Fußball: Regionalliga

Urgestein Simon Scherder verlängert bei den Preußen

Münster

Seit 15 Jahren spielt Simon Scherder Fußball beim SC Preußen Münster. Das ist mehr als die Hälfte des Lebens der 28-Jährigen. Weil aber halbe Sachen nicht sein Ding sind, hat der Abwehrchef seinen Vertrag in Münster verlängert. Über die Vertragslaufzeit hüllt sich der Club in Schweigen.

Seine Sammlung von Preußen-Trikots kann sich sehen lasen: Seit 15 Jahren wird Simon Scherder mit den aktuellen Trikots ausgestattet, auch die nächste Kollektion ist gesichert. Foto: Jürgen Peperhowe

„Mer losse d‘r Dom in Kölle“: Die Black Fööss haben 1973 einen Song draus gemacht – mit Erfolg: Die Scheibe ist ein Evergreen, obwohl die Botschaft kaum überraschte: Der Dom bleibt in Köln, „denn do jehöt hä hin“. Köln hat seinen Dom, der SC Preußen Münster Simon Scherder, für den ebenfalls gilt: „Wat sull dä dann woanders, dat hät doch keine Senn.“ Naja, Sinn hätte es vielleicht schon, das Preußen-Urgestein hat durchaus Interesse bei anderen Vereinen und in höheren Ligen geweckt, aber nun ist so eine westfälische Eiche so tief in der Heimaterde verwurzelt, wie – sagen wir – das Fundament des Kölner Doms.

Noch einmal aufsteigen

Vor dem vorletzten Spieltag der laufenden Spielzeit hat Scherder seinen Vertrag an der Hammer Straße ein weiteres Mal verlängert und führt seine Geschichte beim SC Preußen Münster fort, die vor 15 Jahren bei den Youngstars begann. Vom Jugendspieler schaffte er den Sprung zu den Profis, entwickelte sich zum Stammspieler, wurde Publikumsliebling. Jetzt, nach so vielen Jahren, hat der heute 28-Jährige vor allem noch einen großen Traum: Die Preußen dahin zurückführen, wo sie letzten Sommer hergekommen sind.

„Der Verein hat es nach dem Abstieg geschafft, sich in kurzer Zeit wieder gut aufzustellen und man hat gesehen, dass an vielen Stellen wichtige Themenvorangeschoben wurden. Das hat mich beeindruckt und mir nochmal gezeigt, dass hier bei Preußen Münster wieder etwas entsteht. Davon möchte ich ein Teil sein und meinen Beitrag dazu leisten, dass wir unsere Ziele erreichen“, stand für Scherder, der seit 2006 an der Hammer Straße seine Fußballschuhe schnürt, schnell fest, dass er seinem Herzensverein weiter die Treue hält. Und betont auch deutlich, dass er noch ein großes Ziel vor Augen hat: „Preußen Münster ist mein Verein, das ist klar. Und mit diesem Verein will ich es einmal erleben, aufzusteigen. Darauf habe ich einfach Bock!“

Herzensangelegenheit

„Simon steht auf dem Platz für sportliche Qualität und soll unsere Mannschaft mit seiner Erfahrung von hinten raus anführen. Dazu steht er neben dem Platz für absolute Identifikation und ist ein wichtiges Verbindungsstück zwischen der Mannschaft und unseren Fans. Dieses Gesamtpaket macht ihn für uns so wertvoll und die Gespräche mit Simon haben deutlich gezeigt, dass unser Weg für ihn eine echte Herzensangelegenheit ist“, freut sich Sportdirektor Peter Niemeyer, einen weiteren wichtigen Baustein für die nächste Saison gesetzt zu haben. Oder um es mit den Bläck Fööss zu sagen: „Un op singem ahle Platz, bliev hä och joot en Schuß.“

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