1. www.wn.de
  2. >
  3. Sport
  4. >
  5. Preussen-muenster
  6. >
  7. Preußens U19 bestätigt den Aufschwung auch gegen Duisburg

  8. >

Fußball: A-Junioren-Bundesliga

Preußens U19 bestätigt den Aufschwung auch gegen Duisburg

Münster

Die U 19 von Preußen Münster muss im Abstiegskampf weiter hoffen und bangen, zeigte beim Unentschieden gegen den MSV Duisburg aber erneut eine reife Leistung. Nur in der Schlussphase fiel den Gastgebern nicht mehr viel ein.

Von Thomas Austermann

Münsters Arbnor Hoti (r.) lässt in dieser Szene den Torschützen Duisburger Leif Linnig stehen und war mit seinen Abwehrkollegen eine echte Bank. Foto: Wilfried Hiegemann

Den starken Trend der letzten Bundesligawochen bestätigte Preußen Münsters U 19 im gutklassigen Kunstrasenspiel gegen den sorgenfreien Vierten MSV Duisburg. Das 1:1 (0:0) bringt die Adlerträger zwar nicht aus der Abstiegszone, aber die defensiv bärenstarke und konzentrierte Vorstellung einer Elf, die sich in ihrem System gefunden hat und wohlfühlt, schürt Hoffnung, das Wettrennen gegen die knappe Zeit wie gewünscht zu beenden.

Null Punkte hatten diese Preußen nach den fünf Startspielen, zehn holten sie aus den nächsten fünf. Und jetzt kommen noch fünf bis zum viel zu frühen Ende der „halben“ Serie am 11. März. Zuzutrauen ist es Tobias Harink, die Elf auf dem aktuellen Niveau zu halten. Der Trainer war direkt nach dem ersten Remis der Saison nicht restlos glücklich („Wir hätten den Dreier verdient gehabt“), attestierte seinem Team aber die erneut sehenswerte Qualität „gegen einen richtig guten Gegner“.

Abwehrmann Öztürk stürmt erneut

Wie zuletzt in Dortmund praktiziert, setzte Harink den 1,98 Meter langen Levent Öztürk als zweite Spitze neben Till Hausotter ein und sorgte für neue Präsenz vorne drin. Der einst etablierte Innenverteidiger Öztürk, in Abwesenheit des noch immer fehlenden Mika Keute (Nierenriss) auch Kapitän, setzte Wucht und Arbeitseifer ein. Duisburgs Trainer Engin Vural beorderte schnell einen anderen Innenverteidiger in Öztürks Schatten. „Levent kann diese Rolle spielen, er tankt sich durch oder macht die Bälle fest“, sagte Harink.

An Chancen mangelte es lange im verteilten Spiel, was für die Dreierkette der Preußen als Stärke ausgelegt werden darf. Arbnor Hoti, allen voran der überragende, weil immer hellwache wie robuste Mittelmann Jubes Ticha und Ben Kronenberg räumten Seite an Seite ab und bauten auf. „Herausragend“, lobte Harink die Konstanz des sattelfesten und vorwärtsorientierten Trios. Die Preußen hätten direkt vor der Pause einen Elfmeter bekommen können – der Attacke an Danylo Krevsun, der beim Abschluss gefoult wurde, folgte kein Pfiff.

Harink: „Haben am Ende nicht gut reagiert“

Der immer stärker auftrumpfende Außenspieler Paul Wiemer hatte einmal die Seite gewechselt und zog von links eine Hereingabe auf Öztürk, der an MSV-Keeper Domini Gehl scheiterte, aber Hausotter drückte den Abpraller über die Linie zum 1:0 (49.). Die Zebras wechselten sofort offensiv. Der aufmerksame SCP-Schlussmann Matthias Bräuer reagierte in einigen Szenen bestens. Öztürk musste angeschlagen raus und fehlte in der heißen Schlussphase vorne als Anspielstation. Duisburg warf gerne durch lange Bälle alles nach vorne.

Der schnelle Außenspieler David Wieczorek entwischte links einmal allen, den gescheiten Pass in den Rückraum nutzte Leif Linnig mit feinem Fuß zum 1:1-Flachschusstreffer (77.). Je eine gute Abschlussszene hatten beide Teams noch. „Am Ende haben wir nicht mehr gut reagiert gegen diesen MSV-Stil“, sagte Harink und vermisste den cleveren Plan nach Balleroberung.

SCP: Bräuer – Hoti, Ticha, Kronenberg – Sarrafyar (71. Bena), Häusler – Wiemer, Krevsun, Pinto (83. Papenfort) – Öztürk (71. Tchadjobo), Hausotter

Startseite