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Fußball: Regionalliga West

So agierten Preußens Konkurrenten bisher auf dem Transfermarkt

Münster

Die große Hektik auf dem Transfermarkt der Regionalliga West ist bislang ausgeblieben, aber Aufsteiger 1. FC Bocholt ist an einem ehemaligen Offensivspieler von Preußen Münster interessiert – und Alemannia Aachen holte ein Duo.

Durchaus erfolgreich in Münster, nun aber heiß vom Regionalligisten 1. FC Bocholt umworben: Der 33 Jahre alte Marcus Piossek (links), der noch beim SV Meppen unter Vertrag steht. Foto: Jürgen Peperhowe

Viel hat sich wahrlich nicht getan in der Regionalliga West, seitdem die höchste NRW-Spielklasse in den Winterschlaf gefallen ist. Vielleicht hängt die fehlende Bereitschaft zu dem einen oder anderen riskanten Wintertransfer bei den Top-Teams auch damit zusammen, dass Preußen Münster auf dem besten Weg zu einem Alleingang gen Aufstieg in die 3. Liga unterwegs ist. Der Transfermarkt ist nicht wirklich in Bewegung.

Wenn am Freitag das Nachholspiel zwischen Alemannia Aachen und Fortuna Düsseldorf II im neuen Tivoli die Punktspielserie in der Regionalliga West 2023 eröffnet, dann müssen die ­zuletzt erfolgsverwöhnten Gastgeber eigentlich gewinnen – aktuell liegt die ­Alemannia schon elf Zähler hinter Münster.

Neun Spiele blieb Aachen ohne Niederlage, die letzte erlebte das Team von Trainer Helge Hohl Anfang Oktober. Läuft eigentlich in der Kaiserstadt, aber der Rückstand auf Münster ist schon gewaltig. Verpflichtet wurden bislang mit Benjamin Hemcke (Viktoria Köln) und Ulrich Bapoh zwei Akteure. Bapoh war mal deutscher U-18- und U-19-Nationalspieler, kam auf 32 Einsätze in der 2. Bundesliga sowie in der 3. Liga für den VfL Osnabrück. Aachen will aufholen und möglichst in Münster am 5. Februar das Titelrennen wieder offener gestalten. Nur zwei Siege helfen da weiter. Das ist wohl Druck.

Gladbachs Top-Torjäger zu den Profis?

Bei Borussia Mönchengladbach II, aktuell Rangzweiter hinter dem SCP, tat sich erstaunlich wenig. Shio Fukuda (Kamimura Gakuen High School) kam, Rocco Reitz wurde nach Belgien (St. Truiden) verliehen. Trainer Eugen Polanski setzte 30 Spieler ein, weitere neun Akteure aus seinem Auf­gebot spielten nicht, viele schnupperten „oben“ in der Bundesliga etwas Höhenluft.

Top-Torjäger Semir Telalovic scheint den Sprung zu den Profis ganz geschafft zu haben. In 20 Partien schoss er zehn Tore und bereitete sechs vor, nun gehört er zum Erstliga-Kader. Doch es fällt schwer den Überblick bei der Borussen-Reserve zu be­halten.

Aber, und das ist für den SC Preußen wichtig: Mönchengladbach II, die zweitjüngste Auswahl der Regionalliga West, wird eine Woche nach dem Aachen-Heimspiel im Grenzland­stadion warten, am 12. Fe­bruar. Münster hat jedenfalls ein superschweres Programm.

Bulgarien und die USA: Oberhausen gibt Duo ab

Nur noch Außen­seiterchancen besitzt dagegen RW Oberhausen, das Team von Coach Mike Terranova gab Leroy Mickels an den ­bulgarischen Erstligisten Spartak Varna ab. Zudem wandert Innenverteidiger Michael Wentzel in die USA aus und schließt sich wohl dem MLS-Team St. Louis City SC an.

Leroy Mickels (vorne) hat RW Oberhausen verlassen und spielt künftig in der bulgarischen ersten Liga. Foto: Imago/Fotografie73

Der Wuppertaler SV, noch ein Mitbewerber um den ­Titel, absolviert aktuell ein Trainingslager in Belek/Türkei. Sportchef Stephan Küsters, einst auch als Spieler, Kapitän und Sportlicher Leiter bei den Preußen, will das Aufgebot unverändert lassen. Das gilt auch beim Überraschungsvierten und Aufsteiger 1. FC Kaan-Marienborn. Im Team des früheren SCP-Kapitäns Julian Schauerte gibt es offenbar keinen Handlungsbedarf.

Ex-Preuße ist der Wunschspieler am Hünting

Dafür aber sehr wohl beim 1. FC Bocholt. Dort soll der mittlerweile 33 Jahre alte Marcus Piossek anheuern. Doch „Pio“, der 2013 bis 2015 in der 3. Liga teils durchaus erfolgreich für Münster spielte und in 72 Partien mit 28 Scorerpunkten auffällig wurde, steht noch bis Sommer bei Drittliga-Schlusslicht SV Meppen unter Vertrag.

Manchmal gehen aber solche Dinge ganz flott über den Tisch, zumal der Auf­steiger am Samstag in einem Nachholspiel um 14 Uhr Fortuna Köln erwartet. Münster holt erst am 25. März die am 10. Dezember ausgefallene Partie am Hünting nach – bis dahin müssen die „Schwatten“ die Personalie Piossek so oder so geklärt haben.

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