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Fußball: 3. Liga

Preußen verlieren Antwerpen-Debüt in Meppen

Meppen

Der erhoffte Aufschwung durch den Trainerwechsel hat beim SC Preußen noch nicht stattgefunden. Zumindest, wenn nur das Ergebnis zählt. Beim SV Meppen verlor Münster den Rückrundenauftakt mit 0:2 (0:1) trotz klarer Überlegenheit.

Thomas Rellmann

SC Preußen Münster - SV Meppen - Scherder gegen Benjamin Girth Foto: Jürgen Peperhowe

Preußen Münster steckt weiter tief im Tabellenkeller fest. Durch das 0:2 (0:1) beim SV Meppen setzte sich auch die Auswärtsmisere fort. Es war das achte sieglose Spiel in Serie in der Fremde. Möglich gewesen wäre allerdings sogar ein Sieg. Denn das Team hatte weitaus mehr Spielanteile und auch ein paar gute Chancen.

Mit seiner ersten Liga-Aufstellung ließ Trainer Marco Antwerpen bei seinem Debüt durchaus aufmerken. Dass Nils Körber die Nummer eins gegenüber Max Schulze Niehues verteidigte, kam weniger überraschend. Und auch der Vorzug von Lion Schweers im Abwehrzentrum vor Ole Kittner war erwartet worden.

Mutigen Preußen fehlte nur die letzte Präzision

Doch erstmals in dieser Saison blieb Stéphane Tritz auf der Bank, dafür rückte Fabian Menig in der Viererkette von links nach rechts und Jeron Al-Hazaimeh für ihn in die Startelf. Danilo Wiebe wurde rechtzeitig fit und bildete mit Sandrino Braun, der eine neue Chance erhielt, die Doppel-Sechs. Michele Rizzi blieb nach seiner Trainingspause auf der Bank, Nico Rinderknecht agierte daher als Zehner. In der Offensive tauschten Tobias Rühle (links) und Philipp Hoffmann (rechts) die Seiten. Sein Kader-Debüt feierte Lucas Cueto nach langer Verletzungsauszeit. Martin Kobylanski blieb im Emsland nur die Bank, Lennart Stoll fehlte wie A-Junior Cyrill Akono im Aufgebot.

Die erste Möglichkeit hatte Thilo Leugers, dessen abgefälschter Schuss sich aufs Netz senkte nach 90 Sekunden. Doch das war kein Indiz für die Spielanteile. Der SCP war mutig, attackierte dosiert, aber clever und näherte sich immer mal wieder dem Sechzehner. Oft fehlte nur die letzte Präzision.

Lesen Sie hier den Spielverlauf nach:

Re-Live: SV Meppen - Preußen Münster

Dann aber verlagerte sich das Geschehen in die andere Hälfte. Erst hatte Keeper Nils Körber Glück, dass Schiedsrichter Alexander Sather ein Foul von Benjamin Girth an ihm gesehen hatte, als er sich die Kugel nach einer Ecke selbst ins Netz legte (19.). Mit dem anschließenden völlig verpatzten Freistoß leitete er aber quasi selbst den nächsten SVM-Angriff ein, unterlief dann die Flanke von Nico Granatowski, Luka Tankulic legte den Ball noch mal nach innen, und Martin Wagner drückte ihn mühelos in die Maschen zum 1:0 (20.).

Es fehlte die Durchschlagskraft

Münster musste sich erst mal sammeln, hatte durch Simon Scherder zwar eine Kopfballchance (28.) nach Brauns Ecke, doch der Rückstand lähmte schon ein wenig. Immer öfter versprangen im Vorwärtsgang auf dem natürlich alles andere als idealen Rasen die Bälle. Optisch war der Gast überlegen, doch es dauerte bis zur 41. Minute, ehe es mal richtig gefährlich wurde.

Schweers schickte Adriano Grimaldi auf holprigem Untergrund ins Laufduell mit Marcel Gebers und Jovan Vidovic, es kam zum Billard-Abschluss, auch Keeper Eric Domaschke hatte seine Finger im Spiel. Zum Schluss flipperte das Leder vom Fuß des Preußen-Kapitäns neben das leere Tor. Noch fahrlässiger war jedoch die Szene kurz darauf, als Hoffmann allein in den Strafraum stürmte, sich den Ball aber in der Überzahl zu weit vorlegte (44.).

Keine schlechte Vorstellung des Tabellen-17. - aber es fehlte die Durchschlagskraft. Daran änderte sich auch nach dem Wechsel erst mal nichts. Der SCP klar überlegen, sehr bemüht, aber die Mannschaft traf in letzter Konsequenz die falschen Entscheidungen. Mit Kobylanski für den zumindest unglücklichen Rinderknecht versuchte Antwerpen, nach einer Stunde einen Akzent zu setzen. Und der Pole haute gleich mal einen raus: Nach Grimaldis Ablage nagelte er den Ball aus 16 Metern Richtung Winkel, doch Domaschke boxte ihn noch irgendwie raus (66.). Nach dieser Szene kam auch Angreifer Tobias Warschewski (für den vorbelasteten Al-Hazaimeh) rein. Damit stellte Münster auf Dreierkette um. Alles nach vorne, vier nominelle Stürmer auf dem Rasen. Wiebe hatte einen Abschluss (72.), der Ball landete aber in Domaschkes Armen.

Eigentlich eine gute Leistung

Die Entscheidung fiel wenig später. Braun spielte einen schlimmen Fehlpass, Marius Kleinsorge tauchte daher allein vor Körber auf. Der Keeper brachte ihn zu Fall, allerdings suchte der Meppener ganz klar den Kontakt. Eigentlich kein Elfmeter. Schiedsrichter Alexander Sather gab ihn dennoch. Leugers sagte danke und versenkte den Ball (75.).

Das war es dann für die Gäste. Lucas Cueto kam noch für Hoffmann zu seiner Premiere nach langer Leidenszeit und hatte sogar den Anschluss auf dem Fuß (90.+1). Das war aber dann auch der einzige positive Aspekt aus SCP-Sicht. Von der guten Leistung konnte sich das Team nichts kaufen.

Zum Spiel:

SVM: Domaschke - Ballmert, Gebers, Vidovic, Senninger - Puttkammer, Leugers - Tankulic (79. Kremer), Wagner (62. Kleinsorge), Granatowski (80. Geiger) - Girth

SCP: Körber - Menig, Schweers, Scherder, Al-Hazaimeh (67. Warschewski) - Braun, Wiebe - Hoffmann (77. Cueto), Rinderknecht (60. Kobylanski), Rühle - Grimaldi

Schiedsrichter: Alexander Sather (Grimma)

Tore: 1:0 Wagner (20.), 2:0 Leugers (75./FE)

Zuschauer: 9107

Gelb: Al-Hazaimeh, Scherder, Menig

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