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Fußball: Regionalliga

Spielfreudige Preußen siegen souverän

Münster

Die Mannschaft das SC Preußen Münster nimmt Konturen an: Mit mittlerweile fünf Neuzugängen und nach sechs Testspielen spielt sich Regionalligist Schritt für Schritt zur Wettkampfreife. Jüngster Beleg: Ein ungefährdeter 2:0-Erfolg über den Nord-Regionalligisten SSV Jeddeloh.

Ansgar Griebel

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Mit einer flotten Kennenlernrunde vertrieb der SC Preußen Münster 250 zufriedenen Fans den Samstagnachmittag: Die beiden frischesten Neuzugänge Jules Schwadorf und Dennis Daube durften beim ungefährdeten 2:0 (2:0)-Erfolg gegen den überraschend harmlosen Nord-Regionalligisten SSV Jeddeloh ebenso mitmischen wie Testspieler Valentino Vujinovic, der sich durch einen überzeugenden Auftritt am Mittwoch beim Sieg gegen Herbern einen Recall-Zettel verdient hatte. Dass der Gegner dann nicht so recht mitspielen wollte, lag dann aus Sicht von Preußen-Trainer Sascha Hildmann weniger an der mangelnden Bereitschaft der Gäste, denn am starken Auftritt der eigenen Truppe: „Ich denke, wir haben das einfach gut gespielt“, so das Fazit des Preußen-Trainers nach der sechsten Testrunde.

Blitzstart durch Langlitz

Auch wenn naturgemäß noch nicht alle Rädchen ineinandergriffen, so hatten die Preußen zumindest auch keine offensichtlichen Anlaufschwierigkeiten. Keine fünf Minuten waren gespielt, als Rechtsverteidiger Alexander Langlitz den ersten Schuss aufs Tor der Gäste mit Wucht zum 1:0 in den Winkel hämmerte. Justin Möbius und Joel Grodowski waren die Wegbereiter zur frühen Führung, die der Partie für etwa 60 Minuten Schwung und Dynamik mit auf den Weg gaben. Vor und nach dem 2:0 durch Möbius erspielten sich die Gastgeber zahlreiche erfolgversprechende Torannäherungen. Langlitz scheiterte per Kopf (22.), Grodowski verfehlte mit dem Fuß (35.) nur knapp, und Schwadorf sorgte schließlich mit einem missglückten Seitfallzieher für den schönsten Fehlschuss der Partie (37.). Unauffällig, aber souverän absolvierte Daube sein Debüt im Preußen-Mittelfeld: Nach 45 Minuten, dann aber auch schon etwas außer Atem, war der erste Dienst-Tag für ihn beendet.

Pechvogel Borgmann fällt wieder aus

Hinten stand der Preußen-Riegel trotz massiver Umbauarbeiten sicher: Abwehrchef Simon Scherder war als Patenonkel an einem Taufbecken unverzichtbar, Nebenmann Jannik Borgmann fehlte aus deutlich weniger erfreulichem Grund. Der Preußen-Pechvogel vom Dienst bleibt seinem Ruf treu und wird seinem Team auf unabsehbare Zeit wegen einer Hüftblockade fehlen. Stattdessen schob Hildmann Marcel Hoffmeier von links in die Mitte und Dominik Klann aus dem Mittelfeld nach hinten – und voilà: Aus der Not war eine spielstarke Innenverteidigung erwachsen. „Man sieht, dass beide spielen wollen und kreative Lösungen suchen.“ Darum, und wohl auch, weil sich die Inanspruchnahme durch den Gegner in überschaubaren Grenzen hielt, brannte hinten wenig bis gar nichts an, während Alexander Langlitz immer wieder Zeit und Raum fand für gefährliche Vorstöße in den gegnerischen Strafraum. „So kannte ich ihn aus vielen Spielen in Lotte“, freute sich Hildmann über den stürmischen Auftritt seines rechten Außenverteidigers. Auch die beiden Neuen erspielten sich erste Pluspunkte in der Trainergunst: Daube als ruhender Pol im Mittelfeld, Schwadorf als stets anspielbereiter Mann hinter den Spitzen. Beide werden sich im Training und im bevorstehenden Trainingslager in den Niederlanden weiter an das Team annähern.

Vujinovic reist heim

Ob das auch für Gastspieler Vujinovic gilt, ist fraglich, der Karlsruher hinterließ diesmal keine bleibenden Eindrücke. „Aber er war nach einer Woche bei uns im Training auch ein bisschen platt. Jetzt sprechen wir noch miteinander uind dann fährt er erst mal wieder nach Hause“, lässt Hildmann die finale Entscheidung noch offen.

Preußen Münster: Schulze Niehues – Langlitz (60. Frenkert), Klann, Hoffmeier, Heidemann – Przondziono, Daube (46. Touray) – Möbius, Schwadorf (60. Remberg)– Grodowski, Vujinovic (60. Özmen)

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