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Fußball: Regionalliga West

Wie lange fehlt Remberg den Preußen? Gewissheit wohl am Montag

Billerbeck

Das Bulletin von Nicolai Remberg wird zu Wochenbeginn mit Spannung beim SC Preußen Münster erwartet. Fällt der 22 Jahre alte Anführer aus dem Mittelfeld länger aus, dürfte auch Sportchef Peter Niemeyer ins Grübeln kommen. Die 1:2-Niederlage in Billerbeck gegen Heracles Almelo rückte deshalb in den Hintergrund.

Von Alexander Heflik

Nicolai Remberg wurde von Physiotherapeutin Kira Loose sofort behandelt. Foto: Johannes Oetz

Niederlagen in Testspielen haben selten einen nachhaltigen Schmerz. So gesehen hätte Preußen Münster das 1:2 (1:1) gegen den niederländischen Zweitligisten Heracles Almelo vor rund 700 Zuschauern in Billerbeck kurz wehgetan, dann wäre es als lehrreich eingestuft worden, in nicht einmal zwei Wochen muss alles sitzen, wenn in der Regionalliga West im Heimspiel die SG Wattenscheid 09 wartet.

„Das tut aber weh“, sagte Sportchef Peter Niemeyer dann doch nach der Partie. Er sah Nicolai Remberg sich den Oberkörper kühlen. Münsters aggressiver Anführer im Mittelfeld droht möglicherweise eine längere Pause. Er fiel auf die Schulter, vielleicht ist das eine Fraktur, ist das der Fall, fällt Münsters Nummer 21 länger aus. Das ist ein Schlag ins Kontor.

Langlitz und Teklab angeschlagen

„Nach einem Trainingslager weiß man nicht immer, ob das schwere Beine sind oder es eine Verletzung ist“, sagte Trainer Sascha Hildmann. Der SCP war aus einem fünftägigen Camp gekommen und wollte gegen Almelo die Form überprüfen. Münsters Coach musste kurzfristig reagieren, weil Alexander Langlitz nach dem Aufwärmen passen musste und Henok Teklab nach einer halbe Stunde raus war.

Beide dürften bald wieder fit sein, müde Knochen halt – bei Remberg war das anders. „Ich vermute, dass das eine schwere Verletzung ist“, sagte Hildmann. In der Vorsaison erlitt Lukas Frenkert eine Schultereckgelenk-Sprengung – und fiel volle drei Monate aus. Rembergs Bulletin hat es in sich. Zumindest klangen am Sonntag die Prognosen nicht mehr ganz so düster. Gewissheit dürfte am Montag erst das finale MRT bringen. Auch zu Langlitz und Teklab gibt es dann Neues.

Preußens Grote-Rückholaktion denkbar

Denn Münster hat im zentralen Mittelfeld mit Dennis Daube (Reha nach Kreuzbandriss) einen fast schon ewigen Patienten, deshalb stehen bei der geplanten Rückholaktion von Dennis Grote aktuell die Zeichen eher auf Finalisierung – aber sicher ist das nicht. Niemeyer muss wegen Daube, Remberg und auch Frenkert (Knöchelbruch) einige neue Puzzleteile ordnen.

Sportlich war das vor der Pause schon richtig gut vom SCP, der 0:1-Rückstand durch Sinan Bakis wurde durch Andrew Wooten egalisiert. Er verwertete eine Ecke von Marc Lorenz (12.). Allerdings: Die Preußen ließen durch Wooten und Teklab weitere Chancen liegen.

Nach dem Wechsel und in Unterzahl, weil Darius Ghindovean die Ampelkarte gesehen hatte, ließ der SCP mit sieben „frischen“ Akteuren den Niederländern wenige Möglichkeiten. Auf den verteidigenden Außenpositionen machten die jungen Joel Amadi und Kevin Schacht vieles richtig. Chancen genutzt. Wie auch Yassine Bouchama im Mittelfeld. Almelos Siegtreffer war ein feiner Drehschuss von Emil Hansson (82.). Der SCP verpasste durch Gerrit Wegkamp noch den Ausgleich.

SCP: Schulze Niehues (46. Müller) – Koulis, Scherder, Hahn (46. Amadi), Lorenz (46. Schacht) – Kok (46. Remberg/70. Kloth) – Ghindovean, Deters (46. Bouchama) – Oubeyapwa (46. Bindemann), Wooten (46. Wegkamp), Teklab (32. Kwadwo)

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