1. www.wn.de
  2. >
  3. Sport
  4. >
  5. Preussen-muenster
  6. >
  7. Preußen-Coach Hildmann ist heiß aufs Bonn-Spiel im Schnee

  8. >

Fußball: Regionalliga West

Preußen-Coach Hildmann ist heiß aufs Bonn-Spiel im Schnee

Münster

Wetterkapriolen am 1. April, doch trotz Schneefalls und Wintereinbruch möchte Preußen Münster am Samstag um 14 Uhr gegen den Bonner SC spielen. In der Endphase der Saison will der Tabellenführer den Druck auf RW Essen hochhalten.

Von Alexander Heflik

So sah es am Freitagmittag im Preußenstadion aus. Foto: Alexander Heflik

Sascha Hildmann ließ keinen Zweifel daran, dass er unbedingt am Samstag (ab 14 Uhr) das viertletzte Heimspiel der Saison in der Regionalliga West nur zu gerne austragen würde. Schon so ist es ein anspruchsvolles Programm, wenn mit dem Aufeinandertreffen gegen den abstiegsgefährdeten Bonner SC der „heiße April“, der so bitterkalt und winterlich gestartet ist, Fahrt aufnimmt. Sieben Pflichtspiele in 29 Tagen sind nicht ohne.

Beim Tabellenführer aus Münster ist sich jeder der besonderen Situation bewusst. Das Aufstiegsrennen, der Kampf um die Meisterschaft ist in vollem Gange. „Von außen geht was ab“, bemerkt Hildmann. Seine Spieler und auch der Trainerstab spüren die hohe Erwartungshaltung.

Und Hildmann wäre nicht Hildmann, wenn er das nicht in einen anderen Kontext schieben würde. Denn gegen Bonn einen „Pflichtsieg zu erwarten“, das passe nicht in sein fußballerisches Weltbild: „Pflichtsiege? Das gibt es nicht. Ich habe das der Mannschaft auch gesagt, dass jeder Sieg wichtig ist, jeder Sieg besonders ist.“ Damit will er die Sinne schärfen vor der Partie gegen Bonn – und fügt an: „Wir bringen jedem Gegner Respekt entgegen. Das ist Preußen Münster.“

Preußen-Trio kehrt zurück

Soviel Pathos musste sein am Freitag, gut 24 Stunden vor einem möglichen Anpfiff. Denn die Gäste aus Bonn würden zum einen anreisen mit einem gehörigen Selbstbewusstsein. Seit dem Trainerwechsel zu Markus von Ahlen, einst Teamkollege des Profikickers Hildmann, sammelte Bonn 16 Punkte aus zehn Partien – und steht aktuell nicht mehr auf einem Abstiegsrang.

Andererseits hat der BSC Angreifer Albert Bunjaku von Viktoria Köln verpflichtet. Der ist 38 Jahre alt und hört im Sommer auf, aber Bunjaku schoss noch vor zwei Jahren 20 Treffer in der 3. Liga – darunter ein schmerzhaftes Tor gegen die Preußen, die später abstiegen. Hildmann: „Auf ihn müssen wir höllisch aufpassen.“

Geduld ist gefragt - Finale terminiert

Doch Münster hat nach der schmerzhaften Niederlage in Rödinghausen zuletzt 13 von 15 möglichen Punkten geholt. Erster ist der SCP, nun gut, Essen hat das eine Nachholspiel noch in der Hinterhand, aber der SCP ist im Titelrennen. Hildmann: „Jetzt geht es richtig los.“

Personell ist die Lage bestens beim SCP. Es fehlen zwar Dennis Daube, Lukas Frenkert und der wieder ins Mannschaftstraining zurückgekehrte Manfred Kwadwo. Dafür aber sind Gerrit Wegkamp, Jannik Borgmann oder auch Torwart Max Schulze Niehues wieder einsatzfähig. Letztgenannter ist natürlich wieder die Nummer eins zwischen den Pfosten. Innenverteidiger Robin Ziegele fehlt dagegen gesperrt, Simon Scherder steht als Alternative schon bereit.

So könnten die Preußen spielen: Schulze Niehues - Schauerte, Scherder, Hoffmeier, Hemmerich – Remberg, Klann, Ghindovean – Langlitz, Bindemann, Teklab.

Startseite
ANZEIGE