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Fußball: Testspiel

1:1 beim BVB II – Preußen Münster überzeugt trotz einiger Wackler

Dortmund

Dritter Test, erstes Remis: Nach zwei Erfolgen gegen unterklassige Gegner stand für Preußen Münster bei Borussia Dortmund II eine erste richtige Standortüberprüfung auf dem Spielplan. Und die glückte mit dem 1:1 durchaus. Dabei erzielte Marc Lorenz erneut ein Traumtor.

Von Thomas Rellmann

Neuzugang Yassine Bouchama (l.), hier im Zweikampf mit dem Dortmunder Moritz Broschinski, spielte als einziger Münsteraner durch. Foto: Sebastian Sanders

Mit seiner dritten „Fackel“ im dritten Testspiel weckt Marc Lorenz große Hoffnungen für Preußen Münster. Auch beim 1:1 (1:1) gegen Borussia Dortmund II im Aplerbecker Waldstadion war der Rückkehrer wie drei Tage zuvor in Südlohn per Freistoß erfolgreich. „Ein echter Hammer, er hilft uns richtig weiter“, sagte Trainer Sascha Hildmann, der mit dem Auftritt beim Drittligisten gut leben konnte. „30 Minuten lang waren wir echt gut. Es war ein flottes Spiel mit viel Aggressivität, Zweikampfführung, Cleverness“, sagte er. „Der BVB hatte schnelle, athletische Spieler, für uns ein super Prüfstein.“

Allerdings hatte die Partie in der Viertelstunde vor der Pause auch diverse Makel. „Da haben wir in der Offensive zu oft den zweiten Ball verloren, sodass Dortmund ein Umschaltspiel aufziehen konnte. Das kann böse enden“, so der Pfälzer. 2021 rauschte sein Team mit sieben Siegen durch die Vorbereitung. Dass das nun nicht mehr klappt, ist aber sekundär. Nach der Umgestaltung des Kaders fehlen auch noch Abstimmung und Selbstverständlichkeit. „Einstellung, Laufbereitschaft stimmten“, sagte Hildmann und hob den Lerneffekt hervor.

Broschinski überwindet Schulze Niehues

Der Freistoß von Lorenz, diesmal Kapitän, aus 20 Metern klatschte an den Innen­pfosten und von da dann ins Netz (12.). Der in der Bundesliga erprobte Marcel Lotka konnte nur hinterherschauen. Beide Seiten waren um Dominanz bemüht, beide liefen teils früh an und waren so auch oft zum langen Ball gezwungen. Mitte der ersten Hälfte wurden die Schwarz-Gelben dann immer besser und stießen vermehrt in die Lücken in der SCP-Abwehr.

Ole Pohlmann verzog noch knapp (26.). Nach einer Ecke für die Preußen stimmte die Absicherung dann nicht. Beim schnellen Konter hatte Moritz Broschinski rechts viel Raum und überwand Keeper Max Schulze Niehues mit einem platzierten Schuss (30.). Münsters Nummer eins geriet danach vermehrt in den Blickpunkt. Er musste gegen Justin Njinmah (35.) und Michael Eberwein (36.) – beide Angreifer waren völlig frei – sein ganzes Können aufbieten und rettete vor Njinmah per Kopf in höchster Not (37.). Das alles binnen 120 Sekunden.

Hahn klärt vor der Linie

Die BVB-Führung wäre verdient gewesen, doch erst klärte Darius Ghindovean den Versuch von Broschinski und dann Alexander Hahn den Nachschuss von Eberwein kurz vor der Linie (43.). Der SCP unter Druck – und im Pech, weil Nicolai Remberg angeschlagen raus musste. Eine Vorsichtsmaßnahme.

Zur zweiten Hälfte folgten fünf weitere Wechsel, unter anderem feierte Andrew Wooten in der Spitze sein Debüt. Durch die vielen Umstellungen der Sparringspartner fehlte es allerdings an Torszenen. Roman Schabbing war bei seiner Premiere auch auf dem Posten, wenn nötig. Die Schlussphase ging dann doch an die jetzt junge Preußen-Garde, in der sich vor allem Kevin Schacht in Szene setzte. Zweimal hielt er viel­versprechend drauf (79., 85.). Das Remis war aber das passende Resultat.

SCP: Schulze Niehues (62. Schabbing) – Langlitz (62. ter Horst), Hahn (62. Kloth), Koulis (46. Scherder), Lorenz (62. Amadi) – Bouchama – Remberg (38. Deters) – Ghindovean (46. Schacht) – Kwadwo (46. Oubeyapwa), Wegkamp (46. Wooten/76. Dahlke), Te­klab (46. Bindemann)

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