Fußball: Westfalenpokal-Halbfinale

Schwerstarbeit in Verl macht nicht nur Preußens Joshua Holtby Spaß

Verl

Trainer Sascha Hildmann hatte seine Achter instruiert und vorgewarnt – und Joshua Holtby und Nicolai Remberg lieferten. Das Duo rackerte und ackerte im Mittelfeld, machte es dem Drittligisten SC Verl unbequem und schwer. Das zeigte Wirkung beim 3:0-Erfolg des SC Preußen Münster im Halbfinale des Westfalenpokal, den der Regionalligist nun auch gewinnen will.

Joshua Holtby, der hier im Zweikampf mit Kasim Rabihic von Deniz-Fabian Bindemann Unterstützung erhält, verrichtete im Mittelfeld Schwerstarbeit. Foto: Jürgen Peperhowe

Als Niklas Heidemann in der Nachspielzeit den Endstand herstellte, war der Jubel groß. Der eingewechselte Linksfuß hatte mit dem „schwachen rechten“ abgeschlossen. „Dem starken, bitte“, lachte er. Die Laune war gut bei den Preußen. Dass Guerino Capretti, der Coach der Verler und ehemalige SCP-Kapitän von der „schlechtesten Saisonleistung“ seiner Elf sprach, war durchaus als Kompliment für den Gast zu werten.

„Jetzt ist es unser Anreiz, das Finale zu gewinnen, auch wenn wir schon im DFB-Pokal sind“, erklärte ­Joshua Holtby, der gemeinsam mit Nicolai Remberg im Mittelfeld Schwerstarbeit zu verrichten hatte. „Der Trainer hat uns vorher gesagt, dass wir über uns hinauswachsen müssen. Das haben wir getan“, so der 25-Jährige. Und noch in einem anderen Punkt behielt Sascha Hildmann recht: „Er hat uns Achtern vorher gesagt, dass es kein schönes Spiel für uns wird, viele defensive Wege, viele Bälle wegfressen. Dessen waren wir uns bewusst, aber wir haben es so ausgeführt. Und Bock gemacht hat es trotzdem.“ Für den Techniker war es eine Umstellung im Vergleich zum Regionalliga-Alltag – Remberg hingegen musste sich nicht anpassen. „Das ist ja genau mein Ding. Nach hinten alles raushauen“, so das Eigengewächs. „Ein Unterschied war nicht zu merken. Und wir hatten genug Chancen, hätten noch deutlich höher gewinnen müssen.“

Langlitz: „Schmerzen hab ich morgens schon“

Wichtig war vor allem, dass die erste saß. Alexander Langlitz, rechtzeitig genesen von einer Nackenverletzung, blieb eiskalt und profitierte dabei von einem Verler Missverständnis. „Wir haben in der Deckung einfach sauber gearbeitet. Und da wir beide Profi-Mannschaften sind, tut sich da auch nicht mehr so viel.“ Er selbst rieb sich fast selbstlos auf der rechten Seite auf, biss auf die Zähne und war einer der Garanten. „Schmerzen habe ich morgens beim Aufstehen schon, aber im Laufe des Tages wird es immer besser.“ Das kleine Highlight gegen den Drittligisten wollte sich der 30-Jährige ja auf keinen Fall entgehen lassen.

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