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Fußball: Westfalenpokal

SC Preußen spaziert mit drittem Anzug eine Runde weiter

Münster

Der SC Preußen Münster steht nach einem souveränen 4:1-Sieg gegen Westfalenligist TuS Tengern  im Achtelfinale des Westfalenpokals. Gegen den Underdog testet Coach Sascha Hildmann viele Junge - und einen Neuzugang. 

Von Alexander Heflik

Gut gemacht: Joshua Holtby (3. v. re.) wird von seinen Teamkollegen abgeklatscht nach dem Treffer zum 1:0.  Foto:  Sebastian Sanders

Preußen hat sich beim Projekt Titelverteidigung im Westfalenpokal keine Blöße gegeben. Obwohl Trainer Sascha Hildmann ein buntes Spieler-Potpourri aus Regionalliga-Akteuren und ambitionierten Nachwuchsspielern aufs Feld schickte, gab es keinen Zweifel am Erfolg der Hausherren vor 623 Zuschauern. Joshua Holtby und Jan Dahlke hießen die Torschützen vor der Pause, nach dem Wechsel dann Luke Hemmerich und erneut Dahlke. Alexander Knicker besorgte den Ehrentreffer für tapfere Gäste, die erst eine halbe Stunde vor Anpfiff das Preußenstadion erreichten. Deshalb wurde die Partie erst eine Viertelstunde später angepfiffen. Geschenkt.

Nach dem 4:1 (2:0) über Westfalenligist TuS Tengern nimmt der Weg ins Finale Konturen an. „Weitergekommen, viele neue und gute Eindrücke von den jungen Spielern gewonnen“, freute sich Trainer Sascha Hildmann über den Sieg. Und: „Das Spiel hat gezeigt, dass wir in der U 23 und U 19 richtig gute Arbeit liefern.“

Hildmann nimmt nur 16 Spieler ins Aufgebot

Diese Mannschaft des SC Preußen Münster hatte ein Alleinstellungsmerkmal, vermutlich wird sie nie wieder so auf dem Platz zu sehen sein. Vier Tage vor dem Spitzenspiel gegen Wuppertal im eigenen Stadion steuerte Hildmann die Belastung für sein Regionalliga-Aufgebot, das Team wurde mit U-23- und U-19-Akteuren ergänzt. Nur 16 Spieler umfasste der Spieltagskader. Es war einerseits ein Mix aus erster Garnitur, Reservisten und den Akteuren, die vielleicht erst in ein oder zwei Jahren fester Bestandteil der Erstvertretung sein werden. Aber, und das war das Entscheidende daran, Sascha Hildmann traute diesem dritten Anzug für ein Spielchen in der Wochenmitte gefahrenlos den Sieg zu. Er sollte Recht behalten.

Einer der auffälligsten Preußen war Luke Hemmerich (Mitte), der an vielen guten Offensivaktionen beteiligt war. Foto: Sebastian Sanders

Denn Münster dominierte die Partie, ließ mit Neuzugang Robin Ziegele in der Innenverteidigung vor der Pause keine einzige Chance des Westfalenligisten zu. Nach 21 Minuten war Joshua Holtby zur Stelle, seine Zweitverwertung nach einem schönen Dribbling von Luke Hemmerich führte zum 1:0. Praktisch mit dem Pausenpfiff war dann alles schon geklärt, als Jan Dahlke zum 2:0 vollendete. Die Vorarbeit hatte Luke Hemmerich geliefert, der von der linken auf die rechte Seite gewechselt war. Drumherum hatte Münster genug Ansätze, höher in Führung gehen zu können.

Stammpersonal absolviert intensives Training

Es blieb eine ganz einseitige Angelegenheit, der SCP hatte nach der Pause alles im Griff. Luke Hemmerich donnerte nach Ecke von Joshua Holtby einen Fernschuss ins Tengerner Tor, die Gäste konnten zuvor nicht entscheidend klären. Nach einer Stunde erhöhte Jan Dahlke mit seinem zweiten Treffer auf 4:0, als er sich den Ball im Strafraum der Gäste erkämpfte und dann clever einschob.

Längst war hier alles geklärt, der SCP auf Kurs in Richtung Achtelfinale. Und daran änderte sich auch nichts, als Hildmann mit Holtby, Hemmerich und Dahlke seine Achse aus dem Spiel nahm und Schonung für das Spitzenspiel verordnete. Alle die, die nicht im Pokalspiel auf dem Spielbericht standen, hatten dabei um 16 Uhr eine intensive Trainingseinheit absolvieren müssen. Keiner der Preußen hatte an diesem Mittwoch, wo sich der Sommer in den Herbst verabschiedete, Müßiggang erfahren.

Münster: Dedovic – Kloth, Ziegele, Ter-Horst, Benjamins – Teklab (72. Amadi), Holtby (61. di Pierro), Klann, Hemmerich (61. Schacht) – Bindemann, Dahlke (61. Sengün). – Tore: 1:0 Holtby (21.), 2:0 Dahlke (45., Pass Hemmerich), 3:0 Hemmerich (58., ohne Vorarbeit), 4:0 Dahlke (60., ohne Vorarbeit), 4:1 Knicker (65.). - Zuschauer: 623

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