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Fußball: Westfalenpokal

Weg frei für Preußen? Favoritensterben im Westfalenpokal

Münster

Preußen Münster verfolgte den Mittwoch im Westfalenpokal von der Couch - und durfte sich freuen. Zwei Regionalliga-Rivalen blamierten sich böse, Drittligist Verl erwischte es bei einem Oberligisten. Zwei Ex-Preußen spielten dabei keine gute Rolle.

Der SC Verl und Dominik Klann, bis zum Sommer noch Spieler von Preußen Münster, erwischten am Mittwoch im Westfalenpokal einen rabenschwarzen Abend. Der Drittligist scheiterte sensationell gegen Oberligist Delbrücker SC, Klann wurde nach einer Viertelstunde ausgewechselt. Foto: Imago/PaetzelPress

Da waren's nur noch vier! Ein Quartett aus der Regionalliga West ist noch im Rennen um den Westfalenpokal und das begehrte Ticket für den DFB-Pokal. Am Mittwochabend verabschiedeten sich mit RW Ahlen und dem SC Wiedenbrück gleich zwei Regionalligisten völlig überraschend in Runde zwei aus dem Wettbewerb. Zudem erwischte es mit dem Drittligisten SC Verl auch noch den ranghöchsten Club. Der Weg für Preußen Münster ist damit jedenfalls nicht schwerer geworden.

Ahlen blamierte sich beim Westfalenligisten SpVgg Erkenschwick bis auf die Knochen, zeigte nach 90 torlosen Minuten vom Elfmeterpunkt Nerven und schied nach dem 3:5 aus. Noch übler erwischte es Wiedenbrück, das beim Landesligisten Westfalia Soest eine 1:2-Pleite hinnehmen musste. Das einzige Tor der favorisierten Gäste fiel dabei erst in der fünften Minute der Nachspielzeit.

Klann früh raus, Joker Grodowski fliegt

Und dann wäre da noch der SC Verl. Der Drittligist hatte zuletzt den FSV Zwickau mit 3:0 besiegt, auch dank der Treffer zweier Ex-Preußen: Joel Grodowski und Cyrill Akono. Das Duo saß gegen den Oberligisten Delbrücker SC zunächst auf der Bank, aber nicht lange. Nachdem die Hausherren furios losgelegt hatten und bereits nach zehn Minuten mit 2:0 vorne lagen, reagierte Verls Coach Michel Kniat umgehend und wechselte nach einer Viertelstunde vier Mal (!) aus. Unter anderem musste Dominik Klann runter, der im Sommer den Schritt von Münster zum Sportclub gegangen war. Grodowski kam rein, im Laufe der zweiten Hälfte auch Akono.

Doch das alles half nicht. Mehr als der Anschlusstreffer durch einen Elfmeter von Maximilian Wolfram (41.) gelang Verl nicht, kurz vor Schluss machte Güven Kaplan mit dem 3:1 für Delbrück alles klar - und die Sensation perfekt (85.). Zu allem Überfluss sah der ehemalige Münsteraner Grodowski nach 89 Minuten noch Gelb-Rot.

Viererpacker hilft Rödinghausen

Der SV Rödinghausen gestaltete seine Aufgabe in der zweiten Runde des Westfalenpokals hingegen souverän, siegte beim B-Kreisligisten SG Bokel mit 6:0 (4:0). Torjäger Damjan Marceta traf innerhalb der ersten 34 Minuten gleich vier Mal, Jeff-Denis Fehr legte spät zwei Tore nach.

Somit verbleiben neben Rödinghausen als Regionalligisten noch Spitzenreiter 1. FC Kaan-Marienborn, die SG Wattenscheid 09 und eben Preußen Münster im Westfalenpokal. Die letztgenannten Vereine treffen am 7. September (19 Uhr) im Preußenstadion aufeinander. Kaan-Marienborn gastiert am 13. September (19.30 Uhr) beim Dortmunder Oberligisten TuS Bövinghausen um Ex-BVB-Profi Kevin Großkreutz und den ehemaligen Münsteraner Jugendkicker Marko Onucka.

Erkenschwick-Coach hofft auf Revanche

Klar ist schon, dass Preußen oder Wattenscheid in der dritten Runde auf Ahlen-Bezwinger Erkenschwick treffen. Magnus Niemöller, Trainer der SpVgg, meinte nach dem Elfmeter-Coup: „Wattenscheid hätte als Lokalrivale eine gewisse Brisanz. Die würden sicherlich, ebenso wie Münster, reichlich Fans mitbringen. Gegen Preußen haben wir bereits im letzten Jahr im Westfalenpokal verloren, eventuell wäre eine Revanche ja auch was Schönes.“

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