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Fußball: Regionalliga West

Vor Lippstadt-Spiel: Hildmanns hausgemachtes Luxus-Problem

Münster

In der Kabine spürt man es und in der Stadt: „Man wird viel häufiger angesprochen.“ Preußen-Trainer Sascha Hildmann genießt die gute Stimmung. „Das haben wir uns hart erarbeitet.“ Harte Arbeit und harte Entscheidungen erwartet er auch gegen Lippstadt.

Von Ansgar Griebel

Die Pokalsieger vom Mittwoch fordern die Liga-Gewinner vom vergangenen Samstag heraus: In Wiedenbrück werden gegen den SV Lippstadt aber vermutlich die alten Hasen das Rennen machen. Foto: Sebastian Sanders

Man kann es nicht anders sagen, und der Trainer bringt es auf den Punkt: „Großartig“, lautet die Antwort von Preußen-Coach Sascha Hildmann auf gleich fünf Fragen. Die zur Stimmung im Team, die zur Stimmung im Umfeld, die zum sportlichen Lauf in Meisterschaft und Pokal und last but not least die nach dem persönlichen Wohlbefinden.

Es läuft derzeit schlichtweg kugelrund beim SCP. So rund, dass der Trainer vor dem wichtigen Spiel am Samstag im Wiedenbrücker Jahnstadion gegen den SV Lippstadt (Samstag, 14 Uhr, hier im Liveticker) unter der Woche sogar höchstpersönlich Hand anlegen musste, um Probleme zu schaffen, die es ohne ihn gar nicht geben würde.

Köln-Held fehlt Preußen zu „99 Prozent“

Einer alten Fußballweisheit folgend, sollten Trainer tunlichst die Hände von einem „winning team“ lassen. Doch weil die Gewinnerelf vom vergangenen Liga-Samstag gegen den 1. FC Köln II (4:2) und die siegreichen Pokalsieger gegen die SG Wattenscheid (4:0) vom Mittwochabend in ihren Startformationen so gar keine Schnittmenge haben, steht Hildmann plötzlich vor einer sehr, sehr langen Liste potenzieller Kandidaten für den Auftritt in Wiedenbrück. „Das macht es mir für Samstag natürlich sehr, sehr schwer, ein Team zu finden. Aber das ist ja genau das, was wir uns im Trainerteam immer wünschen, dass es dann eben so eng ist.“

Gegnercheck: Pechvogel Westphal

Es war also auch keine Überraschung, dass der Trainer seine aktuelle Wunschformation fürs Wochenende 24 Stunden vor dem Anpfiff noch nicht verraten wollte – eine Sorge konnte er Gegner Lippstadt allerdings nehmen: Henok Teklab, der überragende Dreierpacker des Vorwochenendes, wird wohl passen müssen. Schmerzen plagten den 23-Jährigen schon nach dem Abpfiff des Köln-Spiels. Inzwischen hat sich die Blessur als Innenbanddehnung herausgestellt – die Ausfallwahrscheinlichkeit beziffert der Trainer auf „99 Prozent“.

Hildmann: Das macht Lippstadt aus

Ohne Teklab, aber mit dem Selbstbewusstsein aus sechs ungeschlagenen Ligaspielen und zwei Pokalpartien fährt der Spitzenreiter also nach Wiedenbrück, um dort gegen Lippstadt anzutreten. Für den Trainer nichts, worüber es sich Gedanken zu machen lohnte. „Uns ist´s egal und ändern können wir es ohnehin nicht.“ Hildmann kennt beide Plätze gut, siegte in Wiedenbrück gegen den SC Wiedenbrück am zweiten Spieltag mit 1:0 – und sah in Lippstadt den 2:0-Erfolg des SV Lippstadt gegen den SV Rödinghausen.

„Lippstadt ist eine spielstarke Mannschaft. Auf uns kommt eine sehr anspruchsvolle Aufgabe zu. Die wollen wir lösen“, so Hildmann, der die jüngste Niederlage Lippstadts gegen die Reserve von Fortuna Düsseldorf, den Liga-Verwerfungen durch die Zweitvertretungen zuordnet. „Gegen Düsseldorf haben sie sehr unglücklich verloren, weil die Fortuna mit Profis aus der Ersten gespickt war.“ Man kennt das in Münster nur zu gut.

Die Preußen haben aktuell Ruhe vor den Reserveteams, nach dem Auftritt gegen Lippstadt kommt der SV Rödinghausen an die Hammer Straße, dann geht es zur Alemannia aus Aachen. Dann vermutlich wieder mit vielen mitreisenden Fans. Für Wiedenbrück haben sich bislang rund 300 Preußenfans Tickets besorgt. „Und auch die werden wieder eine Unterstützung sein“, sagt Hildmann, „großartig“.

Voraussichtliche Aufstellung: Schulze Niehues - Langlitz, Hahn, Scherder, Lorenz - Grote - Remberg, Bouchama - Oubeyapwa, Wooten, Deters

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