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Fußball: A-Junioren-Bundesliga

Regen und Wind! Preußens U19 verliert Schlacht gegen Schalke

Münster

Unter widrigsten Bedingungen geht Preußen Münsters U19 gegen den FC Schalke 04 in Führung, kann nach einem Doppelschlag der Knappen aber nicht mehr zurückkommen. Lob vom Coach gibt es trotzdem.

Von Thomas Austermann

Kapitän Noah Kloth (2. v. li.) und Joel Amadi (2. v. re.) wehren sich in dieser Szene gegen Schalkes Semin Kojic (li.) und Luis Klein (re.).  Foto: Wilfried Hiegemann

Punkte hätte es für beide A-Juniorenteams als Anerkennung geben müssen, die sich unter widrigsten Wetterbedingungen zum Bundesligaspiel auf Kunstrasen trafen. Leidenschaftlich trotzten der SC Preußen Münster und der FC Schalke 04 unablässigen Regengüssen und böigem Wind in Berg Fidel.

Zählbares fürs Punktekonto gab es nur für die nach dem Wechsel minutenlang entscheidend aufdrehenden Gelsenkirchener, die ein 3:1 (0:1) dem mit Corona infizierten Coach Norbert Elgert (65) durchtelefonieren durften. Das Gesicht der Knappenschmiede vertrat Co-Trainer Michael Eppers.

Der hatte gut zu tun, seine in der Offensive personell geschwächte Elf in der Pause neu auszurichten – bis dahin nutzte das Plus im Ballbesitz nichts gegen die mit Profi Deniz Bindemann, aber auch nicht in Bestbesetzung agierenden Preußen. Von Vorteil war, dass nach 13 Minuten Maxim Schröders frecher wie bildschöner Freistoß saß. Von links getreten und ins rechte Eck platziert gegen den zu weit vor dem Kasten stehenden Keeper Daniel Rose. Der Wind half wohl mit.

Sané und Cabrera treiben Schalke an

Der präsente Ole Overhoff ließ noch einen Pfostentreffer folgen. Das schnelle Umschalten gelang, das Zusammenspiel wirkte klarer und sauberer als die Bemühungen der auch im 4-3-3 spielenden Schalker, die mit Sidi Sané links vorne aufwarteten. Der 1,90 m lange „kleine“ Bruder von Bayern-Profi Leroy war technisch gut wie Antreiber Juan Cabrera im Mittelfeld, aber Münster klärte meistens dank sehr griffiger Abwehrarbeit. Vorne beschäftigte Bindemann gerne mehrere Gegenspieler.

Dass die Schalker nach der Pause kommen mussten mit Wind im Rücken und Wut im Bauch, war zu erwarten. Und sie schnürten die Preußen minutenlang ein, schlossen schnell ab und stifteten Unruhe. Per Doppelschlag waren Semin Kojic (54.), dessen Ballmitnahme stark nach Handspiel aussah, und Evan Rotundo (55.) erfolgreich. „In der Phase haben wir zu viele Zweikämpfe verloren. Obschon wir wussten, dass Schalke alles heraushauen musste“, sagte Preußentrainer Tobias Harink.

Er sah aber die Felle noch nicht schwimmen: Bindemann und Shayan Sarrafyar besaßen dicke Chancen direkt nach dem 1:2, aber keiner traf. Die Schalker überstanden die kurze Phase, bei den Preußen schwand der Mut mit der Zeit. „Wir haben sehr viel investiert und dafür gesorgt, dass eine Preußen-Elf mal auf Augenhöhe mit Schalke 04 agierte“, sagte Harink, dessen Junioren in der Nachspielzeit noch das dritte Tor durch Denis Milic schluckten.

Preußen U19: Bräuer – Amadi, Kloth, Brodner, Bena (80. Weber) – Overhoff (90. Hinterding), Keute, Sarrafyar (80. Kaba) – Tchadjobo (67. Wiemer), Bindemann, Schröder

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