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Fußball: Oberliga

Preußen II schlägt Haltern und bleibt daheim weiter tadellos

Münster

Auf eigenem Geläuf ist die zweite Mannschaft von Preußen Münster weiterhin makellos unterwegs. Beim 3:1 gegen den schwachen TuS Haltern fiel die Entscheidung allerdings erst in der Nachspielzeit. Trainer Kieran Schulze-Marmeling ärgerte sich ein wenig über unnötige Aufregung.

Von Thomas Austermann

Kevin Schacht (2.v.l.), Marius Mause (2.v.r.) und Pascal Koopmann beobachten den Vorstoß von Halterns Farid Gilani (Mitte). Foto: Wilfried Hiegemann

In den Heimspielen legt Oberligist Preußen Münster II die Grundlagen für den erwünschten Einzug in die späteren „Playoffs“ der zehn besten Teams. Mit dem überzeugenden 3:1 (2:0) gegen den völlig überforderten TuS Haltern sind aus drei Partien am Stadion neun Zähler geholt worden. Dass die Adlerträger ganz kurz zittern mussten, hatten sie sich selbst zuzuschreiben.

„Das Spiel darf niemals spannend werden“, sagte Preußentrainer Kieran Schulze-Marmeling und atmete nach Abpfiff durch. Tatsächlich brachten erst eine Portion Passivität und etwas Kontrollverlust die zuvor arg harmlosen Seestädter spät ins Spiel. Nach flacher Eckballhereingabe wuchtete Kevin Lehmann den Ball zum 1:2 (88.) ins Netz bei einer der an fünf Fingern abzählbaren TuS-Möglichkeiten. Über Stürmer Kevin Schacht und Jürgen Sinev aber lief dann – wie in den Heimspielen zuvor – ein letzter griffiger Konter, den Tobias Heering zum 3:1 (90.+2) nutzte. Zwei Einwechsler waren also beteiligt. 90 Minuten dabei war ein gern gesehener Mittelfeldmann, Dominik Klann aus dem Regionalliga-Kader, der im 4-3-3 für ein Plus in der spielstarken Zentrale sorgte.

Haltern – zuvor ungeschlagen bei 4:2 Toren – baute sich gegen den Ball bisweilen mit einer Sechser-Abwehr auf und überließ den Preußen Platz und Zeit, offenbarte dadurch erhebliche Defizite im Mittelfeld. Klann und Pascal Koopmann zogen Münsters Überzahl-Spiel auf. Zumal außen nicht das passende Personal verteidigte, lief ein Marius Mause als vorpreschender Abwehrmann die Linie rauf und runter, ohne von Nils van den Woldenberg beeinträchtigt werden zu können.

Er lieferte zwei direkte Zuspiele und bediente erst Schacht zu dessen wunderbarem Kopfballtreffer aus vollem Lauf heraus (26.), dann fand er am zweiten Pfosten Abnehmer Francesco di Pierro (30.). Spätestens jetzt hätte Haltern seine taktische Formation ändern und mehr auf Ballgewinn aus sein müssen – aber die Verantwortlichen um Trainer Timo Ostdorf verlegten sich aufs eifrige Zetern gegen den Schiedsrichter und griffen nie konstruktiv ein. „Besser als in der ersten Halbzeit kann man gegen eine so tief stehende Elf, die nichts fürs Spiel tut, kaum agieren“, lobte Schulze-Marmeling.

In Erwartung einer Reaktion nahmen die Preußen die zweite Halbzeit auf. Und wunderten sich, dass Haltern rein gar nichts änderte. Also ließen sie Ball und Gegner laufen. „Es war wirklich komisch für die Jungs“, sagte ihr Trainer und sah zu seinem Leidwesen, wie stark das Engagement herunter geschraubt wurde. Das Passspiel wirkte bisweilen unsauber, das Nachrücken unterblieb. Halterns verbale Eingriffe leider nicht. Leise wurde es erst nach dem Treffer von Heering.

SCP: Westphal – Mause, Ter-Horst, Klauke, Sengün (88. Sinev) – Rüschenschmidt, Koopmann (70. Demirarslan), Klann – Selutin (85. Frieling), Schacht, Di Pierro (79. Heering)

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