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Fußball: Regionalliga West

Preußen wollen in Wiedenbrück zumindest weiter Stress ausüben

Münster

Noch immer ist Preußen Münster in der Tabelle ein ganzes Stück hintendran. Trotzdem ist die Rolle als heimlicher Jäger des Spitzenduos natürlich nicht unangenehm. Am Samstag beim SC Wiedenbrück geht es auch darum, weiter Druck und Stress auszuüben.

Thomas Rellmann

Lukas Frenkert (r.) bleibt trotz seines Wechsels nach Gelsenkirchen die Nummer eins hinten links. Foto: Jürgen Peperhowe

Kurz vor Weihnachten lag Preußen Münster 16 Punkte hinter RW Essen an der Regionalliga-Spitze. Mitte März sind es auf den Erzrivalen (der noch ein Nachholspiel hat) nur noch fünf Zähler sowie neun auf den Tabellenführer Borussia Dortmund II. Die Adler pirschen sich, begünstigt durch das 1:1 der beiden Top-Favoriten in der Woche, also leise heran. Die Rückrunde ist dabei noch nicht mal zur Hälfte gespielt. SCP-Trainer Sascha Hildmann fand das Ergebnis Mittwoch natürlich „okay“, Schwarz-Gelb insgesamt besser. Die Verfolgerrolle ist ja nicht unangenehm. „Umgekehrt wäre es mir trotzdem lieber“, lacht der Pfälzer.

Um zumindest ein wenig Stress ausüben zu können, ist auch am Samstag (14 Uhr) beim SC Wiedenbrück ein Sieg unausweichlich. „Wir müssen den Gegner beschäftigen, unter Druck setzen, Mentalität auf den Platz bekommen“, so der Coach, der daran erinnert, dass der Neuling schon gegen RWE, den BVB und auch Fortuna Köln sehr gute Resultate abgeliefert hat.

Schwadorf pausiert

Noch unsicher ist der Pfälzer, ob er nach dem eigenen Sieg gegen Essen seine taktische Neuausrichtung (3-4-3) beibehält. „Das mache ich auch vom Gegner abhängig, der zuletzt im 5-4-1 tief gestanden und ein Mittelfeldpressing betrieben hat. Mal sehen, was der beste Schlüssel ist.“ Nicht mitwirken kann neben Benedikt Zahn auch Jules Schwadorf. Der 28-Jährige, vor einer Woche mit muskulären Beschwerden ausgeschieden, soll ab Montag den Schongang aber schon wieder ablegen.

Lukas Frenkert, dessen Weggang zum FC Schalke 04 II nach sieben Jahren beim SCP seit Freitag offiziell ist, muss sich indes nicht um seinen Stammplatz sorgen. „Wer ihn kennt, weiß, dass er immer alles abruft. Für mich geht es um Leistung. Daher gibt es keinerlei Veranlassung, ihn herauszunehmen, das spielt keine Rolle“, sagt Hildmann. Trotzdem bewertet er den Weggang als „sehr schade“, die vielen Gespräche mit dem 20-Jährigen haben zu nichts geführt. „Gut finde ich die Entscheidung nicht.“ Dem schließt sich Sportchef Peter Niemeyer an. „Wir haben um Lukas gekämpft und ihm seine Perspektive aufgezeigt“, so der 37-Jährige. „Den Entschluss respektieren wir natürlich.“

Heidemann braucht Geduld

Geduld benötigt demnach Niklas Heidemann, der seine Stelle links in der Kette vor drei Wochen an Frenkert verloren hatte. „Er muss sich hinten anstellen und Gas geben“, sagt Hildmann. Der Blondschopf hatte bis Februar eine sehr stabile Saison gespielt und war nur durch eine Verletzung aus der Mannschaft gerutscht.

SCP: Schulze Niehues – Schauerte, Scherder, Hoffmeier, Frenkert – Daube – Holtby, Remberg – Langlitz, Wegkamp, Grodowski

Liveticker aus Wiedenbrück ab 13.30 Uhr:

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