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Fußball: 3. Liga

Spiel 342 bedeutet für Preußen den Drittliga-Abschied

Münster

Preußen Münster bestreitet sein vorerst letztes Spiel in der 3. Liga. Am Samstag gastiert das Team von Trainer Sascha Hildmann beim 1. FC Magdeburg. Einige jüngere Spieler sollen dabei Drittliga-Erfahrung sammeln dürfen – ehe der Abstieg in die Regionalliga besiegelt ist.

Alexander Heflik

Könnte in Magdeburg sein 141 Drittliga-Spiel für den SC Preußen bestreiten: Simon Scherder Foto: Jürgen Peperhowe

Das 342. Spiel des SC Preußen Münster in der 3. Liga wird das vorerst letzte sein, Platz sechs in der sogenannten „ewigen Tabelle“ der 2008 gegründeten Spielklasse ist zementiert. Noch einmal gastiert der SCP am Samstag um 14 Uhr beim 1. FC Magdeburg. Dann steigt der Verein im 114. Jahr seit der Gründung ab. Trainer Sascha Hildmann geht professionell mit der Situation um: „Ja, wir wollen einigen jungen Spielern eine Plattform geben und ein gutes Spiel machen, eventuell einen Platz nach oben schießen und ein gutes Ergebnis rausholen.“

Auch Hildmann weiß aber nur zu genau, dass es der Tanz um die goldene Ananas sein wird, Magdeburg hat vor dem letzten Spieltag als Zweitliga-Absteiger das Minimalziel Klassenerhalt erreicht, Münster dagegen muss runter – Spiel 342 zieht einen Schlussstrich unter neun Jahre 3. Liga. Nur Wehen Wiesbaden, Osnabrück, Unterhaching, Rostock und Erfurt waren in ähnlich langen Zeiträumen mit von der Partie in Liga drei.

Schlussstrich im Fußball bedeutet in der Regel auch Neuanfang. Der SCP wird sich anders aufstellen müssen. Sportchef Malte Metzelder erlebt seine letzten Arbeitstage beim SCP, er verlässt der Verein auf eigenen Wunsch. Münster sucht deshalb einen neuen sportlichen Leiter. Auch die Trainerfrage gilt es zu klären, der Kontrakt von Sascha Hildmann endet am Samstag.

Sein Verbleib ist offen, wohl aber mit einer Tendenz versehen. Denn: „Gespräche haben stattgefunden, wir sind schon ins Detail gegangen. Ich bin sehr gerne in Münster.“ Das hört sich nach einer gewissen Nähe an. Hildmann genießt – trotz des Abstiegs, aber dank der sportlichen Entwicklung in der zweiten Saisonhälfte und seiner offensiv positiven Art – Vertrauen. SCP-Präsident Christoph Strässer und seine Mitstreiter trauen dem 47-Jährigen den Neuanfang in der Regionalliga wohl zu.

Hildmann gilt auch als Überzeugungstäter, dürfte sich aber nur unter vernünftigen bis guten Rahmenbedingungen auf das Abenteuer in der vierten Liga einlassen: Der SCP müsste dann über einen wettbewerbsfähigen Etat verfügen, sprich weit oben in der Regionalliga mitspielen können.

Dass andere Viertligisten deutlich weiter in der Planung sind, aber dennoch der SCP nicht hektisch agieren darf, diesen Spagat umriss Hildmann so: „RW Essen ist mit seiner Planung durch, weil sie seit einem halben Jahr keinen Fußball mehr spielen. Wir machen das mit Bedacht und ohne Parolen oder Oberflächlichkeiten. Ganz wichtig ist, dass man eine gemeinsame Sprache spricht.“

Liveticker vom Spiel in Magdeburg ab 13 Uhr.

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