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Fußball: Westfalenpokal

Schützenfest zum Auftakt – Preußen Münster fertigt Werl-Aspe mit 12:0 ab

Münster

Kein Thema, das war keine wirkliche Aufgabe für den Fußball-Regionalligisten Preußen Münster in der ersten Runde des Westfalenpokals. Das Team von Trainer Sascha Hildmann gewann gegen A-Ligist SV Werl-Aspe souverän. Drei Spieler trafen gleich dreifach.

Von Alexander Heflik

Gerrit Wegkamp am Boden? Das täuscht, der Preußen-Spieler markierte drei Treffer vor der Pause, auch Henok Teklab und Jan Dahlke trafen dreifach. Foto: Jürgen Peperhowe

Den ersten ­Applaus gab es schon mit Anpfiff, als der Stadionsprecher das Ende der Maskenpflicht am Sitzplatz verkündete. Dann, 99 Sekunden nach Spielbeginn, folgte der nächste Beifall, als Gerrit Wegkamp nach Flanke von Henok Teklab zur Führung traf. Fünf Minuten weiter, es war 19.38 Uhr, war es erneut Wegkamp, der zum 2:0 erfolgreich war. Dem Letzten auf der Tribüne war klar, das wird eine ganz einseitige Sache im Preußenstadion. Wie erwartet: Das war ein Kinderspiel für den SCP, manche würden sagen ein Scheibenschießen.

SCP ohne Kompromisse

Am Ende des Tages musste nach dieser Partie der ersten Runde im Westfalenpokal auch gesagt sein, dass die Preußen die Sache total seriös und ohne Schnörkel nach Hause gebracht haben. Der 12:0 (8:0)-Sieg über den SV Werl-Aspe ließ keine Fragen offen. Nein, an diesem Tag schrieb der Pokal keine eigenen Gesetze, der Regionalligist machte einfach nur „tabula rasa“ mit dem ­A-Kreisligisten. Münster steht in der zweiten Runde und wartet auf den Gegner: Entweder wird es Bezirksligist VfB Schloss Holte oder Westfalenligist TuS Tengern sein, die Vereine steht sich am Sonntag gegenüber. Das Zweitrundenspiel sollte bis zum 24. September ausgetragen sein.

Wegkamp eröffnet Torreigen

Zurück zum Spiel: Münsters Überlegenheit war erdrückend, eben weil das Team die Marschroute von Trainer Sascha Hildmann rigoros befolgte. Mit Torwart Marko Dedovic sowie Noah Kloth, Dominik Klann, ­Henok Teklab oder Deniz Bindemann räumte der Coach Akteuren, die bislang eher im zweiten Glied standen, Plätze in der Startelf ein. Wobei natürlich ein echter Leistungstest anders aussieht – Werl-Aspe versuchte das Allerschlimmste zu verhindern. Vergeblich. Es reichte für einen münsterschen Torreigen, Wegkamp (3) verpasste den Hattrick, der quirlige Henok Teklab traf doppelt, zur Halbzeit führte der SCP bereits mit 8:0 – Torwart Tim Lambracht verhinderte da noch das Zweistellige.

Aufregung dann im ­ A-Block, hier sind einige ein bisschen mehr engagierte Preußen-Anhänger beheimatet. Ein Zuschauer zog die Jacke aus und präsentierte sein Bielefeld-Trikot, das war dann mal eine Mutprobe und auch Provokation, das roch nach Zoff und Tumult. Der junge Mann wurde vom Sicherheitsdienst aus dem Verkehr gezogen.

Dahlke zum Dritten

Und sonst so? Nach Jan Dahlkes 9:0 folgte ein Schreckmoment, als Alexander Langlitz gefoult und aus dem Spiel musste. Der SCP musste mit zehn Mann die Partie beenden – na ja, der Vorsprung sollte reichen. Er wurde sogar noch größer. Dahlke gelang der Hattrick innerhalb von 20 Minuten, Teklab legte nach. Ach, das war rekordverdächtig einseitig. Die Preußen sind weiter, mehr zählt nicht, am Samstag (16 Uhr) geht es in der Liga zu Borussia Mönchengladbach II – das dürfte dann doch etwas anspruchsvoller werden.

Münster: Dedovic – Kloth, Klann, Hoffmeier (46. Daube), Borgmann (46. Schauerte) – Teklab, Remberg (46. Langlitz), Holtby, Deters – Bindemann, Wegkamp (46. Dahlke). – Tore: 1:0 Wegkamp (2., Flanke Teklab), 2:0 Wegkamp (7., Flanke Borgmann), 3:0 Bindemann (16., Kopfball Wegkamp), 4:0 Hoffmeier (18., Ecke Holtby), 5:0 Deters (21., Pass Bindemann), 6:0 Wegkamp (24., Pass Borgmann), 7:0 Teklab (31., ohne Vorarbeit), 8:0 Teklab (40., ohne Vorarbeit), 9:0 Dahlke (49., Flanke Schauerte), 10:0 Dahlke (61. ohne Vorarbeit), 11:0 Dahlke (69., Pass Schauerte), 12:0 Teklab (71., ohne Vorarbeit)

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