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Fußball: Regionalliga West

Nach Kanada-Abenteuer: Ex-Preuße absolviert Probetraining bei RW Essen

Münster

Am Donnerstag nimmt Drittligist RW Essen nach einmonatiger Auszeit wieder das Training auf. Trainer Christoph Dabrowski begutachtet dann auch einen ehemaligen Stürmer von Preußen Münster, der ihm auf Videos gut gefallen hat.

Der ehemalige Preußen-Stürmer Tobias Warschewski (l., hier mit Rufat Dadashov) trainiert in den kommenden Tagen beim Drittligisten RW Essen mit. Foto: Imago/Kirchner-Media

Im Sommer 2019 hat Tobias Warschewski Preußen Münster verlassen, nach einem sportlichen Abenteuer in Kanada könnte es den Angreifer nun wieder zurück nach Deutschland ziehen. Ab Donnerstag trainiert der 24-Jährige zur Probe bei Drittligist RW Essen mit.

„Ich habe den Jungen auf Video gesehen und da hat er mir gut gefallen. Jetzt wollen wir uns mal live einen Eindruck von ihm machen“, zitiert „Reviersport“ Essens Trainer Christoph Dabrowski. Bis zuletzt war der gebürtige Dortmunder in Übersee aktiv, lief in Kanada für den FC Edmonton auf und kam in 51 Partien in der Canadian Premier League auf zwölf Tore (14 Vorlagen).

Warschewskis Draht nach Essen dürfte ein kurzer gewesen sein. Er ist mit Felix Götze befreundet, der seit dem Sommer vom FC Augsburg an die Rot-Weißen ausgeliehen ist. Zuletzt urlaubten die beiden, die sich aus der deutschen U-19-Nationalmannschaft kennen, gemeinsam in Amsterdam.

Preußen-Zeit ebnet Aufstieg bis zum DFB

In Münster kickte Warschewski von der U19 an, hatte vorher in seiner Heimatstadt für den SC Dorstfeld und Eintracht Dortmund gespielt. Bei den Jungadlern schaffte der Schlacks es sogar, sich für die deutsche U19 zu empfehlen – unter anderem mit 15 Treffern in 32 A-Junioren-Bundesligaspielen.

Im März 2017 debütierte Warschewski beim DFB, Trainer damals war Frank Kramer. Bei der U-19-Europameisterschaft spielte der damalige Preuße an der Seite des heutigen A-Nationalspielers David Raum und traf sogar beim 1:4 gegen England. Zu den Gegenspielern zählten die Chelsea-Stars Mason Mount und Reece James.

So kam's zum Aus in Münster und Lübeck

Zur Saison 2016/2017 schaffe Angreifer Warschewksi den Sprung zu den Profis in Liga drei. Er verbuchte insgesamt 51 Einsätze im Preußen-Trikot für sich (zehn Tore, zwei Vorlagen). Der Weg bei den Adlerträgern endete, weil Warschewski sich einiges zuschulden kommen ließ.

Neben Verletzungen brachten ihn mangelnde Professionalität in der Reha, zu viel Gewicht und eine schlechte Einstellung vom Weg ab. Der damalige Preußen-Sportchef Malte Metzelder versuchte das Angriffstalent in geordnete Bahnen zu führen. Warschewski zog nach Münster, wurde rausgenommen aus seinem Dortmunder Umfeld, sollte in der SCP-Geschäftsstelle mitarbeiten. Am Ende half das nicht.

Tobias Warschewski spielte zuletzt für den FC Edmonten in der Canadian Premier League. Foto: Imago/Zuma Wire

Nach seinem Engagement in Münster legte der 1,88 Meter große Stürmer eine einjährige Fußballpause an, schloss sich im Sommer 2020 dann dem Nord-Regionalligisten 1. FC Phönix Lübeck an. Für diesen Club bestritt Warschewski aber nur sechs Spiele (ein Tor), bevor der Vertrag auch dort aufgelöst wurde. Während des zweiten Corona-Lockdowns sei es ihm schwerer gefallen „sich den normalen Regeln des Mannschaftssports und des Leistungsfußballs zu fügen“, teilte der Verein mit.

Jetzt wagt Warschewski in Essen einen neuen Anlauf.

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