Abschluss. Wenig später wurde Manuel Farrona Pulido (21.) halbrechts direkt vor dem Strafraum gefoult. Der Neuzugang von Hansa Rostock trat selber an und „ballerte“ das Spielgerät in das linke obere Toreck. Ein Wahnsinnstreffer.

Muskelverletzung bei Farrona Pulido

In der Folgezeit hatten die Preußen das Geschehen im Griff, einige gute Angriffe wurden dann aber nicht zwingend weitergeführt. Überlegen ja, griffig im Abschluss nein. Aber die Abwehr stand wie eine Eins. Doch eine Minute vor der Pause erwischte es den nächsten Preußen mit einer Muskelverletzung, Torschütze Farrona Pulido musste gehen, wurde links bandagiert, dafür kam Luke Hemmerich. Coach Hildmann hatte am Freitag noch in der Pressekonferenz vor dem Spiel gesagt, dass er beabsichtige, das Spiel seiner Mannschaft besser zu temperieren. Zuvor waren schon Deters, Manfred Kwadwo und andere mit Muskelblessuren im Laufe der Saison ausgefallen.

Direkt nach der Pause stellte Luke Hemmrich die Weichen auf Sieg, als er von der linken Seite nach innen zog und erfolgreich aus 18 Metern abschloss. Das 2:0 für Münster war schon passend. Und weiterhin dominierte der SCP die Partie, ohne großen Glanz, aber souverän. Als Gerrit Wegkamp nach gut einer Stunde die Vorarbeit von Jan Dahlke zum 3:0 verwertete, waren alle Zweifel ausgeräumt.

SCP agiert wie ein Spitzenteam

Nur nach Farrona Pulido musste mit Dennis Daube ein Schlüsselspieler ebenfalls verletzungsbedingt raus. Er zog sich eine Knieverletzung zu, musste auf der Trage aus dem Stadion gebracht werden. Das sah nicht gut. Dabei gingen beiden Verletzungen keine groben Foulspiele voraus, aber dennoch mussten beide vom Feld. Der SCP hat hier ein großes Problem.

Die Schlussphase sah noch Chancen – natürlich – fast nur für die Preußen, durch Joshua Holtby oder halt Julian Schauerte. Kurz vor dem Ende belohnte sich Dahlke nach Flanke von Holtby mit dem 4:0. Der SCP agierte tatsächlich, trotz der Ausfälle, wie eine Spitzenmannschaft.  

Straelen: Udegbe - Delorge, Lachheb, Päffgen, Stevens (74. Pfeifer) - Lunga, Peitz, Simoes Ribeiro (28. Holtschoppen), Mehlich – Kader (64. Shoshi), Ngyombo (58. Rizzo).
 
Münster: Schulze Niehues - Schauerte, Scherder, Hoffmeier, Thiel – Langlitz (65. Bindemann), Daube (56. Holtby) Remberg, Farrona Pulido (44. Hemmerich) – Wegkamp (75. Klann), Dahlke.
 
Tore: 0:1 Farrona Pulido (23.), 0:2 Hemmerich (48., Pass Dahlke), 0:3 Wegkamp (67., Vorarbeit Dahlke), 0:4 Dahlke (81., Flanke Holtby). – Zuschauer: 620. – Schiedsrichter: Marx (Brühl). – Gelbe Karten: Shoshi / Scherder

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